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PSD2 und Open Banking: Chancen für Banken im digitalen Finanzökosystem

Werbung muss Emotionen erlebbar machen

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Finanzdienstleister mit Nachholbedarf

Das Marketing muss Werbebotschaften emotional anreichern, um erfolgreich beim Kunden anzukommen

Auch Banken und Sparkassen müssen ihre Werbebotschaften emotional anreichern, um erfolgreich beim Kunden anzukommen
© Shutterstock

Content Marketing lautet eines der meistbenutzten Schlagwörter. Doch was steckt dahinter? Einige Beispiele machen deutlich, was Banken und Sparkassen stärker beachten sollten.

Inhalte sind wichtig

Im Content Marketing wird versucht, mit hochwertigen Inhalten, nicht nur Kunden zu gewinnen, sondern auch die Werbung an sich durch Kunden weiter verteilen zu lassen. Das Social Web bietet hierfür zahlreiche Anknüpfungspunkte.

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Eines der Klassiker, die in jedem Verkaufsseminar vermittelt werden, ist der Satz „Verkaufsentscheidungen werden nicht zwischen den Ohren, sondern im Bauch getroffen“. Nun mag bei Finanzentscheidungen der Verstand durchaus vorgeschaltet sein, um aber überhaupt den (potentiellen) Kunden zu erreichen, müssen zumindest die ausgesendeten Werbebotschaften emotional aufgeladen sein.

Ich will auch mal ein Spießer werden

Die letzte wirklich gut gemachte und emotional berührende Finanzwerbung, an die ich mich erinnern kann, war die Spießer Werbung der LBS. Das war 2002, ist also mehr als zehn Jahre her und auch, wenn die LBS heute versucht, an die damalige Kampagne anzuknüpfen, so ist dies leider nur ein müder Abklatsch.

Emotionen sind Trumpf

Um beim Kunden anzukommen, muss Werbung jedoch auch heute noch emotional sein, darüber hinaus aber auch Inhalte bieten. Dies gelingt z.B. durch das Erzählen einer Geschichte, was durch die Kürze eines Spots nicht ganz einfach ist.

Immer wieder gut geeignet hierfür sind Tiere, und es müssen nicht notwendigerweise Katzen sein, die ja bekanntlich besonders gut im Social Web anzukommen scheinen.

Wie dies in nur einer Minute erfolgreich gelingen kann, zeigt Budweiser, mit einem beeindruckenden Spot, der zu den absoluten Highlights des diesjährigen Superbowls zählte und inzwischen rund 51 Millionen (!) mal auf YouTube angesehen wurde.

Hier die aktuelle Fortsetzung:

Ansatzpunkte für Finanzdienstleister

Nun mögen Kritiker einwenden, dass die gezeigten Spots mit Bier ein haptisch und sensorisch erlebbares Produkt bewerben und Finanzdienstleistungen nun mal abstrakt sind. Stimmt, aber erstens sind die Kunden dieselben, zweitens sieht man in den gezeigten Spots überhaupt kein Bier und drittens hat die Spießer Kampagne gezeigt, dass es auch mit Finanzprodukten erfolgreich gelingen kann, in kurzer Zeit Emotionen mit Humor zu kombinieren und damit die Kunden zu erreichen.

Gute Werbung dreht sich heute nicht mehr alleine um das Produkt sondern darum, wofür ein Produkt oder ein Unternehmen steht und welche Wünsche und Träume damit realisiert werden können. Konsumenten interessieren sich immer weniger für das Produkt sondern vielmehr, wofür es steht: Freiheit, Prestige, Verbindungen…

Entscheidend ist das Erzählen einer Geschichte, welche die Menschen anspricht, anregt, unterhält oder berührt. Und wenn man wieder mal zurückkehrt an das, wozu Finanzdienstleistungen eigentlich gedacht sind, nämlich dazu, einen Bedarf zu befriedigen und dabei zu unterstützen, Wünsche zu erfüllen, Flexibilität oder Sicherheit zu erlangen, dann dürfte dies nicht allzu schwer sein.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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