Der Meeting-Wahnsinn in Banken – Cartoon

Und was man dagegen tun kann

Besprechungen, Meetings und Telefonkonferenzen gehören für viele Bankmitarbeiter und –führungskräfte zum Alltag. Mitunter treibt der Meeting-Wahnsinn Blüten. Nur allzu oft bleiben Effizienz und Effektivität auf der Strecke.

Meetingwahn in Unternehmen

Mitarbeiter und Führungskräfte klagen über zu viele Meetings und Telefonkonferenzen in Unternehmen.

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Einer Untersuchung zufolge verbringen Entscheider in deutschen Unternehmen rund ein Drittel ihrer Arbeitszeit in Besprechungen oder Telefonkonferenzen.

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Anderen Untersuchungen zufolge verbringen deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich sechs Stunden pro Woche damit, in Meetings zu sitzen. Mindestens zwei Stunden von diesen sind jedoch reine Zeitverschwendung.

Und international glauben 40 Prozent der Mitarbeiter, dass Meetings wertvolle Zeit vergeuden und 70 Prozent sagen, dass sie keinen produktiven Beitrag zur Arbeit leisten würden.

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Cartoon: Meeting-Wahn

Der tägliche Meeting-Wahnsinn.
© Tom Fishburne

Ursachen für schlechte Meetings beseitigen

Ursachen für schlechte Meetings sind oft fehlende Vorbereitung, keine Tagesordnung, kein roter Faden, keine nutzbaren Ergebnisse. Und dann folgt mitunter noch ein Meeting, um das Versäumte nachzuholen.

Es kursieren zahlreiche Rezepte, wie Meetings gewinnbringend(er) gestaltet werden können. Meine Favoriten sind:

Setzen Sie für den nächsten Monat eine Höchstzahl für Meetings fest. Halten Sie diese ein! Setzen Sie das Verfahren drei Monate lang fort.

  • Entfernen Sie alle Stühle aus Sitzungsräumen. Stellen Sie ein oder zwei Stehpulte zum Schreiben von Notizen auf.
  • Vor Meetings liest sich ohnehin niemand die Unterlagen durch. Planen Sie die ersten fünf bis fünfzehn Minuten eines Meetings für die eigentliche Vorbereitung ein. Wenn jemand etwas anderes tut, werfen Sie ihn aus der Sitzung raus.
  • Definieren Sie bereits in der Einladung das Ziel und die Dauer des Meetings. Ist das Ziel früher erreicht umso besser, ist es nicht erreicht, schließen Sie die Sitzung. Folgesitzung dürfen dann nur noch halb so lange dauern, wie die vorhergehende; bis das Ziel erreicht ist.
  • Niemand darf länger am Stück als 10 Prozent der Dauer des Gesamtmeetings reden und kommt erst wieder an die Reihe, wenn alle anderes etwas beigetragen haben.
  • Über jedes Meeting wird ein Ergebnisprotokoll angefertigt, dass klare Anweisungen enthält, was von wem bis wann zu tun ist. Der Protokollant ist kein Mitglied des Arbeitsteams.
  • Wenn Sie persönlich das Gefühl haben, keinen Beitrag leisten zu können, verlassen Sie das Meeting.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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