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Deutsche Unternehmen zögern bei der Nachhaltigkeitstransformation

Begrenztes Bewusstsein für die Gefahr des Klimawandels

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Dass der Klimawandel schädlich fürs Geschäft sein kann, ist in den Chefetagen angekommen. Viele Manager spüren den Druck, nachhaltiger zu wirtschaften. Doch eine aktuelle Studie zeigt: In Deutschland ist man vom Klimawandel weniger beeindruckt als anderswo.

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Deutsche Unternehmen zögern, ihr Geschäft auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz umzustellen. Das zeigte eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte, an der rund 2.000 Führungskräfte teilnahmen. Demnach sei das Bewusstsein dafür, dass sich die Welt an einem Wendepunkt befinde, weltweit gestiegen – in Deutschland jedoch weniger stark als anderswo. So gebe es in Deutschland etwa eine geringere persönliche Betroffenheit durch den Klimawandel. Die Gründe für die zögerliche Umsetzung von Umweltschutz-Maßnahmen lägen jedoch an anderer Stelle, wie es in der Studie heißt.

Grundsätzlich schätze jeder zweite Umfrage-Teilnehmer die Auswirkungen auf die Geschäftsstrategie als groß bis sehr groß ein. Es falle jedoch auf, schreiben die Studienautoren, dass die deutschen Führungskräfte bezüglich klimaschonender Geschäftsmaßnahmen zurückhaltender seien als ihre ausländischen Kollegen.

Zögert die deutsche Wirtschaft?

In Deutschland nämlich fürchte man vor allem neue Regularien, die im Zuge der Nachhaltigkeitsbestrebungen von Politik und Gesellschaft diskutiert werden. Bislang sei man hierzulande der Überzeugung, dass sich Klimaschutz-Maßnahmen auf weiche Kennzahlen wie die Marke, die Kundenzufriedenheit, die Moral oder das Recruiting auswirken würden – und weniger auf harte KPIs wie Umsatz und Marge. Dies habe zu einer gewissen Lähmung geführt.

Im Ausland dagegen würden sich die Führungskräfte eher um direkte Auswirkungen des Klimawandels auf das operative Geschäft sorgen – deswegen gäbe es dort innerhalb der Unternehmen einen stärkeren Handlungsdruck.

Was ist dann das deutsche Problem mit der Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen? In der Umfrage hätten die Führungskräfte oft Margen- und Kostenfragen angeführt, wie die Studienautoren schreiben. Zudem hätten einige Manager nicht nachvollziehen können, was diese oder jene Maßnahme tatsächlich bringen solle.

Zwischen Sorge und Optimismus

Grundsätzlich ist man sich der Probleme des Klimawandels jedoch bewusst. Mehr als drei Viertel der Befragten meinen, dass die Welt an einem Wendepunkt stehe. 97 Prozent der befragten Führungskräfte gaben sogar an, dass sich der Klimawandel bereits negativ auf ihre Unternehmen ausgewirkt habe. Bei etwa 50 Prozent war die Geschäftstätigkeit betroffen – etwa durch die Störung von Geschäftsmodellen und Liefernetzwerken. 81 Prozent seien in den vergangenen zwölf Monaten auch persönlich von einem Klimaereignis betroffen gewesen.

Dennoch ist man in den Führungsetagen zuversichtlich: Die Mehrheit der Befragten meinte, dass die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels durch sofortiges Handeln begrenzt werden könnten.

Nur wenige Unternehmen sind Vorreiter

Doch wie viele Unternehmen setzen sich aktiv für Klimaschutz-Maßnahmen ein? Nur rund ein Fünftel der Befragten pflegen einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zugleich ein nachhaltiges Handeln im Kern ihrer Geschäftstätigkeit. Nach Definition der Studienautoren müssen Unternehmen, die zu den sogenannten „Klimaschutz-Vorreitern“ zählen wollen, vier der fünf Schritte umgesetzt haben:

  • Entwicklung klimafreundlicher Produkte oder Dienstleistungen,
  • Durchsetzung von Auflagen für Geschäftspartner zur Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien,
  • Modernisierung von Bürogebäuden und Produktionsstätten,
  • Einbezug von Klimaaspekten in der Kommunikationsarbeit sowie
  • Verknüpfung von Prämiensystemen für Manager mit nachhaltigem Handeln.

Die Studie „CxO Sustainability Report 2022“ können Sie hier direkt herunterladen.


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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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