Was die Generationen Y und Z in Corona-Zeiten bewegt

Stress statt Entschleunigung

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Millennials und Generation Z blicken nicht mehr so positiv auf die wirtschaftliche Zukunft wie in den Jahren zuvor. Stress, Sorgen um die Umwelt und die Sicherheit beschäftigen sie. Dabei hatte die Entschleunigung der Pandemie Anfang 2020 noch eine beruhigende Wirkung.

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Während der Corona-Pandemie blicken junge Menschen in Deutschland mit weniger Hoffnung in die wirtschaftliche Zukunft. Das hat eine Untersuchung der Unternehmensberatung Deloitte ergeben. Demnach erwarten 47 Prozent der Jahrgänge 1983 bis 1994 in Deutschland eine Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Vor zwei Jahren waren dies lediglich 32 Prozent. Die Jahrgänge 1995 bis 2003 erwarten dies zu 45 Prozent. Auch dies waren vor zwei Jahren noch 32 Prozent.

Pandemiebedingter Stress

Die verschlechterten wirtschaftlichen Erwartungen gehen bei den befragten jungen Menschen mit Stress einher: 28 Prozent der Millennials und 38 Prozent der Gen Z aus Deutschland gaben an, dass ihre langfristige finanzielle Zukunft Ängste bei ihnen auslöse. Global liegen die Werte noch höher bei jeweils 46 und 47 Prozent.

Auffällig ist dabei der Unterschied zwischen den Geschlechtern – insbesondere in Deutschland. So fühlen sich hierzulande 43 Prozent der weiblichen Millennials gestresst – bei den Männern sind es nur 28 Prozent. Bei der Generation Z ist dieser Unterschied noch einen Prozentpunkt größer.

Insgesamt fühlen sich die Millennials aus Deutschland etwas weniger gestresst als ihre Altersgenossen im Ausland: 36 Prozent von ihnen sagen, dass sie sich oft oder immer gestresst fühlten – weltweit liegt der Wert bei 41 Prozent. Bei der Generation Z liegen die Werte sowohl in Deutschland als auch global jeweils bei 46 Prozent.

Dabei war der Anteil der gestressten jungen Menschen zu Beginn der Pandemie um 19 und zwölf Prozentpunkte zurückgegangen. Eine Erklärung dafür war die ungewohnte Entschleunigung ihres Alltags.

Resilienz in der Krise

Durch die Studie konnte außerdem festgestellt werden, dass die jungen Deutschen pandemiebedingte Probleme weniger in positive Energie für gesellschaftliches Engagement umwandelt als Gleichaltrige im Ausland: 36 Prozent der Millennials in Deutschland reagierten nach eigener Aussage auf die Pandemie, indem sie etwas unternehmen, um die Gesellschaft positiv zu verändern. Weltweit lag dieser Anteil bei 59 Prozent. In der Generation Z lag der Anteil in Deutschland bei 43 und global ebenfalls bei 59 Prozent.

Positive Nebeneffekte der Pandemie?

Auch wenn sich die wirtschaftlichen Erwartungen der jungen Generation während der Pandemie verschlechtert haben, seien doch auch einige positive Aspekte zu erkennen. So erwarten 43 Prozent der weltweit Befragten der Generation Z, dass das Mitgefühl unter Menschen nach der Pandemie höher sein wird als vorher. In Deutschland sind dies 29 Prozent. Millennials in Deutschland und weltweit teilen diese Hoffnung, insgesamt aber etwas weniger optimistisch.

Drängende Probleme

Obwohl sich die wirtschaftlichen Aussichten der unter 40-Jährigen in Deutschland verschlechtert haben, sehen sie andere gesellschaftliche Anliegen als noch drängender: Die Entwicklung der Umwelt und des Klimas ist für 38 Prozent der Millennials und 39 Prozent der Generation Z das wichtigste Anliegen.

Auf dem zweiten Platz liegt bei Millennials der Anstieg von extremistischen politischen Ansichten (20 Prozent) und bei Gen Zs der Terrorismus (20 Prozent).

Global sehen nur 26 Prozent der Gen Zs Umweltprobleme als größte Bedrohung. Kurz darauf folgt schon die Bedrohung durch Arbeitslosigkeit für 25 Prozent der Befragten. Unter globalen Millennials sind Umweltängste sogar auf Platz drei: 26 Prozent sorgen sich darum, während 27 Prozent Arbeitslosigkeit und 28 Prozent Gesundheitsversorgung als dringendste Probleme erachten.

Die Studie „Millennial Survey 2021: A call for accountability and action“ können Sie hier direkt herunterladen.

 

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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