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Zwischen Gewohnheiten und Innovationen

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Herausforderungen 2017 für Payments und Zahlungsverkehr

Herausforderungen für Banken und Sparkassen

Aktuelle Herausforderungen für Banken und Sparkassen

Zahlungsverkehr ist schon länger kein verstecktes sondern ein strategisches Thema für Banken und Sparkassen. Die Trends und Herausforderungen für 2017 bewegen sich zwischen schon lange praktizierten Gewohnheiten und spannenden Innovationen.

Der Zahlungsverkehr führt kein verstecktes Maschinenraum-Dasein mehr, sondern wurde zur sichtbaren Innovationsmaschine par excellence. Auch demjenigen, der nur auf Deutschland schaut, schwirrt der Kopf: Schafft Paydirekt den Durchbruch? Laufen die Sparkassen mit Kwitt dagegen? Wird die Debit-Mastercard ein Erfolg? Kommen Apple Pay und Facebook Messenger Pay? Ist das Aus für myWallet auch das Ende für Zahlungen via Telekom? Springen Fidorbank plus Telefonica in die Bresche? Schafft Payback, was Yapital nicht gelang? Kommt die Utility Settlement Coin?

Prof. Dr. Hans-Gert Penzel - ibi research

Prof. Dr. Hans-Gert Penzel ist Geschäftsführer von ibi research an der Universität Regensburg

Drei zentrale Herausforderungen für 2017

Statt all diese Fragen zu beantworten, sollten wir einen Moment innehalten: Zahlungsverhalten ändert sich nicht von heute auf morgen. Aber drei grundlegende Entwicklungen verbinden sich gegenwärtig und werden zur eigentlichen Herausforderung für 2017: PSD2 + Instant Payments + Personal Finance Management.

PFM schafft einen exzellenten Überblick über die eigenen Finanzen, wenn der Bankberater seine Arbeit ernst nimmt und den Kunden vernünftig anleitet. Um die anschließenden Transfers zwischen Konten mehrerer Institute steuern zu können, kommt die PSD2: Man kann Dritte autorisieren, die eigenen Konten um- und aufzuräumen. Und mit Instant Payments geht das auch noch in Sekundenschnelle, nicht reversibel. Finanzdienstleister, die in 2017 vorangehen und dem Kunden als erste (endlich wieder) eine konsolidierende Hausbank-Funktion bieten, schaffen sich damit eine überlegene Position für die Folgejahre.

Wenn Bankkunden zwei Wünsche frei hätten

Wenn die Glücksfee den Bankkunden darüber hinaus noch zwei Wünsche erfüllen würde:

Erstens sind das simple, kontaktlose Zahlungen direkt vom Konto, für die Zeitung und die Brötchen. Ohne Authentifizierung bis 10 oder 20 Euro – das wär’s für die Privatkunden.

Zweitens sind es angereicherte Payment-Informationen im B2B-Geschäft. Synchron zum Geldtransfer, so wie Traxpay das in eine exzellente Lösung gegossen hat und demnächst mit einer großen Bank anbieten wird. Das wird es für die Firmenkunden sein.

Und was ist mit Blockchain?

Und was ist mit Blockchain, Bitcoins etc.? Vergessen Sie’s für 2017! Blockchain ist eine faszinierende Technologie auf der Suche nach sinnvollen Anwendungen. Die dürfen weder höchste Performance in der Technik verlangen noch komplizierte Verträge in der Anwendung. Das erste disqualifiziert sie für den Massenzahlungsverkehr, das zweite für den Immobilienkauf. Aber vielleicht könnte man mit Wertpapieren starten …

Es gibt noch zahlreiche Baustellen

Ganz am Ende gehen wir doch noch zurück in den Maschinenraum des Zahlungsverkehrs und schauen auf die aktuellen Ergebnisse der Benchmark-Studie von ibi research und PPI: Die Stückkosten des Zahlungsverkehrs weichen heute zwischen Banken um den Faktor 3 bis 5 ab. Ja, richtig gelesen: nicht 30 bis 50%, sondern 300 bis 500%. Noch interessanter: Das ist kaum mit Betriebsgröße und Outsourcing-Grad korreliert. Auch am Backend gibt es viel zu tun!


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Über den Autor

Prof. Dr. Hans Gert Penzel

Prof. Dr. Hans-Gert Penzel ist geschäftsführender Gesellschafter des ibi research, Institut für Bankinnovation an der Universität Regensburg. Sein Institut analysiert und gestaltet IT-basierte Finanzinnovationen. Von 2004 bis 2010 war Herr Penzel Generaldirektor und CIO in der Europäischen Zentralbank. Davor hatte er in 13 Jahren mehrere C-Funktionen in der Vereinsbank, später Hypovereinsbank inne. Er begann seinen Berufsweg 1982 bei Hewlett Packard und wechselte 1985 fünf Jahre zu McKinsey & Company. Herr Penzel studierte VWL und Wirtschaftsinformatik in Mainz und Stanford; er promovierte in Software Engineering.

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