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Social Media ist doch schon wieder vorbei

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Alltag statt Hype

Social Media ist real

Social Media ist in Wirtschaft und Gesellschaft verankert
© Shutterstock

Die letzten Jahre haben Facebook, Twitter und Co. die Diskussionen um die Spielarten dieses neuen Mediums dominiert und viele Menschen in Unternehmen und Agenturen haben sich mit Social Media beschäftigt. Doch mittlerweile ist es ruhiger geworden. Was heißt das? Müssen wir uns noch mit den sozialen Netzwerken auseinandersetzen? Oder ist Social Media gar auf dem absteigenden Ast? 

In den letzten Jahren haben wir viel zu Social Media geschrieben. Die Plattformen schossen wie Pilze aus dem Boden. Doch seit ein bis zwei Jahren ist es etwas ruhiger geworden. Der Platzhirsch Facebook besetzt mit einer Vielzahl von eigenen Funktionen aber auch erfolgreichen Apps aus der eigenen Familie einen Großteil des Marktes, während andere Plattformen stagnieren. Können wir das Thema Social Media dann jetzt als Hype für beendet erklären und müssen uns nicht mehr dauernd damit beschäftigen?

Wenn der Social Media Hype nachlässt

Nein, das ist nicht so. Wer kann schon immer im Hypezustand verharren. Dauernde Hyperventilation machten einen irgendwann ganz schwindelig im Kopf und versperrt den Blick auf das Wesentliche. Dann mal schnell in die Kommunikationstüte geatmet und wieder beruhigt:

Facebook ist mittlerweile 12 Jahre alt und die meisten Leute kennen das Unternehmen. Die Nutzer sind nicht nur zahlreich, sondern auch die Nutzungsdauer ist – im Vergleich zu anderen Plattformen – überwältigend hoch. Wir reden hier also definitiv von einem Alltagsmedium, das sich seinen Platz im täglichen Mediencocktail erobert hat. Also auch wenn es kein mehr Hype ist: Social Media ist mitten im Leben angekommen.

Müssen wir also nicht mehr darüber sprechen? Doch! Es ist sogar dringend angebracht – gerade als Unternehmen. Denn während die Nutzung im Alltag angekommen ist, haben es viele Firmen noch lange nicht in gleichem Maß in ihre Kommunikation und Kunden-Service-Prozesse integriert. Hier bleibt noch eine Menge zu tun, auch wenn der Hype vorüber sein mag. Da müssen die Verantwortlichen noch nachlegen und ihr Unternehmen fit machen für den Einsatz von Social Media.

Auch bei Social Media bleibt nichts so wie es ist

Das spannende an Social Media ist ohne Zweifel die schnelle Wandlungsfähigkeit. Als vollständig digitales Medium lassen sich Änderungen auf Sozialen Netzwerken von den Betreibern naturgemäß rasch realisieren. Doch die spannende Frage bleibt: Folgen die User dem veränderten Angebot weiterhin mit der gleichen Aufmerksamkeit oder weichen sie auf andere Medien aus?

Es mag manchem Entscheider für Kommunikation eines Unternehmens in den Wahnsinn treiben, hatte er sich doch in Studium und während seiner beruflichen Praxis an die Funktion und Wirkungsweise von Zeitung, Radio und TV gewöhnt und konnte die Klaviatur sicher bedienen. Doch mit den digitalen Medien ist das mediale Gefüge gehörig ins Wanken geraten. Zwar ließ sich auch eine Website anfangs wie ein Prospekt oder ein Zeitungsartikel gestalten. Doch Suchmaschinen brachten mit ihren Anforderungen einen völlig andere Art Texte zu schreiben und mit Bildern zu kombinieren. Und diese Regeln blieben nicht für Jahrzehnte konstant, sondern wandelten sich mit einer zunehmenden Geschwindigkeit. Und dann kam Social Media: Fast schon im Monatsrhythmus fanden neue Funktionen Eingang in die Kommunikation und wurden von den Usern mit großer Begeisterung akzeptiert und sicher angewandt. Hier hatten und haben viele Verantwortliche ohne Zweifel Mühe Schritt zu halten, den Nutzern in den den neuen digitalen Raum zu folgen.

Und auch wenn in der zweiten Dekade von Social Media das Feld der wichtigen Player stabil erscheint. Längst zeichnen sich bereits Veränderungen ab, die das Verhalten nachhaltig verändern können. Längst haben die Early Adopters zwar immer noch einen Facebook Account. Doch deren tägliche Nutzung liegt heute auf Instagram und Messenger Plattformen wie WhatsApp und Snapchat. Wer nun glaubt, dass es nun wieder eine Weile dabei bleibt und sich beispielsweise über die Instagram Business Profile freut, der wird in den nächsten Monaten sicherlich (wieder) überrascht werden. Was heute keiner sagen kann ist, wie die Zukunft von Social Media denn wirklich aussehen wird. Denn ob sich neue Plattformen durchsetzen oder ob Player wie Facebook diese kaufen oder deren Funktionen nachbauen werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand verlässlich sagen. Wichtig ist nur: Dran bleiben und schauen, wie Funktionen für die eigenen Kommunikation nutzbar gemacht werden können.

Auch für Social Media gilt: Nicht ist so beständig wie der Wandel

Es bleibt aber in den nächsten Jahren dabei, dass der Wandel in den elektronischen Medien schneller vonstatten geht, als noch vor 10, 20 oder 30 Jahren. Dem müssen die Verantwortlichen in den Kommunikationsabteilungen aber auch in den für den direkten Kundenkontakt verantwortlichen Stellen folgen. Da bleibt ein Zitat aus der Vor-Internet-Zeit von Walter Giller auch in den nächsten Jahren für Social Media richtig: „Es bleibt schwierig!“


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Über den Autor

Nils Papendorf

Nils Papendorf befasst sich seit rund 16 Jahren mit den verschiedenen Facetten der Online-Medien. Als Sparkassenkaufmann und über sein Studium der Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Bankbetriebslehre zog es ihm aus Göttingen nach Hamburg zu Deutschlands größter Sparkasse. Dort war er über acht Jahre verantwortlich für Website, Online-Marketing und Social Media. Beruflich wie privat ist er eng den sozialen Medien verbunden und bietet seit einigen Jahren auch Beratung oder Vorträge für Unternehmen und Organisationen an, die sich diesem Feld öffnen wollen.

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