Fünf Dimensionen für den verantwortungsbewussten Einsatz von KI

Wirtschaftliche Potentiale heben, Risiken vermeiden

Künstliche Intelligenz hat hohes wirtschaftliches Potential. Dies wird jedoch nur realisiert werden können, wenn Unternehmen verantwortungsbewusst mit den neuen Technologien umgehen. Fünf kritische Dimensionen gilt es dabei zu beachten.

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Der Einsatz von Technologien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 weltweit um zusätzliche 14 Prozent ansteigen lassen, das entspräche zusätzlichen 15,7 Billionen US-Dollar. Zu den wichtigsten Zielen im Zusammenhang mit Investitionen in KI gehören Effizienzsteigerung, Entscheidungsunterstützung, Steigerung von Erträgen, Innovationen und Risikominderung.

Eine Studie von PwC zeigt jedoch, dass dieses wirtschaftliche Potential nur dann gehoben werden kann, wenn der Einsatz der neuen Technologien verantwortungsvoll erfolge. Um einen Ansatz bei Entwicklung und Integration von KI zu vermeiden, der Unternehmen potenziellen Risiken aussetzt, müssten Führungskräfte ein umfassendes Verständnis für die Entwicklung und Integration verantwortungsvoller KI-Praktiken entwickeln.

5 Dimensionen für den verantwortungsbewussten KI-Einsatz

Die Entwicklung, Bereitstellung und das laufende Management von KI-Lösungen ist der Analyse zufolge anhand fünf erfolgskritischer Dimensionen zu bewerten:

  1. Governance,
  2. Ethik und Regulierung,
  3. Interpretierbarkeit und Erklärbarkeit,
  4. Robustheit und Sicherheit sowie
  5. Vorurteile und Fairness.

Unternehmen sollten sich auf diese Bereiche konzentrieren und darauf ihre spezifische Strategie, ihr Design, ihre Entwicklung und ihren Einsatz von KI zuschneiden. Dazu muss Künstliche Intelligenz in die strategische Planung eingebettet sein, um der wachsenden öffentlichen Besorgnis über Fairness, Vertrauen und Verantwortlichkeit gerecht zu werden.

Vorständen der Unternehmen ist dies durchaus bewusst: 85 Prozent der befragten CEOs gaben an, dass Künstliche Intelligenz die Art und Weise, wie sie ihre Geschäfte in den nächsten fünf Jahren betreiben, erheblich verändern würde, und 84 Prozent räumten ein, dass KI-basierte Entscheidungen erklärbar sein müssen, um vertrauenswürdig zu sein.

Unternehmen mit Nachholbedarf bei ethischen KI-Praktiken

Die Ergebnisse zeigen aber auch die fehlende Reife und eine Inkonsistenz zwischen Verständnis und Anwendung verantwortungsvoller und ethischer KI-Praktiken:

  • Nur 25 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einer Prüfung der ethischen Auswirkungen einer KI-Lösung vor der Umsetzung Priorität einräumen würden.
  • Lediglich 20 Prozent verfügen über klar definierte Prozesse zur Identifizierung von Risiken im Zusammenhang mit KI. Über 60 Prozent verlassen sich auf Entwickler, informelle Prozesse oder haben keine dokumentierten Verfahren.
  • Ethische KI-Rahmen oder Überlegungen waren vorhanden, aber die Durchsetzung war nicht einheitlich.
  • 56 Prozent gaben an, dass es ihnen schwerfallen würde, die Ursache zu artikulieren, wenn KI in ihrer Organisation etwas falsch gemacht hätte.
  • Mehr als die Hälfte der Befragten hat ihren Ansatz zur Bewertung von KI nach Verzerrungen nicht formalisiert und einen Mangel an Wissen, Instrumenten und Ad-hoc-Bewertungen angeführt.
  • 39 Prozent der Befragten mit skalierter KI waren sich nur bedingt sicher, dass sie wissen, wie sie ihre KI stoppen können, wenn etwas schief geht.

Chancen und Herausforderungen durch KI

Künstliche Intelligenz bedeutet für Unternehmen Chancen, aber auch inhärente Herausforderungen bezüglich Vertrauen und Verantwortlichkeit. Um Erfolge mit KI realisieren zu können, bedarf es integrierter Organisations- und Personalstrategien und -planung. Führungskräfte müssten die aktuellen und zukünftigen KI-Praktiken innerhalb ihrer Organisation überprüfen und Fragen stellen, um nicht nur potenzielle Risiken anzugehen, sondern auch zu ermitteln, ob eine angemessene Strategie, Kontrollen und Prozesse vorhanden sind.

KI-Entscheidungen sind mit denen von Menschen zu vergleichen. Unternehmen müssen in jedem Fall in der Lage sein, Entscheidungen zu erklären, um die damit verbundenen Kosten und Auswirkungen zu verstehen. Dabei gehe es nicht nur um Technologielösungen zur Erkennung, Korrektur, Erklärung und zum Aufbau sicherer und sicherer Systeme, sondern um eine neue Ebene der ganzheitlichen Führung, die vom ersten Tag an die ethischen und verantwortungsvollen Dimensionen der Auswirkungen von Technologien auf das Geschäft berücksichtigt.

Führungskräfte sollten daher aktiv die End-to-End-Integration einer verantwortungsbewussten und ethisch geführten Strategie für die Entwicklung von KI vorantreiben, um die wirtschaftlichen Potenziale mit der Transformation, die sie für Wirtschaft und Gesellschaft bewirken kann, in Einklang zu bringen. Das eine ohne das andere stelle ein grundlegendes Reputations-, Betriebs- und Finanzrisiko dar.

Zum Downloadlink zur Studie (engl.) gelangen Sie über Laterpay.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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