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PSD2 und Open Banking: Chancen für Banken im digitalen Finanzökosystem

Cash ist King, doch wie teuer ist seine Verwaltung für die Banken?

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Vier Fragen an Vincenzo Fiore, CEO von Auriga

Aktuelle Studien zeigen, dass bargeldlose Bezahlsysteme sich in Deutschland noch nicht vollkommen durchgesetzt haben und Bargeld für einen großen Teil der Kunden die erste Wahl bleibt. Was bedeutet das finanziell für Banken? Wie können sie die Verwaltung des Geldes optimieren? Vier Fragen an Vincenzo Fiore, CEO von Auriga.

Handling von Bargeld

Banken müssen die teure Verwaltung von Bargeld unter Kostengesichtspunkten optimieren

Eine erst kürzlich von ING-DiBa durchgeführte Umfrage in dreizehn europäischen Ländern sowie Australien und den USA zeigt, dass bargeldlose Bezahlsysteme sich noch nicht vollkommen durchgesetzt haben und Bargeld für einen großen Teil der Kunden die erste Wahl bleibt. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern belegt Deutschland den Spitzenplatz, wenn es um Bares geht und bildet zugleich das Schlusslicht beim Thema Mobile Banking. Beim Bezahlen von großen oder kleinen Summen mit Bargeld liegen die Deutschen vor den USA und dem europäischen Durchschnitt. Deutsche haben eine sehr intensive Beziehung zu Bargeld wie einige Details zeigen: So geben 90 Prozent an, „häufig“ oder „fast immer“ Bargeld bei sich zu haben. Und 84 Prozent geben an, dass sie es sich nicht vorstellen können, vollkommen auf Bargeld zu verzichten. Im Vergleich zu einem europäischen Durchschnitt von 76 Prozent.

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Vier Fragen an Vincenzo Fiore

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, Vincenzo Fiore vier Fragen zum Thema Bargeld und dessen Handling zu stellen. Er ist Gründer und CEO von Auriga, einem Anbieter von Software und Anwendungslösungen für die Omni-Kanal-Bank.

Vincenzo Fiore, Auriga

Vincenzo Fiore ist Gründer und CEO von Auriga, einem IT-Dienstleister für Banken

Der Bank Blog: Herr Fiore was bedeutet für Banken der unverändert hohe Anteil von Bargeld beim Bezahlen?

Vincenzo Fiore: Daraus ergeben sich unterschiedliche Konsequenzen für Banken, zu denen auch die Probleme in Zusammenhang mit der Bargeldverwaltung, dem Transport und der sicheren Verwahrung zählen und die eine signifikante Auswirkung auf die Kosten haben. Während sich der Übergang zu bargeldlosen Bezahlsystemen in Deutschland hinzieht, müssen Banken versuchen, die mit Bargeld verbundenen Kosten zu senken, mit Softwares, die ermöglichen, zuverlässig vorab den Bargeldbedarf aller vorhandenen Cash Points zu berechnen. Für ein automatisiertes Bargeld-Management, das erfolgreich und effizient ist. Dies sollte zu einer drastischen Verringerung der Serviceausfälle für die Kunden bei einer gleichzeitigen Kostenreduzierung für die Bank führen.

Der Bank Blog: Auriga hat erst kürzlich die Lösung WWS Cash Management für die Optimierung der Bargeld-Verwaltung entwickelt. Was ermöglicht sie?

Vincenzo Fiore: WWS Cash Management ist wie alle Module der IT-Plattform WinWebServer (WWS) eine herstellerunabhängige Multikanal-Software, die in der Lage ist, den gesamten Bargeldbestand und den Nachschubprozess für alle im Cash-Management-Prozess involvierten Cash-Points zu optimieren, antizipieren, automatisieren, unterstützen, kontrollieren und anzuzeigen. Somit werden die Selfservice-Verfügbarkeit gesteigert und die Bargeldbeschaffungskosten für alle Bargeldstellen innerhalb und außerhalb der Filiale (GAAs, ASDs, TARMs, TCRs) gesenkt.

Der Bank Blog: Wie funktioniert WWS Cash Management?

Vincenzo Fiore: Das System beginnt mit der Analyse der Daten zum Bargeldbedarf und –transport der mindestens letzten zwölf Monate, um durch selbstlernende Algorithmen den Bargeld- oder Münzbedarf (auch unterschiedlicher Währungen und Stückelungen) für jeden Cash Point zu ermitteln. Jede Auftragserstellung zur Aufstockung oder Leerung der Geldscheine oder Münzen kann dem Filialleiter vorgelegt werden, der sie akzeptieren, ablehnen, bearbeiten oder komplett neu erstellen kann. Es handelt sich um eine Lösung, die umfassend ein erfolgreiches Cash-Management ermöglicht.

Der Bank Blog: Wovon hängt die Kostenreduzierung ab?

Vincenzo Fiore: Eine Kostenreduzierung zwischen 10 und 25 Prozent ergibt sich unter anderem aus der Echtzeit-Beobachtung der Bestände und der Kontrolle des gesamten Lagerungs- und Aufstockungsprozesses. Außerdem werden Einsparungen mit den geringeren Bargeldbeständen in den Cash Points erzielt, dank der Optimierung der Geldmenge durch die Stückelung der Summe und der geringeren Bargeldtransporte. Weitere Vorteile sind die niedrigeren Versicherungskosten verbunden mit kleineren Lagerbeständen und der so gesteigerten Sicherheit. WWS Cash Management ist eine Lösung für den Erhalt der Effizienz bei der Bargeldhandhabung in Ländern wie Deutschland, wo die Wirtschaft weiterhin auf Bargeld basiert.

Der Bank Blog: Vielen Dank für das kurze Gespräch.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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