Zunehmendes Interesse am Metaverse

Große Hoffnungen auf digitale Parallelwelten

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Digitales Shopping, virtuelle Reisen und Konzerte: Das Metaversum bietet Unternehmen die Möglichkeit, Profit zu machen – und Kunden die Gelegenheit, sich zu amüsieren. In dem Konzept steckt viel Geld. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Interesse daran steigt.

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Die Unternehmensberatung Accenture hat kürzlich eine Untersuchung zum Interesse an einem potenziellen Metaversum veröffentlicht. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter weltweit 24.000 Verbrauchern. Zudem geht es um die Unternehmen: Wie sehen sie ihre Perspektiven im Metaverse, inwieweit Nutzen sie neue Technologien? Hierfür befragte Accenture 4.650 Führungskräfte aus 23 Branchen. Die Umfragen wurden von Dezember 2021 bis Januar 2022 in 35 Ländern durchgeführt.

Das Ergebnis: Das Interesse am Metaverse steigt, die Menschen zeigen Kaufbereitschaft. Die Idee verbreitet sich. Die Unternehmen setzen große Hoffnungen in das Konzept einer virtuellen Parallelwelt.

Unternehmen erhoffen sich Profite vom Metaversum

Beginnen wir bei den Unternehmen: 72 Prozent der befragten Führungskräfte waren der Meinung, dass sich das Metaverse positiv auf ihre Betriebe auswirken werde. 45 Prozent von ihnen glaubten, dass das Metaverse eine bahnbrechende oder transformierende Wirkung haben werde.

90 Prozent der befragten Führungskräfte im Einzelhandel ging davon aus, dass führende Marken die virtuelle Welt „erweitern werden, um sie realistischer zu gestalten“, wie es in der Studie heißt. Damit steige der Bedarf an einer nahtlosen Navigation zwischen der digitalen und realen Welt.

Das Konzept eines Metaversums mit virtuellen Produkten, Angeboten und Möglichkeiten eröffne eine völlig neue Art, einzukaufen und für Unternehmen die Chance, ihre Umsätze branchenübergreifend zu steigern, wie die Studienautoren kommentieren.

So sollten Firmen vorgehen

Doch was sollte ein Unternehmen tun, das am Metaverse teilhaben wollte? Die Studienautoren raten dazu zu testen, was das Metaversum für ihre Kunden und für ihr Geschäfte konkret bedeute. Zudem sollten Unternehmen ein Netzwerk von Experten und Technologien koordinieren. Erfolgreiche Marken würden schon heute mit Kunden und einem „Metaverse-Ökosystem“ zusammenarbeiten, um digitale Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Einzelhändler könnten etwa Livestream-Shopping-Events anbieten, bei denen Kunden mit einem Markenbotschafter interagieren, in einer virtuellen Umkleidekabine etwas anprobieren oder den Wunschartikel in den Warenkorb legen und zur Kasse gehen könnten.

Das Metaversum aus Kundenperspektive

Nun, was sagt der Verbraucher? Für die Verbrauchersicht zog man zusätzlich eine frühere Studie unter 11.000 Verbrauchern aus 16 Ländern hinzu. 55 Prozent der dabei befragten Kunden waren der Meinung, dass sich Alltag und Lebensweise immer mehr in die virtuelle Welt verlagern. 79 Prozent waren daran interessiert, in einem potenziellen Metaversum einzukaufen. 61 Prozent der Deutschen gaben an, im vergangenen Jahr ein virtuelles Produkt oder eine virtuelle Dienstleistung erstanden oder an einer digitalen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

Reisen mit dem Metaverse?

Laut Studienautoren sei ein potenzielles Metaversum auch für die Reisebranche wichtig: 40 Prozent der befragten Deutschen ist an virtuellen Touristikangeboten interessiert – zum Beispiel an einer AR-gestützten Sightseeing-Tour oder einer virtuellen Hotelbesichtigung. Unter Millennials liege dieser Wert bei 55 Prozent. Unter Babyboomern bei 29 Prozent.

Man müsse sich jedoch darüber im Klaren sein, dass das Metaverse reale Reisen nicht ersetzen sollen. Vielmehr sei es dazu gedacht, „ergänzende Erlebnisse zu vermitteln, die im Laufe der Zeit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Reise-Ökosystems werden können“, wie die Studienautoren schreiben.

So sei beispielsweise denkbar, die Erste Klasse oder die Lounge einer Fluggesellschaft, ein Hotel oder eine Ferienanlage vor Reiseantritt virtuell zu erkunden. Zudem könnten Sehenswürdigkeiten, Museen oder Naturlandschaften digital nachgebildet werden.

Für den Unterhaltungssektor gaben 44 Prozent der Verbraucher an, dass sie bereits Eintrittskarten für ein Konzert, eine Show oder ein Sportereignis, das in einer virtuellen Welt stattfindet, gekauft haben oder planen, dies in Zukunft zu tun.

Noch stecke das Metaversum in den Kinderschuhen, wie die Studienautoren schreiben – doch es werde sich vermutlich rasant entwickeln. Unternehmen, die jetzt zögern und Investitionen zurückhalten, riskierten, den Anschluss zu verlieren.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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