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Zahlungsverkehr muss sich weiterentwickeln

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Instant Payments für mehr Innovation

Neue Wettbewerber, wie FinTechs sorgen auch im Zahlungsverkehr für Innovationen. Die etablierten Anbieter müssen sich bewegen, um mit den Marktanforderungen Schritt zu halten. Dazu zählen auch Instant Payments, die in einigen europäischen Ländern schon zum Standard gehören.

Realtime oder Instant Payments werden kommen

Realtime oder Instant Payments sind auf dem Vormarsch
© Shutterstock

Besonders im Zahlungsverkehr zieht das Innovationstempo deutlich an. Die Maßstäbe des SEPA-Zeitalters gelten längst nicht mehr. Bei SEPA hat es 15 Jahre gedauert, bis „aus der Vision Wirklichkeit“ wurde. Nun aber kommen immer mehr FinTechs auf den Markt, die zeigen, wie neue digitale Services funktionieren können. Und manchmal zeigen sie auch, wie schnell aus einem FinTech eine Bank werden kann, die mit neuer Infrastruktur und mithilfe anderer FinTechs in wenigen Monaten ein neues, fast komplettes kreditwirtschaftliches Angebot flexibel und modular zusammenstellen kann.

Etablierte Anbieter müssen bei Innovationen Schritt halten

Um mit diesem Tempo Schritt zu halten, gilt es für die etablierten Anbieter ihre Services nicht nur attraktiver digital zu präsentieren, sondern auch neue Angebote zu entwickeln. Und dazu kam schnell eine Debatte, die viele lieber auf die lange Bank geschoben hätten. Die Rede ist von Instant Payments. Das ERPB (Euro Retail Payments Board) brachte das Thema Instant Payments erstmals vor zwei Jahren auf.

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Es geht dabei um bargeldlose Zahlungen von jetzt auf gleich, jederzeit. Zahlungen mit dem Smartphone von Kunden an Händler an der Ladenkasse, im Internet und zwischen Privatpersonen. Das ist die Idee von Instant Payments. Wer Anschauungsunterricht benötigt, kann sich beispielsweise in Dänemark, Schweden oder Großbritannien umsehen. In Dänemark etwa ist eine Instant Payment App schon auf neun von zehn Smartphones installiert.

Herausforderung Instant Payments

Und nun sieht es so aus, als ob wir im Euro-Raum schon im nächsten Jahr die ersten Instant Payments in Euro durchführen können. Es gibt ein Rulebook, es gibt Banken, die solche Zahlungen anbieten wollen und es gibt Clearinghäuser, die den Banken die Abwicklung anbieten möchten. Wie das Zusammenspiel zwischen diesen Clearinghäusern organisiert werden soll, ist jedoch noch nicht geklärt.

Doch inzwischen – das ist mein Eindruck –, ist allen Kreditinstituten klar geworden, dass sie keine Zeit verlieren dürfen, Instant Payments anzubieten. Denn die gefühlte Real-Time-Abwicklung einer Zahlung mithilfe einer App und der sofortigen Verfügbarkeit des Geldes für den Zahlungsempfänger wäre ein echtes Asset im Angebotsportfolio der Kreditwirtschaft.

Instant Payments haben das Potenzial unsere Zahlungsgewohnheiten langfristig zu verändern. Am Anfang geht es vielleicht nur um die Kleinbetragszahlung, die wir uns gegenseitig zusenden, wenn wir uns die Rechnung im Restaurant teilen. Der Anfang wäre sicher nur ein Nischenprodukt, das aber durchaus die Fantasie der Anwender weckt. Ich weiß, dass auch der Handel in Deutschland darüber nachdenkt, wie Instant Payments für die Nutzung an der Ladenkasse eingesetzt werden kann.

Instant Payments im Euroraum vor dem Durchbruch

Auch im Unternehmenssektor ist das Thema angekommen. Während vor zwei Jahren Corporate Treasurer noch keinen Bedarf sahen, hört man heute ganz andere Reaktionen. Zahlung direkt bei Lieferung etwa, wäre in vielen Fällen doch nicht schlecht.

Die Debatte hat sich also erweitert und beschleunigt. Die anfängliche Sorge der Kreditwirtschaft, ob es bei Instant Payments überhaupt einen Business Case gibt, hört man weniger. Vor diesem Hintergrund bin ich optimistisch, dass wir in einigen Jahren auch im Euro-Raum dort ankommen, wo unsere Nachbarn im Norden heute schon sind.

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Über den Autor

Carl-Ludwig Thiele

Carl-Ludwig Thiele ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Er ist für die Zentralbereiche Bargeld, Controlling, Rechnungswesen und Organisation sowie Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme zuständig. Von 1990 bis zu seinem Wechsel zur Bundesbank im Jahr 2010 gehörte der Jurist dem Bundestag an, war dort zunächst Mitglied im Haushaltsausschuss, danach im Finanzausschuss. Zudem war er 16 Jahre lang Mitglied des Vermittlungsausschusses. Von 2002 bis 2010 war Thiele stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.

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2 Kommentare

  1. Kann mir jemand sagen, wie Kreditinstitute hier Geld verdienen sollen?
    Wer soll für die Infrastruktur zahlen? Die Händler wie Amazon sicher nicht!
    Die Bundesbank ist nur noch ein willfähiger Hampel der EZB, noch im Okt. 2015
    sah die Bundesbank keine Notwendigkeit für SCT Inst!!
    Dann gab es wohl einen Rapport bei der EZB und siehe da, nun ist SCT Inst
    unverzichtbar.
    Wie wäre es, wenn die wirklich wichtigen Dinge im SEPA-ZV erst einmal richtig
    funktionieren würden, wie Mandatsanforderungen bei SDD Basis oder camt.029
    bei SCT Recall – liebe Bundesbank, auch Du hast die Rulebooks unterschrieben,
    hälst DIch aber nicht dran. Und das ist nun Vorbildcharakter? Bundesbank 4.0?

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