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Strategische Finanzplanung im Private Banking der Sparkassen

Uwe Fröhlich zur Digitalisierungsstrategie der Volks- und Raiffeisenbanken

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Fünf Fragen und Antworten zur Digitalisierung der Finanzdienstleistung

10 Experten über die zunehmende Digitalisierung der Finanzdienstleistung

Die Digitalisierung der Finanzdienstleistung ist auf dem Vormarsch. In einer kleinen Serie erläutern Bankexperten ihre Einschätzung
© Shutterstock

Finanzinstitute befinden sich inmitten einer digitalen Revolution, die durchaus disruptive Ausmaße annehmen kann. Im Rahmen einer Artikelserie nehmen Experten der wichtigsten Institute und Institutsgruppen Stellung zu diesem Trend. Lesen Sie heute das Statement von Uwe Fröhlich, Präsident des BVR.

Die Digitalisierung der Finanzdienstleistung und die daraus erwachsenden Herausforderungen für Banken und Sparkassen sind derzeit eines der beherrschenden Themen der Branche.

Um herauszufinden, wie hierzulande die wichtigsten Institute und Institutsgruppen diesen Trend einschätzen und ihm begegnen habe ich fünf Fragen formuliert und führende Vertreter des deutschen Bankwesens um ein Statement gebeten.

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Fünf Antworten von Uwe Fröhlich, Präsident der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Lesen Sie nachfolgend die Ausführungen von Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Uwe Fröhlich, Chef der Volksbanken zur Digitalisierung

Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Was bedeutet für Sie „Digitalisierung“ und worin sehen Sie für Ihre Institutsgruppe die besonderen Chancen und Risiken?

Uwe Fröhlich: Digitalisierung ist ein Megatrend, der aufgrund weltweit vernetzter Kommunikationstechnologien eine hohe Eigendynamik aufweist. Über alle Industrie- und Dienstleistungsbranchen hinweg kann man feststellen:

Alles, was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert.

Gleichzeitig entscheidet der Kunde, in welchem Kanal er wann und wie die neuen Angebote nutzen will. Das Geschäftsmodell der Volksbanken und Raiffeisenbanken basiert ganz entscheidend auf der genossenschaftlichen Beratung, die in den rund 13.000 Filialen unserer FinanzGruppe durch hoch qualifizierte Beraterinnen und Berater gegenüber den Kunden und Mitgliedern angeboten wird. Im Gegensatz zu einem reinen Technikansatz kann man diesen menschlichen Faktor, der entscheidend ist, um Vertrauen und Nähe aufzubauen und zu leben, nicht so einfach kopieren.

Welches sind die größten drei Herausforderungen für Ihre Institutsgruppe?

Uwe Fröhlich: Viele Kundenkontaktpunkte sind bereits heute schon bei Volksbanken Raiffeisenbanken digital. Die Qualität und der Grad der Vernetzung sind aber noch ausbaufähig. Auch die Verzahnung der Online- mit der Offlinewelt muss und wird weiter voranschreiten.

Derzeit entstehen zahlreiche sogenannte FinTech Startups, die insbesondere im Privatkundengeschäft versuchen, mit innovativen, kundenorientierten digitalen Angeboten den etablierten Banken Konkurrenz zu machen? Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus diesem Trend für Ihre Institutsgruppe?

Uwe Fröhlich: Mit unserem genossenschaftlichen Geschäftsmodell haben wir sowohl im Privat- wie auch im Firmenkundengeschäft eine sehr starke Ausgangssituation im Markt. Volksbanken Raiffeisenbanken stehen für die gelebte Partnerschaft mit ihren über 30 Millionen Kunden, von denen mehr als 17 Millionen auch Mitglied ihrer Bank vor Ort sind. Sie genießen großes Vertrauen und werden wie kein anderer Finanzdienstleister für ein faires, zeitgemäßes und verlässliches Bankgeschäft geschätzt. Die gesamte FinanzGruppe arbeitet derzeit sehr intensiv daran, diese Stärken auch in die Onlinewelt zu übertragen. FinTechs hingegen haben weder den breiten Ansatz unseres Geschäftsmodells, noch verfügen sie über ein über viele Jahrzehnte gewachsenes Kundenvertrauen. Sie schaffen aber in ihren jeweiligen Nischen wertvolle Innovationen, die auf die gesamte Branche abstrahlen.

Den großen Internetunternehmen Amazon, Apple, Facebook und Google wird immer mal wieder ein Einstieg in den Bereich Finanzdienstleistung unterstellt. Im Zahlungsverkehr ist dieser ja bereits vollzogen. Wie beurteilen Sie diese neuen Wettbewerber und wie bereiten Sie sich darauf vor?

Uwe Fröhlich: Natürlich beobachten wir intensiv die Entwicklungen am Markt. Im Bereich E-Commerce ist ja bereits die Entscheidung gefallen, dass die deutschen Banken ein eigenes Zahlungssystem aufbauen und im Laufe des Jahres 2015 an den Markt bringen werden. Aber auch die derzeitigen Aktivitäten der Regulatoren haben einen erheblichen Einfluss darauf, inwieweit stark regulierte Banken mit einem hohen Datenschutzniveau mit kaum regulierten Internetkonzernen im Wettbewerb stehen können. Hier sehen wir nicht zuletzt im Kundeninteresse dringenden Nachbesserungsbedarf auf Seiten der politischen Entscheidungsträger. Wer Bankgeschäft betreiben will, muss auch regulatorisch wie eine Bank behandelt werden.

Wieviel investiert Ihre Institutsgruppe in den kommenden fünf Jahren in die Digitalisierung, wie groß sind dabei die Anteile für „Run the Bank“ und „Change the Bank“ und welche Bereiche sind die von Ihnen priorisierten?

Uwe Fröhlich: In einer dezentralen Bankengruppe fallen auf verschiedenen Stufen Investitionskosten an, daher kann ich Ihnen absolute Zahlen nicht nennen. Klar ist aber, wir nehmen so viel Geld wie noch nie in die Hand, um unser Geschäftsmodell in die digitale Welt zu übertragen. Wir arbeiten derzeit im Projekt Kundenfokus 2020 an dieser Transformation. Dennoch bleiben die Anteile für „Run the Bank“ dominant – die Umsetzung der regulatorischen Maßnahmen bindet leider einen erheblichen Teil unserer Ressourcen.

 

Im nächsten Teil der Serie lesen Sie das Statement von Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.

 

E-Book „Herausforderung Digitalisierung der Finanzdienstleistung“

Bereits heute können Sie ein 28-seitiges E Book mit den Antworten und Einschätzungen aller Teilnehmer der Befragung beziehen. Das PDF Dokument enthält die Stellungnahmen der Chefs der Institutsgruppen Georg Fahrenschon (DSGV), Uwe Fröhlich (BVR), Dr. Michael Kemmer (Bankenverband) und Prof. Dr. Joachim Wuermeling (Verband der Spardabanken), von Ole Franke, Bereichsleiter Direct Banking der Commerzbank AG, Philip Laucks, Bereichsvorstand Direkt Banking bei der Postbank und Dr. Markus Pertlwieser Chief Operating Officer bei der Deutschen Bank sowie von Kai Friedrich, Chief Executive Officer (CEO) der Consorsbank, Holger Hohrein, CFO und Mitglied des Vorstands comdirect bank AG und Željko Kaurin, Generalbevollmächtigter und COO/CIO der ING-DiBa AG.

 

Nutzen Sie dazu einfach den LaterPay Kaufprozess.

E-Book Digitalisierung Finanzdienstleistung

Statements von 10 Experten zur Digitalisierung der Finanzdienstleistung

Für Informationen und Hintergründe lesen Sie bitte den ausführlichen Beitrag zu Laterpay.

Bei Fragen und Problemen zu/mit LaterPay hilft der Laterpay-Kundendienst, viele Fragen werden auch im Help Center beantwortet.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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2 Kommentare

  1. Wolfgang Koller am

    Sehr geehrte Herren,
    ich schätze Sie als Multiplikator im Bereich Banken ein und möchte daher Ihre Position und Ihr Netzwerk für das folgende kurze Thema nutzen:

    Bei den Banken ist die Digitalisierung zum Teil in der Steinzeitmanier stecken geblieben! Beispiel: die an und für sich gute Idee der Sammelüberweisung wird noch immer wie zu Kugelschreiber-Zeiten nur mit der Summe aller übertragenen Beträge zurückgegeben. Warum gibt es nicht die Möglichkeit, alle Einzeldaten zusammen mit der Summe zurück zu geben? Das hätte den Vorteil, dass man auch von anderen PCs als dem Übertragungs-PC darauf die Daten weiterverarbeiten könnte. z.B. beim Steuerberater in der Buchhaltung!

    Viele Grüße

    Wolfgang Koller

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