Deutsche Banken müssen beim Open Banking aufholen

Ländervergleich zeigt: Deutschland mit Scheu vor Innovation

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Open Banking ist einer der vielversprechendsten Trends der Bankenbranche. Während international die Zusammenarbeit mit FinTechs als wichtiger Erfolgsfaktor gesehen wird, sind deutsche Institute deutlich zögerlicher und scheuen vor Innovationen zurück.

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In einer aktuellen Studie von Finastra wurden 774 Finanzinstitute aus Deutschland, Frankreich, Hongkong, Singapur, den USA, Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu ihrer Haltung gegenüber Open Banking befragt. Dabei sahen nur 40 Prozent der deutschen Finanzinstitute Open Banking als ein Must-have an, gegenüber 64 Prozent bei internationalen Banken.

Auch bei der Implementierung von offenen Programmschnittstellen (APIs) in das hauseigene Bankensystem zeigen sich die deutschen Kreditinstitute weniger innovationsfreudig als der Durchschnitt. Während immerhin 75 Prozent der deutschen Institute den Einsatz von APIs für die nächsten zwölf Monate vorsähen, sei dies international bei 88 Prozent der Banken für das kommende Jahr in Planung.

Effizienz und Kosteneinsparungen im Vordergrund

Deutsche Banken erhoffen sich von Open Banking Technologien vor allem eine höhere Wettbewerbsfähigkeit (46 Prozent) sowie eine Reduzierung der Kosten (44 Prozent). Auch Unternehmenswachstum (35 Prozent) und die Erfüllung von Kundenerwartungen (34 Prozent) seien dem zwar untergeordnete, aber dennoch wichtige Faktoren.

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Beim Einsatz innovativer Technologien zeigt sich ebenfalls eine klare Priorisierung: Künstliche Intelligenz werde von 39 Prozent der deutschen Banken in den kommenden 12 Monaten implementiert oder weiterentwickelt, Mobile Banking rangiert mit 37 Prozent knapp dahinter. Cloud Computing (32 Prozent) und APIs (31 Prozent) stünden insgesamt bei etwas weniger Banken auf der Agenda für das kommende Jahr.

Branche klagt über fehlende Unterstützung bei Innovationen

Weltweit seien sich Finanzinstitute einig, dass das Konzept Open Banking zwar noch nicht ausgereift sei, aber enormes Potenzial beherberge. Deutsche Banken merkten allerdings an, dass von Seiten der Regierung die Unterstützung der Branche bei Innovationen fehle und Regierungsaktivitäten vielmehr als Hürde für Innovationen wahrgenommen würden (44 Prozent). 2019 habe der Anteil der Banken mit dieser Meinung noch bei 38 Prozent gelegen.

Meistgenannte Herausforderung deutscher Banken, Innovationen technisch umzusetzen, sei deren starke Regulierung (34 Prozent). Auch international werde diese Herausforderung häufig genannt. Allerdings zeigt sich die internationale Konkurrenz dennoch zukunftsgewandter: 97 Prozent der amerikanischen Finanzinstitute und 95 Prozent der Banken in Hongkong, sehen Kollaboration als einen wichtigen Erfolgsfaktor für ihre Unternehmensstrategie an.

Doch auch im Gesamtdurchschnitt zeigt sich: Open Banking ist und bleibt ein Thema von hoher Relevanz. So gaben 89 Prozent aller Befragten an, Kollaboration sei ein wichtiger Faktor für Unternehmenserfolgt und 84 Prozent bestätigten, dass sie durch die Implementierung von Open Banking ihr aktuelles Geschäft bereits effizienter gemacht hätten.

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Über den Autor

Pascal Brückner

Pascal Brückner ist freier Mitarbeiter des Bank Blogs für die Rubrik Studien und Research. Er studiert Psychologie an der Universität in Bamberg und ist in einer studentischen Unternehmensberatung aktiv.

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