Diese Use Cases sehen die Deutschen für digitale Identitäten

Chancen durch Smart-eID und ID Wallets

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Eine Befragung zu den Wünschen der Deutschen rund um die Smart-eID und ID Wallets zeigt eine überraschend hohe Akzeptanz der Anwendungsideen für die digitale Brieftasche. Diese Offenheit gegenüber der digitalen Identität, sollte die Finanzbranche als Chance sehen.

Chancen von Smart-eID und ID Wallets für die Finanzbranche

Smart-eID und ID Wallets bietet neue Chancen für die Finanzbranche.

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In den nächsten Monaten wird es in Deutschland möglich sein, sich mit dem Smartphone und dem PIN für den Online-Ausweis digital auszuweisen. Allerdings hat erst gut die Hälfte der Deutschen von der Einführung der Funktion gehört. Entscheidend für den Erfolg der Smart-eID ist die Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung und dafür braucht es zahlreiche Anwendungsfälle, insbesondere in der Finanzbranche.

Damit das Smartphone zum Nachweis der Identität genutzt wird, müssen entsprechende Apps sehr sicher sein und mit jedem mobilen Betriebssystem einwandfrei funktionieren. Datensicherheit und Schutz vor Identitätsdiebstahl sind laut Umfrage 94 Prozent der Befragten wichtig. 81 Prozent wünschen sich zudem eine einheitliche Benutzeroberfläche für alle Anwendungsfälle; 79 Prozent eine einfache Nutzung per App.

Anwendungsfälle: von der Steuererklärung bis zum Kreditantrag

Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung des Online-Ausweises ist für drei Viertel der Deutschen, dass es genügend Alltagssituationen für den Einsatz gibt. Genau das ist das Manko des mit Chip ausgestatteten Personalausweises im Scheckkartenformat, der seit 2010 verfügbar ist: Die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises ist zwar den meisten Deutschen (71 Prozent) bekannt, aber nur sehr wenige (sieben Prozent) nutzen sie auch. Die Begründung der Befragten: Es fehlt an konkreten Anwendungsfällen. Das muss für den Online-Ausweis auf dem Smartphone anders werden.

Ganze 70 Prozent der Befragten würden es in Erwägung ziehen, die Smart-eID im privaten Alltag regelmäßig zu nutzen. Hier steht der Kontakt zur Hausbank und die Abwicklung von Finanzgeschäften an erster Stelle, noch vor der Steuererklärung oder dem Abschluss einer Versicherung. Im Gesamtranking liegen Bankgeschäfte auf Platz 3 aller abgefragten Anwendungsmöglichkeiten. Die hohen Zustimmungsraten bei fast allen möglichen Einsatzgebieten zeigen das Bedürfnis der Deutschen nach digitalen Lösungen.

Chancen für digitale Finanz-Ökosysteme

Der Online-Ausweis könnte zum Treiber für den Aufbau von Ökosystemen rund um die digitale Identität der Menschen werden. Banken können hier mit ihrer Infrastruktur eine wichtige Schlüsselrolle einnehmen. Finanzbranche, Privatwirtschaft, öffentlicher Sektor und Bevölkerung profitieren dabei gleichermaßen von Digitalisierungsprojekten.

Für Banken und Kreditinstitute ist vor allem die Ansprache junger Zielgruppen interessant. Dass Angebote für junge Erwachsene und Jugendliche vom Einsatz der Smart-eID profitieren können, zieht sich wie ein roter Faden durch die Umfrageergebnisse. Die ohnehin bereits hauptsächlich auf digitale Kommunikation ausgelegten Angebote für Berufseinsteiger und Studenten werden durch den Wegfall von lästigen Ident-Verfahren begünstigt. Auch die Vorteile in der Compliance, zum Beispiel bei KYC-Verfahren, spielen etablierten Banken und FinTechs in die Karten.

Die digitale Brieftasche ist die Zukunft

Die Pläne zur Digitalisierung der deutschen Verwaltung gehen bereits weiter: Mit einer dezentralen Identitätsverwaltung sollen die Bürger zukünftig auch die Möglichkeit haben, weitere digitale Nachweise in einer Anwendung auf dem Smartphone zu speichern.

Die Idee und die Möglichkeiten der „digitalen Brieftasche“, auch Wallet genannt, findet bei der großen Mehrheit der Befragten Anklang: Acht von zehn Befragten können sich vorstellen, ihren digitalen Impfnachweis für Covid in einer solchen App abzuspeichern. Für jeweils drei Viertel der Deutschen käme der Einsatz der Wallet auch für Flugreisen, bei Bankgeschäften oder der Kommunikation mit ihrem Arzt in Frage.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Nutzung gehören vor allem Aspekte wie Datensicherheit sowie Schutz vor Betrug. Aber auch die Selbstbestimmung bei der Datenverwendung ist für neun von zehn Deutschen ein wichtiges Kriterium: Sie wollen selbst entscheiden, welche Daten sie hinterlegen und weitergeben – und welche nicht.

Smart-eID: Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Aus der Studie lässt sich herleiten, dass die Smart-eID ein wichtiger Schritt für die Zukunft ist. In den kommenden Monaten werden Behörden und Privatindustrie nicht um die Technologie herumkommen und ihre Prozesse mehr und mehr auf die digitale Identität ausrichten. Hiervon profitiert speziell der Finanzsektor. Authentifizierungen und operative Prozesse, wie das digitale Einrichten eines Konto/Depots oder der Abschluss von Zusatzleistungen werden einfacher und somit für den Endkunden erheblich verbessert.


Die Studie „Der Online-Ausweis auf dem Smartphone und die digitale Brieftasche“ können Sie hier direkt herunterladen.

 

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Über den Autor

Robert Eickmeyer

Robert Eickmeyer ist Senior Manager im Bereich Advisory, Financial Services Management Consulting bei PwC Deutschland. Er berät Finanzdienstleister bei der Digitalisierung der Endkundenschnittstelle. Sein Schwerpunkt liegt hierbei insbesondere auf der Prozessoptimierung und der Realisierung neuer Geschäftsmodelle.

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