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PSD2 und Open Banking: Chancen für Banken im digitalen Finanzökosystem

Sieben Erfolgsfaktoren für Mobile Payment

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Mehr als nur ein Henne-Ei-Problem

Abgesehen von der vorherrschenden Bargeld-Präferenz wird die langsame Verbreitung von Mobile Payment gemeinhin als Henne-Ei-Problem angesehen. Um Konsumenten zu überzeugen, gibt es aber noch andere Bedingungen, die erfüllt sein sollten.

Payment am Point of Sale

Traditionelles bargeldloses Bezahlen am Point of Sale mit Karte und PIN.

Kontaktloses Bezahlen befindet sich hierzulande zwar im Aufwind, doch bislang nahezu ausschließlich per Karte. Das Smartphone als mobiles Portemonnaie ist noch Zukunftsmusik. Dafür gibt es mehrere Gründe:

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  • Da ist das Henne-Ei-Problem, d.h. Voraussetzung für mobiles Bezahlen sind auf der einen Seite Kunden, die es tun und auf der anderen Seite Händler, die es anbieten. Der Ausbau der NFC-Terminals kommt zwar gut voran, ist aber längst noch nicht flächendeckend.
  • Deutschland ist unverändert Bargeldland, auch wenn Studien zufolge kontaktloses Bezahlen (per Karte!) auf dem Vormarsch ist. Vor allem Sicherheitsbedenken der Konsumenten bremsen Mobile Payment in Deutschland.
  • Zwar hat eine Studie schon vor einigen Jahren mehr als 80 Anbieter von Mobile Payment Lösungen gezählt, ein richtiger Platzhirsch mit entsprechender Sogwirkung ist bislang jedoch nicht in Erscheinung getreten.

7 Erfolgsfaktoren im B2C-Markt für Mobile Payment

In der letztgenannten Studie hat PWC sieben Erfolgsfaktoren für eine Verbreitung von Mobile Payment im Endkonsumentenbereich vorgestellt:

  1. Hohe Reichweite: Möglichst viele Händler die eine entsprechende Lösung sowohl am stationären POS als auch online akzeptieren.
  2. Sichtbarkeit: Die Anwendung sollte in AppStores leicht auffindbar und prominent platziert sein.
  3. Multi-Kanal-Fähigkeit: Die Lösung sollte sowohl online als auch am stationären POS genutzt werden können.
  4. Komfort: Anmeldung und Registrierung müssen schnell und unkompliziert funktionieren. Der Bezahlvorgang muss sich mit wenigen Klicks abschließen lassen.
  5. Bedienung und Sicherheit: Die App muss stabil laufen, die Benutzerführung muss einfach sein und höchsten Sicherheitsstandards entsprechen.
  6. „Wallet-Fähigkeit“: Eine Payment Lösung muss die Einbettung von Bonusprogrammen, Coupons, Kundenkarten und Mehrwert- sowie Premiumdiensten unterstützen.
  7. Mehrwert: Eine App sollte mehr bieten als nur eine reine Bezahlfunktion, beispielsweise Produktinformationen und -Empfehlungen, Preisvergleiche, Transaktionshistorie, Location-Finder sowie Integration in soziale Netzwerke.

Derzeit sehe ich hierzulande noch keine Lösung, die alle Punkte erfüllt. Apple-Pay ist sicherlich das am weitesten fortgeschrittene System und wird nach seiner Einführung Richtschnur für alle anderen Anwendungen werden. Es bleibt also noch viel zu tun, um Mobile Payment zur Verbreitung zu verhelfen.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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