Unternehmen suchen Experten für Datenanalysen

Drei Maßnahmen zum Aufbau eines Talentpools

Daten und deren Analysen kommt eine Schlüsselrolle in der digitalen Transformation zu. Dazu werden Data-Analytics-Spezialisten gebraucht und gesucht. Allerdings fehlen Experten für die intelligente Auswertung großer Informationsmengen. Unternehmen müssen daher auch andere Wege gehen.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Big Data

Big Data ist einer der umfassendsten Technologietrends und aufgrund der Vielfalt seiner Anwendungsmöglichkeiten auch für Banken und Sparkassen relevant. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien rund um dieses interessante Thema.

Abonnieren Sie den kostenlosen Bank Blog Newsletter

Partner des Bank Blogs

Die Targobank ist Partner des Bank Blogs

Die intelligente Auswertung großer Datenmengen wird für Unternehmen immer wichtiger. Dies gilt im Besonderen für die Kundendaten von Banken und Sparkassen. Dafür benötigen sie Spezialisten und diese stehen nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung, wie die Strategieberatung Bain & Company in einer aktuellen Studie analysiert hat. Auch wenn sich die weltweite Zahl der Advanced-Analytics-Experten von 2018 bis 2020 auf eine Million verdoppeln wird, reicht das Angebot nicht aus, um den rasant steigenden Bedarf zu decken. Nur Unternehmen, die zugleich intern aus- und weiterbilden sowie externes Wissen flexibel nutzen, können das gravierende Knappheitsproblem lösen.

Nachfrage nach Datenexperten übersteigt Angebot

Den Berechnungen zufolge steigt die weltweite Zahl der Datenanalysespezialisten rasant:

  • in Westeuropa von 125.000 im Jahr 2018 auf 170.000 im Jahr 2020,
  • in den USA von 180.000 auf 310.000,
  • in China von 75.000 auf 190.000 und
  • in Indien von 65.000 auf 210.000.

Allerdings wachse die Nachfrage noch weitaus schneller, so dass rasche Fortschritte beim flächendeckenden Einsatz moderner Analysemethoden in Gefahr sind. Engpässe drohen vor allem in den Berufsfeldern Data Architect und Data Scientist sowie Data Engineer und Machine Learning Engineer.

Vielen der frisch ausgebildeten Talente mangelt es zudem noch an praktischem Wissen. Und der Wirtschaft fehlen erfahrene Experten sowie Teamleiter. Langfristigen Bedarf haben vor allem die Branchen Handel, Medien und Technologie, aber auch Konsum- und Industriegüterunternehmen, die ihre Analytics-Kapazitäten deutlich ausbauen. Bisher sind in den meisten Branchen 1 bis 3 Prozent der Belegschaft im Bereich der Datenauswertung beschäftigt – digitale Vorreiterfirmen kommen im Schnitt auf 10 Prozent.

Die richtigen Rahmenbedingungen schaffen

Nur wenigen Unternehmen wird es gelingen, erfahrene Datenanalysten von den globalen Tech-Firmen abzuwerben. Denn diese expandieren besonders schnell und sind attraktive Arbeitgeber für die umworbenen Spezialisten. Unternehmen aller Branchen benötigten deshalb eine überzeugende Strategie, um die dringend benötigten Datenanalyseprofis für sich zu gewinnen. Darüber hinaus gelte es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die besten Experten zu halten.

Maßnahmen für mehr Datenspezialisten

Unternehmen müssten insbesondere einen Talentpool für erweiterte Datenanalysen aufbauen. Diese umfasse insbesondere die in der folgenden Grafik beschriebenen acht Schlüsselrollen:

Talentpool für erweiterte Datenanalysen

Ein effektiver Talentpool für erweiterte Datenanalysen umfasst acht Schlüsselrollen.

Anzeige

Fintech-Revolution Konferenz für Finanztechnologie 2019

Drei Maßnahmen erhöhen die Erfolgsaussichten im Kampf um die begehrten Datenanalysten:

  1. Aufbau von Kompetenzzentren. Die angeheuerten Analysespezialisten sollten in unternehmensweiten Kompetenzzentren organisiert werden. Um als Arbeitgeber interessant für Data Scientists oder Machine Learning Engineers zu sein, brauchen Unternehmen darüber hinaus attraktive Gehalts- sowie flexible Arbeitsmodelle samt der Möglichkeit remote zu arbeiten. Dies gilt es offensiv zu vermarkten.
  2. Eigenes Personal weiterbilden. Vorausschauend agierende Unternehmen ermöglichen entsprechend talentierten Mitarbeitern, sich zu Datenanalysten weiterzuentwickeln. Denn das eigene Personal kennt Firma und Branche besser als jeder externe Bewerber. Allerdings hat erst jedes vierte Unternehmen Advanced-Analytics-Trainingsprogramme aufgelegt.
  3. Hybrides Modell entwickeln. Aufgrund der Personalknappheit in ihren Analyseteams müssen Unternehmen bestimmte Aufgaben auch an externe Dienstleister auslagern sowie Datahubs und Crowdsourcing nutzen. Sicherheitsrelevante Bereiche verbleiben dagegen im Unternehmen.

Nur 30 Prozent der Unternehmen arbeiten heute im Bereich Advanced Analytics voll integriert, die Mehrheit verfolgt das hybride Modell. Dies ist oft sinnvoller als der Versuch, alle Aspekte der Datenauswertung intern zu bewältigen da der Umfang der erforderlichen Expertise zu gewaltig ist.

Dies bedeutet für Unternehmen, mehr Datenanalysespezialisten einzustellen und gleichzeitig ein Ökosystem aus Drittfirmen aufzubauen, mit denen die eigenen Experten eng zusammenarbeiten.

Zum Downloadlink des Whitepapers (engl.) gelangen Sie über Laterpay.

Sind Sie schon Premium-Leser?

Premium Abonnenten des Bank Blogs haben direkten kostenfreien Zugriff auf die Bezugsinformationen zur Studie. Noch kein Premium-Leser?

>>> Hier klicken <<<

Ein Service des Bank Blogs

Der Bank Blog prüft für Sie jede Woche eine Vielzahl von Studien und stellt die für Sie relevanten hier vor. Als besonderer Service wird Ihnen die Suche nach Bezugs- und Downloadmöglichkeiten abgenommen und Sie werden direkt zur Anbieterseite weitergeleitet. Mit der Unterstützung dieses Serviceangebots unterstützen Sie auch die Berichterstattung im Bank Blog.

Jetzt kaufen für 1,95EUR

Bitte bewerten Sie den Artikel mit Hilfe der Sternchen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Bewertung: 4,86 Stern(e) - 7 Bewertung(en)

Vielen Dank fürs Teilen und Weiterempfehlen


Mit dem kostenlosen Bank Blog Newsletter immer informiert bleiben:

Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wir freuen uns, dass Sie den Bank Blog schätzen. Die hohe Qualität der Beiträge weiterhin sicherzustellen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Qualität kostet jedoch Geld und kann nicht nur über Werbung finanziert werden. Sie können uns unterstützen, indem Sie ein Premium Abonnement des Bank Blogs abschließen. Damit sind zahlreiche Vorteile für Sie verbunden, u.a. freier Zugang zu allen kostenpflichtigen Inhalten, Werbefreiheit und schnellere Ladezeiten. Und Sie tragen dazu bei, dass wir den hohen Anspruch an unsere Arbeit auch in Zukunft halten können. Vielen Dank!

Der Bank Blog Premium

Noch kein Premium-Leser?

>>> Hier klicken <<<

Der Bank Blog Premium

Noch kein Premium-Leser?

>>> Hier klicken <<<

Bank Blog Newsletter abonnieren

Bank Blog Newsletter abonnieren