Deutsche Unternehmen schöpfen Innovationspotenziale nicht aus

Effizienz vor echtem Mehrwert

Innovationen sind für viele Unternehmen ein Weg, um schnelleres Wachstum, höhere Umsätze oder entscheidende Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Doch beim Innovationsmanagement bestehen vielfach Defizite.

Aktuelle Trends, Studien und Research zum Thema Innovation und Innovationsmanagement

Gerade Banken tun sich nicht immer einfach mit Innovationen. Dabei müssen gerade sie sich etwas einfallen lassen, angesichts weitgehend homogener Produkte und Leistungen. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien rund um die Themen Innovation und Innovationsmanagement.

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Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt, dass sich Unternehmen beim Innovationsmanagement häufig zu sehr darauf konzentrieren, bestehende Produkte und Services effizienter zu gestalten, anstatt neue Geschäftsfelder zu erschließen. Damit reagieren sie zwar auf kurzfristige Kunden- und Markterwartungen, verlieren den langfristigen Erfolg jedoch aus dem Blick. Entscheidend sei die Etablierung einer echten Innovationskultur.

82 Prozent der Befragten verstehen unter Innovation vor allem, ihre bestehenden Produkte und Services weiterzuentwickeln. Das genüge jedoch nicht. Für nachhaltigen Erfolg benötigen Unternehmen einen strategischen Ansatz für Innovation und eine Unternehmenskultur, in der das Führungsteam und die Organisation voll hinter einer mutigen (Neu)Ausrichtung des eigenen Geschäfts stehen.

Bewährtes statt Neues

Zu oft liege der Antrieb für Innovation in Deutschland darin, Bewährtes zu sichern, anstatt Neues zu entwickeln und Veränderung auf technologischer, organisatorischer oder sozialer Ebene zuzulassen. Zu groß sei die Angst davor, Fehler zu machen oder ein Risiko einzugehen.

  • So sehen 82 Prozent der Entscheider in Innovationen primär die Möglichkeit, bewährte Produkte und Dienstleistungen zu optimieren und effizienter zu gestalten.
  • Für 72 Prozent der befragten Unternehmen steht die Sicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit im Fokus und nicht die Entwicklung neuer visionärer Produkte oder Dienstleistungen.
  • Nur 12 Prozent der befragten Unternehmen stufen sich als Innovationsführer ein, während sich 55 Prozent als Innovationsfolger und weitere 33 Prozent als Nachzügler einschätzen.

Ideen zu übernehmen, kann zwar helfen, kurzfristig Erfolge erzielen, in Zeiten der Digitalisierung sind allerdings diejenigen Unternehmen erfolgreicher, die als erste am Markt sind und ihre Innovationen schnell in die Breite bringen. Allein durch eine Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit den Status Quo zu wahren, kann kein strategischer Anspruch sein.

Innovation erfordert Innovationskultur

Als größte Herausforderungen bezeichneten die befragten Manager

  • die Etablierung einer entsprechenden Innovationskultur (61 Prozent),
  • die Schaffung echter Werte aus Ideen (59 Prozent),
  • die Koordination verschiedener Innovationsinitiativen (52 Prozent) sowie
  • das Wecken von Begeisterung bei der Belegschaft für Innovation (50 Prozent).

Nur jedes dritte Unternehmen plant allerdings daraus abgeleitete Veränderungen im Management oder der Organisation. Dies sei jedoch die Voraussetzung, um Innovationen in konkrete neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu übersetzen.

Eine Innovationskultur zu etablieren, entsprechende Initiativen zu koordinieren und die Belegschaft für neue Ideen zu begeistern, sind klassische Managementaufgaben. Vorstand und Geschäftsführung müssen die dafür notwendigen Veränderungen vorantreiben und die Innovationsinitiativen mit dem Kerngeschäft zusammenbringen.

Der Kunde muss bei Innovation im Mittelpunkt stehen

Für die große Mehrheit der befragten Unternehmen sind das Kundenerlebnis und der Kundennutzen Ausgangspunkt für ihre Innovationsbemühungen. So erklärten 87 Prozent der Führungskräfte, dass dies für ihr Unternehmen das Leitmotiv sei. Essenziell ist dafür, die Kundenwünsche genau zu kennen. Immerhin 81 Prozent der Unternehmen nutzen bereits systematische Datenmanagement-Tools für Absatz- und Bedarfsprognosen. Dennoch gelingt es nur etwas mehr als der Hälfte der Unternehmen (56 Prozent), eine umfassende Sicht auf ihre Kunden zu bekommen.

Innovationen sind letztlich erst dann erfolgreich, wenn Unternehmen daraus für ihre Kunden – und für sich selbst – einen echten Mehrwert generieren können. Dazu müsse jedes Unternehmen seinen eigenen Weg finden, wie Innovation angestoßen werden können und was dies konkret bedeutet. Das kann ein verbessertes Kundenerlebnis sein, ein neuer Service für ein Produkt, ein neues Geschäftsmodell oder auch neue Strukturen und Prozesse. Was Innovation in jedem Fall bedeutet, ist Veränderung.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und ist der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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