Fertige Bots für die genossenschaftliche Finanzgruppe

Die 4. industrielle Revolution frisst den, der schläft

Folgen vernetzter Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz

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Digitale Vernetzung und Künstliche Intelligenz  sind epochale Basisinnovationen, die schubartig alle Bereiche der Gesellschaft durchdringen und Motor eines umfassenden, disruptiv verlaufenden Strukturwandels sind. Es wird Zeit, darüber nachzudenken, wie wir zukünftig leben wollen.

Buchtipps und Leseempfehlungen für Bankmanager und -mitarbeiter

Die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen ist als Bestandteil einer Karriere in Zeiten der Veränderung allgemein akzeptiert. Dass „Lesen bildet“ weiß schon der Volksmund. Obwohl wir alle tagtäglich viel zu viel lesen „müssen“, lesen wir wohl alle gleichzeitig auch viel zu wenig. Im Bank Blog finden Sie daher Hinweise und Empfehlungen auf interessante Bücher, die Ihnen neue Erkenntnisse und Ideen vermitteln sollen.

Partner des Bank Blogs

Die SWK-Bank ist Partner des Bank Blogs

Wir erleben seit zehn Jahren eine sich beschleunigende digitale Vernetzung des Produktionsprozesses von Rohstoffen bis zum Kunden. Dies geschieht durch interaktive Kommunikation zwischen Maschine, Mensch und Maschine bis hin zu autonomen, maschinellen Entscheidungen. Dabei werden riesige Datenmengen gesammelt und von umfassend vernetzten Systemen mit lernfähigen Algorithmen „selbständig“ verarbeitet – auch zu maschineneigener Effizienzsteigerung und Weiterentwicklung.

Diese digitale Vernetzung und die Entwicklung Künstlicher Intelligenz sind epochale Basisinnovationen, die

  • alle Bereiche des täglichen Lebens in der Gesellschaft durchdringen,
  • Motor eines umfassenden, disruptiv verlaufenden Strukturwandels sind und
  • technologische Basis für unabsehbar viele Nachfolgeinnovationen sein werden.

Produktion, Logistik, Handel und Dienstleistungen verändern sich so grundlegend und umfassend, dass unsere Art und Weise des Wirtschaftens und unser gesellschaftlicher Alltag bis zum Jahr 2035 völlig anders sein werden als heute.

Um in dieser Welt zu überleben,

  • müssen Unternehmen permanente Innovationsspiralen etablieren, um erfolgversprechende neue Möglichkeiten zu nutzen,
  • müssen Staaten das Primat der Politik durchsetzen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die ökologische Transformation zu gestalten,
  • müssen Menschen lernen, analoge Freiräume und digitale Souveränität zu verteidigen. Dabei gewinnt die familiäre und spirituelle Fundierung an Bedeutung.

Reshoring und First Principle Thinking

Seit 2012 wächst die Weltproduktion schneller als der Welthandel, d.h. die Globalisierung verlangsamt sich. Die vernetzte, autonome Fertigung von Gütern und Dienstleistungen wird verstärkt kundennah in den Hauptkonsumregionen Europa, Nordamerika und Ostasien konzentriert. Dies ist auch politisch gewollt: Wertschöpfungsketten sollen resilienter werden! Reshoring und relative De-Globalisierung haben weitreichende (geo-)politische Implikationen. Sie verteilen Einkommen zugunsten der technologisch Führenden, steigern die Kriegsgefahr, eröffnen aber auch neue sozial-ökologische Chancen für regionale Wirtschaftskreisläufe.

Buchtipp: Wie wir leben wollen

Wie wir leben wollen – Frank Schmiedchen

Über 65 Prozent der deutschen Unternehmen haben eine umfassende Industrie 4.0 – Strategie. Diese wird umso erfolgreicher sein, je stärker Produkte aus ihren fundamentalen Eigenschaften heraus kundenorientiert neu gedacht und gestaltet werden. Dies umfasst u.a. Produkt- und Fertigungsdesign sowie Materialien- und Technologiemix. Dabei spielen auch politische Anforderungen der sozial-ökologischen Transformation eine Rolle. Auch kleine und mittlere Unternehmen können so zu Disruptoren werden, die ihre Branche grundlegend verändern.

Chancen für soziale und ökologische Fortschritte nutzen

Der heutige Stand der vernetzten Digitalisierung bietet einen enormen Raum für mehr soziale Gerechtigkeit und Freiheit, der aber kaum genutzt wird. Die erzielten Erhöhungen von Produktivität, Material- und Energieeffizienz können genutzt werden, um mehr und besser öffentliche Güter bereitzustellen, die Lebensqualität des Einzelnen sowie der Gesellschaft zu erhöhen und damit einen gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsgewinn entfalten. Die deutliche Stärkung des sozialen Zusammenhalts ist unbedingte Voraussetzung dafür, dass unsere offene, demokratische Gesellschaft in den nächsten zwanzig Jahren den schärfer werdenden Systemwettbewerb überlebt!

Erfahrungen haben bewiesen, dass Kooperation und Wettbewerb zwischen öffentlichen, genossenschaftlichen und privaten Wirtschaftsakteuren zu besseren Ergebnissen führen als das Setzen auf eine Karte. Unterschiedliche Zielsysteme liefern wertvolle Antwortbeiträge auf neue Herausforderungen (z.B. Klimawandel, Demographie). Diese Akteursvielfalt und Zieldiversität (Bereitstellung öffentlicher Güter, Gemeinwohlorientierung, privatwirtschaftliches Gewinnstreben) hat sich als besonders krisenresilient gezeigt.

Verantwortung der Wissenschaft: Einladung zum Mitdenken!

Wir müssen verstehen, wie sich die verschiedenen Entwicklungen gegenseitig verstärken und auf unser tägliches Leben und unsere Gesellschaft wirken. Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. (VDW) hat deshalb 2017 eine Studiengruppe zu den Technikfolgen der Digitalisierung eingesetzt, die dazu beiträgt, die Diskussion in unserem Lande über die beste Art der weiteren vernetzten Digitalisierung und des Einsatzes Künstlicher Intelligenz voranzubringen.

Auch in Deutschland werden die Wirkungen der Digitalisierung meist nur ausschnittsweise betrachtet. Was fehlt, ist ein Gesamtbild. Deshalb hat die VDW das Buch „Wie wir leben wollen“ geschrieben, um aus verschiedenen Wissenschaftsperspektiven die Zusammenhänge und Rückwirkungen digitaler Innovationen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zu beleuchten. 18 namhafte Autoren aus Wissenschaft und Wirtschaft zeichnen auf 300 Seiten ein spannendes Gesamtbild neuester digitaler Entwicklungen. Das Buch lädt dazu ein, miteinander nachzudenken und zu diskutieren, wie wir leben wollen.

Das Buch gibt es u.a. bei Amazon.

Leser des Bank Blogs haben die Chance, ein kostenloses Exemplar zu gewinnen. Schreiben Sie dazu bis zum 25. 02. 2022 in einem Kommentar unter den Artikel, was Sie an dem Buch besonders interessiert.

Das Buch wird unter allen Lesern, die einen Kommentar abgegeben haben verlost. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt und muss innerhalb einer Woche seine vollständige Adresse mitteilen. Der Buchgewinn wird dem Gewinner dann direkt zugesendet.

Mit Ihrem Kommentar stimmen Sie diesen Hinweisen/Teilnahmebedingungen zu.

Über den Autor

Frank Schmiedchen

Frank Schmiedchen ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der VDW und leitet die VDW Studiengruppe TA Digitalisierung. Der Wirtschaftswissenschaftler war u.a. als Diplomat an der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU und leitete elf Jahre das Programm zum Aufbau lokaler Pharmaproduktion und leitete den Fachbereich KMU-Management an der Katholischen Universität Ecuadors (Ambato).

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2 Kommentare

  1. Avatar

    Das Buch hat einen für mich ganz neuen Ansatz und zeigt ein Gesamtbild der Digitalisierung und seiner Facetten auf. Finde ich total spannend. Auch ich habe bisher immer nur einzelne Bereiche betrachtet und bin auf das Gesantbild gespannt

  2. Avatar

    Der ganzheitliche Blick auf die Volkswirtschaft, der hier unternommen wird, unterscheidet sich von den zahlreichen branchenisolierten Betrachtungen, sehr spannend!

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