Wie Open Banking das Firmenkundengeschäft verändert

Zusammenarbeit und Ko-Innovation als Voraussetzung für Erfolg

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Eine aktuelle Studie ist der Frage nachgegangen, wie Open Banking die Finanzindustrie und insbesondere die Zusammenarbeit im Corporate Banking verändert. Zusammenarbeit und Ko-Innovation sind demnach Voraussetzung für den Erfolg.

Trends, Studien und Research zum Firmenkundengeschäft, Corporate und Investment Banking

Studien und Research zu Trends und Entwicklungen im Firmenkundenbereich der Banken, inklusive Corporate und Investment Banking.

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Laut einer Umfrage von Accenture sind 90 Prozent der Banker davon überzeugt, dass Open Banking das organische Wachstum von Banken um 10 Prozent steigern kann. Eine globale Bankenstudie hat zudem ergeben, dass 86 Prozent der Banken in den nächsten 12 Monaten offene APIs nutzen möchten, um Open-Banking-Funktionen zu ermöglichen.

Ein gemeinsames Whitepaper des Business Engineering Institute an der Universität St. Gallen und der Commerzbank versucht, diese Entwicklungen aufzugreifen und die Chancen und Auswirkungen des Trends zur Öffnung der bankeigenen IT-Systeme besser zu verstehen.

Open Banking im Firmenkundengeschäft

Die Analyse befasst sich mit der Zukunft der Zusammenarbeit im Corporate Banking. Und geht den Fragen nach, was Open Banking ausmacht und wie es die Wertschöpfung insbesondere im Firmenkundengeschäft verändern wird.

Open Banking wird dabei als weitreichendes Konzept verstanden, das neben dem technischen Aspekt der Kommunikation unterschiedlicher IT-Systeme über APIs auch kulturelle Aspekte wie eine offene Denkweise und eine Kultur des Vertrauens umfasst. Open Banking sei die Kombination technischer und geschäftlicher Komponenten durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern auf Augenhöhe mit dem Ziel, Innovationen zu fördern, die unmittelbar den Kundennutzen erhöhen. Dies sei der unmittelbare Erfolgsfaktor von Open Banking.

Zusammenarbeit und Ko-Innovation

Kollaboration und Ko-Innovation seien Schlüsselfaktoren. Nur durch die Kombination der richtigen Ressourcen und des Know-hows über Unternehmensgrenzen hinweg seien Akteure in der Lage, innovative und ganzheitliche Lösungen für ihre Kunden zu schaffen.

Insbesondere Großbanken mit ihren langjährigen Erfahrungen verfügten über einen großen Erfahrungsschatz und erprobte technologische Fähigkeiten (z.B. Umgang mit Daten, technische Schnittstellen und Automatisierung), welche unter anderem in Partnerschaften eingebracht werden können. Dabei geht es darum, notwendige technische Grundlagen mit den Partnern zu schaffen, gemeinsam Chancen zu erkennen und die richtigen Ressourcen zu identifizieren und zu nutzen.

Open Banking ist mehr als Plattform-Banking

Bei Open Banking handele es sich nicht lediglich um ein weiteres Plattform-Modell, sondern schließe ganz unterschiedliche strategische, organisatorische und technische Aspekte ein und schaffe zusätzlichen Kundennutzen durch die Zusammenarbeit relevanter Parteien. Dies sei möglich, indem auf bestehende Fähigkeiten und Kompetenzen im Netzwerk zurückgegriffen werden kann.

In einer zunehmend komplexeren Welt lasse sich das vollständige Potential von Open Banking nicht von einer Partei alleine heben. Nur durch Partnerschaften auf Augenhöhe mit Kunden, anderen Unternehmen oder FinTechs könne der eigentliche Wert von Open Banking erkennbar werden.

Geschäfts- und Firmenkunden als wichtiger Bereich

Die Analyse identifiziert drei grundlegende Bedürfnisse von Firmenkunden:

  • maßgeschneiderte Produkte und Lösungen,
  • eine hohe Automatisierung und End-to-End-Integration sowie
  • eine sogenannte hybride digital-persönliche Beziehung.

Das Vorhandensein einer vordefinierten Reihe von Produkten und der richtigen technischen Instrumente zu deren Bereitstellung reichen nicht aus, um den genannten Bedürfnissen ganzheitlich gerecht zu werden. Diese Bedürfnisse gesamthaft zu befriedigen erfordere Kooperationen, da nur der Austausch von Ideen die Entwicklung von Angeboten ermöglicht, die zusätzlichen Kundennutzen schaffen und über das hinausgehen, was alle Akteure im Alleingang hätten erreichen können.

Darüber hinaus sind ein persönliches Verhältnis und Vertrauen weiterhin wichtige Erfolgsfaktoren für den Aufbau einer erfolgreichen und langfristigen Kundenbeziehung. Lösungen sollten in enger Kooperation mit dem Kunden geschaffen und bereitgestellt werden.

Kooperationen als Schlüssel zum Erfolg

Echte Werte werden selten von einer Partei alleine geschaffen. Enge Zusammenarbeit und Kooperationen sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg in der heutigen Wirtschaftswelt.

Die beste Idee genügt oft alleine nicht, wenn Ressourcen, Know-how und die Ausdauer für eine erfolgreiche Umsetzung fehlen. In der Zukunft müssen Organisationen viel offener miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Jede Partei bringt einzigartige Fähigkeiten ein, und wenn die Stärken aller Parteien kombiniert werden, ist das Potenzial für innovative Lösungen nahezu unbegrenzt.

McKinsey & Company schätzen die Wertschöpfung im Rahmen der organisations- und branchenübergreifenden Zusammenarbeit auf 60 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2025. FinTechs sind dafür bekannt, dass sie in der Vergangenheit von etablierten Banken oft als Bedrohung betrachtet wurden. Nun haben allerdings beide Parteien erkannt, dass großes Potenzial in einer Zusammenarbeit besteht. Erst die Kombination ihrer Fähigkeiten führe zur Steigerung des Kundenutzens.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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