Europäische Zentralbank will flexibel bleiben

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Insiderquellen zufolge will die Europäische Zentralbank mit ihrer derzeit extrem expansiven Geldpolitik weiterhin flexibel bleiben. Ein Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm solle von der aktuellen Konjunkturentwicklung abhängig gemacht werden.

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Im Bankenbrief informiert der Bundeverband Deutscher Banken jeden Tag über aktuelle News und Ereignisse aus der Finanz- und Bankenwelt.

Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

Insider: EZB will bei Einstieg in den Ausstieg flexibel bleiben

Die Europäische Zentralbank (EZB) will sich nicht auf ein konkretes Enddatum für ihr Anleihekaufprogramm festlegen, um mit ihrer derzeit extrem expansiven Geldpolitik möglichst flexibel zu bleiben. Das wurde heute unter Berufung auf drei Insider berichtet. Die Notenbanker würden damit auch betonen, dass ihr Stimulus-Programm keinem vorherbestimmten Kurs folge. Jegliche Schritte hingen von den Konjunkturdaten ab, hieß es. Die EZB will sich zudem am Ausstieg der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) aus deren Anleiheprogramm, dem sogenannten Tapering, orientieren. Die hatte ihre Wertpapierkäufe in mehreren Schritten auf Null verringert. „Die Fed hat den erfolgreichsten Ausstieg bewerkstelligt, daher ist es das Beispiel, das wir studieren“, sagte einer der Insider. Unterdessen erwarten Volkswirte, dass die europäische Notenbank im September ein Abschmelzen ihrer Anleihekäufe gegen Null oder eine Reduzierung des monatlichen Kaufvolumens beschließen wird. Das sagten knapp drei Viertel der von Reuters befragten Volkswirte. Laut der heute veröffentlichten Umfrage rechnen 18 Prozent mit einem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erst im Oktober.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

Geldvermögen der Deutschen auf Rekordstand

Trotz historisch niedriger Zinsen ist das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Nach heutigen Angaben der Bundesbank stieg es im ersten Quartal dieses Jahres um 1,5 Prozent auf 5.676 Milliarden Euro. Zum Geldvermögen zählen Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen – nicht aber Immobilien.

Nach Brexit: Großbritannien erkennt finanzielle Verpflichtungen an

Die britische Regierung hat erstmals eingeräumt, dass sie finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union (EU) nach dem Austritt nachkommen will. Das schrieb Joyce Anelay, Staatsministerin im Außenministerium, in einer Stellungnahme an das Parlament, ohne einen Betrag zu nennen. EU-Politiker hatten eine Summe von bis zu 100 Milliarden Euro genannt, die das Vereinigte Königreich zahlen müsste, beispielsweise für Pensionen von EU-Beamten oder für gemeinsame Schulden.

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldungen:

  • Commerzbank Marktführer bei LBO-Finanzierungen
  • JPMorgan übertrifft Analysten-Erwartungen.
  • Rocket Internet verabschiedet sich aus Fintech-Szene.
  • SEB steigert operativen Gewinn.
  • Citi mit Gewinnrückgang.
  • Goldman Sachs lockert Kleidervorschriften.

Was am Montag wichtig wird

Am Montag stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • In Brüssel beginnt die zweite Runde der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). EU-Verhandlungsführer Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis werden dabei erstmals über ganz konkrete Fragen sprechen, beispielsweise über die Rechte der Briten in der EU und die der EU-Bürger im Vereinigten Königreich nach dem Ausstieg.
  • Chinas Statistikbehörde veröffentlicht die Daten zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal
  • Das europäische Statistikamt Eurostat veröffentlicht die Inflationsrate für Juni 2017.

Über den Autor

Bankenverband

Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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