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Kryptowährungen: bekannt, aber nicht verbreitet – Infografik

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Keine Alternative zu traditionellen Zahlungsmitteln

Kryptowährungen wie Bitcoins erfreuen sich zunehmender Bekanntheit, werden allerdings als Zahlungsmittel noch kaum genutzt. Es fehlt vor allem am Vertrauen und den notwendigen Rahmenbedingungen.

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© Shutterstock

Seit einigen Jahren befinden sich Kryptowährungen (digitale/virtuelle Währungen) wie der Bitcoin auf dem Vormarsch. Sie sind Geld in Form digitaler Zahlungsmittel, bei denen die Prinzipien der Verschlüsselung (Kryptographie) angewandt werden. Derzeit gibt es davon weltweit über 800 und die Entwicklung dürfte sich exponentiell fortsetzen.

Die Unternehmensberatung BearingPoint hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie bekannt diese innovativen Zahlungsmittel in Deutschland sind und wie stark sie genutzt werden. Dazu wurden über 1.000 Konsumenten online befragt. Die Studie beschäftigt sich auch mit den grundlegenden Eigenschaften von Kryptowährungen im Vergleich zu staatlichen Zahlungsmitteln und Gold.

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Kryptowährungen: Bekannt, aber (noch) keine Alternative

Kryptowährungen erfreuen sich demnach großer Bekanntheit. Über 70 Prozent der Verbraucher kennen die innovativen Zahlungsmittel oder haben schon mal davon gehört. Allerdings gibt es eine große Lücke zwischen der Bekanntheit und der tatsächlichen Nutzung. Lediglich elf Prozent geben jedoch an, die neue Zahlungsform bereits benutzt haben, immerhin doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Staatliche Währungen (z.B. der Euro) sind Tausch- und Zahlungsmittel und bieten verschiedene Möglichkeiten der Anlage (z.B. Bargeld, Anleihen, Tagesgelder). Gold als Edelmetall beinhaltet neben der industriellen Nutzung vor allem die Funktionen der Tausch- und Werterhaltung (z.B. als Münzen, Goldzertifikate oder Goldfonds).

In Bezug auf die genannten Geldfunktionalitäten hinken die digitalen Währungen hinterher. Im Wettbewerb mit staatlichen Währungen und Gold werden sie als Außenseiter gesehen und nur von wenigen Nutzern als wettbewerbsfähig bezeichnet. Lediglich 34 Prozent halten deren Ablösung durch virtuelle Zahlungsmittel für wahrscheinlich. Allerdings sind dies dreimal so viele Nutzer wie vor einem Jahr.

Vertrauen und Rahmenbedingungen fehlen

Eine allgemeine Verbreitung von Kryptowährungen erfordert entsprechende technische und gesetzliche Rahmenbedingungen, die grundlegende Veränderungen im gesamten Finanzsystem nach sich ziehen. Themen wie Sicherheit, Werterhaltung und Zweckmäßigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle“

Dr. Robert Bosch, BearingPoint

Nur etwa ein Drittel der Befragten hält virtuelle Zahlungsmittel im Hinblick auf ihre Preisstabilität für vertrauenswürdig. Die Verbraucher vertrauen am stärksten der Preisstabilität des Goldes (81 Prozent), gefolgt von staatlichen Währungen (69 Prozent).

Laut der Studie wird Gold mit 79 Prozent als die beste Anlageform zur Werterhaltung wahrgenommen. 53 Prozent nehmen staatliche Währungen als geeignete Anlageform wahr und nur ein 31 Prozent würde für die Geldanlage virtuelle Währungen nutzen.

Auch beim Preisvergleich von Produkten und Dienstleistungen sehen 77 Prozent der Befragten staatliche Währungen als am besten geeignet an. Nur 48 Prozent halten Gold und nur 36 Prozent Kryptowährungen als Recheneinheit für geeignet.

Entwicklungspotenzial von Kryptowährungen

Auch wenn in absehbarer Zeit keine Ablösung traditioneller Zahlungsmittel zu erwarten ist, sollte die Finanzwelt Kryptowährungen jedoch mehr Beachtung schenken. Die Digitalisierung der Finanzwirtschaft führt zu einer Beschleunigung im Ablauf der Finanzprozesse, um Verbraucherbedürfnisse immer und jederzeit befriedigen zu können. So ermöglichen es Kryptowährungen beispielsweise, Zahlungen nahezu in Lichtgeschwindigkeit zu beauftragen und abzuwickeln. Daher ist ihr Einsatz aus Verbrauchersicht zukünftig sicherlich eine mögliche Alternative zu staatlichen Währungen und Gold als Zahlungsmittel oder Anlageform. Hierfür muss in Bezug auf die Geldfunktionen aber noch einiges passieren, um das Entwicklungspotenzial von Kryptowährungen auch wirklich auszuschöpfen.

Infografik: Kryptowährungen: Bekanntheit und Nutzung

Die folgende Infografik enthält die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Hinblick auf Bekanntheit und Nutzung von Kryptowährungen:

Infografik: Kryptowährungen: Bekanntheit und Nutzung

Kryptowährungen befinden sich im Wettstreit mit traditionellen Zahlungsmitteln

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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