Herausforderungen für die Finanzaufsicht durch neue Technologien

Big Data und Künstliche Intelligenz verändern die Bankbranche

Wie wirken sich neue innovative Technologien auf die Finanzbranche aus und welche Auswirkungen ergeben sich daraus für Regulierung und Aufsicht? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Aufsicht, Regulierung und Compliance

Aufsichtsrechtliche Anforderungen, Regulierung und Compliance werden von den meisten Banken und Sparkassen als Last empfunden. Dabei sichern diese die Sicherheit und damit die Existenz unseres modernen Bankensystems und ermöglichen, richtig genutzt, auch Chancen im Kundengeschäft. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien zu Trends und Entwicklungen in diesem Bereich.

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Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich durch neue Technologien. Die Finanzwirtschaft ist hier keine Ausnahme und der Wandel ist tiefgreifend. Themen wie Big Data, Künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge eröffnen Banken und Sparkassen neue Möglichkeiten, haben aber auch Implikationen für die Aufsicht und Regulierung von Finanzdienstleistungen. Nicht nur Kreditinstitute, sondern auch die Aufsicht stehen vor neuen Herausforderungen, denn

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„Außerhalb des regulatorischen Rahmens können sich systemische Abhängigkeiten von Marktteilnehmern ergeben, die sich auf die Nutzung von Big Data und Künstlicher Intelligenz spezialisiert haben.“

Felix Hufeld, BaFin-Präsident

Paradigmenwechsel in der IT

In der IT vollzieht sich derzeit ein grundlegender Paradigmenwechsel. Während früher das Verhalten komplexer Systeme im Zusammenspiel zwischen Fach- und IT-Experten programmiert wurde, revolutioniert heute das Maschinelle Lernen als Schlüsseltechnologie der Künstlichen Intelligenz die Entwicklung kognitiver Systeme. Die umfangreiche Verfügbarkeit von großen Datenmengen ermöglicht es Computern, in bestimmten Aufgaben sogar an die Fähigkeiten des Menschen heranzureichen. Genügend Daten vorausgesetzt, werden damit Probleme lösbar, für die durch klassische Programmierung keine Lösung entwickelt werden kann.

Implikationen der Digitalisierung für die Finanzaufsicht

Innovative Technologien und die fortschreitende Digitalisierung stellen nicht nur die Banken selbst vor neue Herausforderungen. Vor allem aus dem Zusammenspiel von Big Data und Künstlicher Intelligenz (BDAI) ergeben sich daraus zahlreiche Implikationen für Finanzstabilität, Markt- und Unternehmensaufsicht und den kollektiven Verbraucherschutz.

Die BaFin hat nun eine Studie vorgelegt, die als Grundlage für einen intensiven Dialog zum Themenkomplex Big Data und künstliche Intelligenz dienen soll. An den Ergebnissen haben auch Experten der Partnerschaft Deutschland, der Boston Consulting Group (BCG) und des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS mitgewirkt.

Ziel der Studie ist es, ein umfassendes Bild zu erhalten, um die BaFin in die Lage zu versetzen, strategische Trends, Marktentwicklungen und neu entstehende Risiken frühzeitig zu identifizieren und angemessen zu adressieren. Die Analyse beleuchtet die Implikationen der technologiegetriebenen Marktentwicklungen aus verschiedenen regulatorischen und aufsichtlichen Perspektiven.

Aufgaben der Geschäftsleitung sind nicht automatisierbar

Angesichts der beschleunigten Automatisierung von Prozessen stellt die BaFin klar, dass die Geschäftsleitung auch mit Blick auf BDAI-Anwendungen ihre Verantwortung weder automatisieren noch auslagern kann. Komplexe Modelle dürfen zudem nicht zu intransparenten Entscheidungen führen und einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation im Weg stehen.

Auch mit Blick auf den Verbraucherschutz ergeben sich aus Sicht der BaFin wichtige Folgerungen. Kunden müssen stärker dafür sensibilisiert werden, welchen Wert die Daten haben, die sie preisgeben, und wer über diese Daten verfügen kann. Das Vertrauen der Verbraucher ist zentral. Es ist entscheidend für den Erfolg auch von BDAI-Innovationen. Daher ist es wichtig, Rahmenbedingungen für echte Datensouveränität zu fördern.

Wettbewerbschancen durch Big Data und Künstliche Intelligenz

Aus Perspektive des Marktes zeigt die Studie, dass Big Data und Künstliche Intelligenz sowohl bestehenden als auch potenziell neuen Marktteilnehmern erhebliche Wettbewerbschancen bieten. Diese resultieren vor allem aus der technisch möglichen verstärkten Entkoppelung der Wertschöpfungsketten.

Dadurch entstehende effizientere und effektivere Betriebs- und Geschäftsmodelle für Finanzdienstleister erfordern neue technische und fachliche Kompetenzen.

An der Schnittstelle zum Kunden entstehen beispielsweise neue Möglichkeiten personalisierter Angebote und eine breitere Transparenz der Marktangebote. Parallel öffnen regulatorische Veränderungen wie die Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 marktfremden Akteuren den Zugang zur Kundenschnittstelle. In den Kernprozessen zeigen Fallbeispiele erhebliche Effizienz- und Effektivitätspotenziale.

Schlussfolgerungen für Banken und Aufsicht

Anhand von Marktbetrachtungen und Anwendungsbeispielen zeigt der Bericht denkbare Entwicklungen aus der Sicht von Banken, Versicherungsunternehmen und des Kapitalmarktes auf. Bewusst nimmt er aber auch die Perspektive des Verbrauchers ein, der zugleich auch Lieferant der Daten ist. Allen Beteiligten muss klar sein, dass BDAI Chancen, aber auch Risiken mit sich bringt. Diese Risiken müssen verstanden und adressiert werden. Das gelte für die Banken, aber auch und vor allem für Aufsicht und Regulierung.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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