Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Firmenkundengeschäft

Wie Green Deal und KMU-Geschäft hohe Profite sichern

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Banken und Sparkassen hatten es im vergangenen Jahr nicht leicht. Doch es gibt Hoffnung: Neue Geschäftsfelder warten auf ihre Erschließung. Laut einer aktuellen Studie seien dies einerseits die Nachhaltigkeit, andererseits die Digitalisierung.

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Besonders in zwei Bereichen könnten die im vergangenen Jahr krisengebeutelten Banken und Sparkassen neue Märkte erschließen: In der Nachhaltigkeit und in der Digitalisierung. Das legt eine Studie der Unternehmensberatung ZEB nahe.

Die Triebfeder im Bereich der Nachhaltigkeit ist demnach der Green Deal der Europäischen Union: Mit ihm könnten die Geldhäuser ihr Ertragspotenzial im Bereich der Nachhaltigkeit von aktuell rund 35 Milliarden Euro (2020) bis zum Jahr 2025 um jährlich vier Prozent auf dann insgesamt rund 43 Milliarden Euro steigen, wie die Autoren der Studie schreiben. Das entspricht einem Wachstum von fast 25 Prozent.

Am stärksten stiegen die Erträge des Kreditgeschäfts (+30 Prozent). Auch die Erträge aus Provisionen nähmen ordentlich zu (+22 Prozent). Laut Studie werde sich das Kreditgeschäft mit Unternehmen bis 2025 mit einem Anteil von 70 Prozent zum entscheidenden Treiber für die Erträge von Deutschlands Firmenkundenbanken mausern.

Fragen, die sich Bankmanager stellen sollten

Die Autoren formulieren zwei chancenorientierte Kernfragestellungen, die bei Banken und Sparkassen ins Gewicht fallen sollten:

  1. Wie integriere ich ESG in die Kundenberatung, um Firmenkunden mit hohem Geschäftsmodellverständnis auf Augenhöhe zu beraten?
  2. Wie berücksichtige ich ESG in den Kreditprozessen in Markt, Marktfolge und Risikosteuerung, ohne die in der Vergangenheit bereits erzielten Erfolge bezüglich Automatisierung und schneller Entscheidungsfähigkeit zu gefährden?

Zudem sehen es die Studienautoren als hilfreich an, sich zu fragen, wie sich die eigene Bank oder Sparkasse in Zeiten des nachhaltigen Wandels positionieren wolle – und welche Risiken und Chancen für das Wachstum im neuen Geschäftsgebiet bestünden. Die physischen und transitorischen Risiken müssen frühzeitig identifiziert und zielgerichtet gesteuert werden, wie es heißt.

Profite durch die Digitalisierung des Mittelstandes

Der zweite neue Geschäftsbereich für Banken und Sparkassen könne laut der Studie in der Digitalisierung liegen: Digitale Lösungen von kleinen und mittleren Unternehmen seien zunehmend beliebt. Indem man Geschäftsmodelle für KMU-Kunden ausarbeite, könnten die betreuenden Finanzinstitute wachsen.

Das Fundament dafür solle eine digitale Plattform bilden. Die Beziehung zum Firmenkunden solle aber nicht am Front-End stoppen, sondern durch persönliche Beratung ergänzt werden. Darüber hinaus ermögliche das digitale Fundament den Banken auch, über das eigentliche Banking hinauszugehen – und ein Ökosystem zu entwickeln, das die eigenen Angebote erweitert und jene von Partnern miteinbezieht.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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