Kundennähe als Wettbewerbsvorteil für Banken und Sparkassen

Steigende Bedeutung von Outsourcing für Banken

Mehr Effizienz und Transformation als strategische Ziele

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Der Outsourcing-Markt wird von den vielen Herausforderungen und Chancen getrieben, denen sich Banken und Sparkassen gegenübersehen. Eine Studie zeigt aktuelle Tendenzen und Herausforderungen in einem wettbewerbsintensiven Bereich.

Studien und Research zu strategischen Trends und Entwicklungen in der Finanzdienstleistung

Zahlreiche Trends und Entwicklungen sind von übergeordneter strategischer Bedeutung für Banken und Sparkassen. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten strategischen Trends und Entwicklungen im Finanzbereich.

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Niedrige Zinsen, steigender Wettbewerb durch BigTechs und FinTechs sowie strengere Regulierung setzen Banken und Sparkassen zunehmend unter Kosten- und Innovationsdruck. Um sich im rapide wandelnden Marktumfeld weiterhin zu behaupten, gewinnt unter anderem Outsourcing an Bedeutung.

Outsourcing kann Katalysator für die digitale Transformation durch Zugang zu Innovation und neuester Technologie sein. Automatisierung ist ein Treiber für Verschiebungen bei den Zielanforderungen und Prozess-/Service-Outsourcing-Anforderungen. ESG als neue Realität, fließt in die Partner-/Dienstleister-Auswahlprozesse ein.

Eine Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, zeigt, dass viele traditionelle Bankhäuser ihre Outsourcing-Aktivitäten forcieren, um sich damit stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren zu können.

Mehr Effizienz durch Outsourcing

Viele Banken lagern demnach einzelne Bereiche aus, um die Effizienz zu steigern und Innovationen anzuregen und somit die Kosten- und die Technologietransformation zu meistern. 84 Prozent der befragten Geldinstitute erhoffen sich Effizienzsteigerungen sowie den Zugang zu spezifischen externen Ressourcen und Know-how.

Immerhin 20 Prozent der Banken planen die Ausweitung der Nutzung von „As a Service“-Modellen im Outsourcing. Dabei werden bestimmte Dienstleistungen wie etwa eine Software oder Server gegen Gebühr angeboten, und Kunden können diese flexibel und bedarfsgerecht abrufen, ohne selbst in die entsprechende Infrastruktur investieren zu müssen.

Etwa 75 Prozent der befragten IT-Dienstleister investieren derzeit gezielt in die Planung und den Aufbau anbieterübergreifender und plattformbasierter IT-Ökosysteme oder planen dies bereits aktuell.

Zudem äußern 30 Prozent der Geldhäuser, ihren derzeitigen Outsourcing-Anbieter in den nächsten fünf Jahren wechseln zu wollen. Dabei ziehen sie auch Big-Tech- und FinTech-Unternehmen als potentielle Outsourcing-Partner in Betracht. IT-Dienstleister setzen in diesem Kontext auf die steigende Nachfrage nach der Bündelung von Services.

Transformation durch Outsourcing

Strategisches und systematisches Outsourcing ermöglicht den Banken, spezielle Fähigkeiten, aktuelle Technologien und damit verbundene Skaleneffekte zu nutzen. Mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft können einerseits Effizienz- und Kostenvorteile realisiert und gleichzeitig datengetriebene Business-Intelligence-Werkzeuge für neue Angebote implementiert werden.

Nur so könne es auf Dauer gelingen, sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich innovative Lösungen anzubieten und dem Kosten- und Innovationsdruck am Finanzdienstleistungsmarkt standzuhalten.

In Zukunft würden daher sowohl das Auslagern von IT- als auch Geschäftsprozessen im Finanzsektor eine noch stärkere Verbreitung finden. Das größte Potential für das erfolgreiche Outsourcing von Geschäftsprozessen liege in Bereichen, in denen Standardisierung und Digitalisierung schon fortgeschritten sind – etwa bei Zahlungen, Kartennutzung, der Wertpapierabwicklung oder bei Konsumentenkrediten.

As-a-Service-Modelle im Outsourcing

Der Trend zu ,As a Service‘-Modellen und dem Aufbau von dezidierten IT-Ökosystemen wird die Relevanz einzelner IT-Anbieter in Zukunft weiter erhöhen. Banking-as-a-Service-Modelle wollen in Zukunft 57 Prozent der befragten Banken nutzen. 89 Prozent aller befragten Banken planen in den kommenden fünf Jahren bereits vollständig oder zumindest teilweise Infrastructure-as-a-Service(IaaS)-, Software-as-a-Service(SaaS)- sowie Plattform-as-a-Service(PaaS)-Modelle in ihre tägliche Nutzung einzubeziehen.

Demgegenüber wollen etwa die Hälfte der befragten Anbieter auf die steigenden Bedarfe der Geldhäuser für IaaS (43 Prozent) und SaaS (57 Prozent) mit einer entsprechenden Erweiterung ihres Angebots reagieren. Im Fall von PaaS-Dienstleistungen planen dies sogar 86 Prozent der IT-Anbieter.

Darüber hinaus geben 72 Prozent der befragten Geldinstitute an, ihre Kooperationen zukünftig zu intensivieren. 86 Prozent sind an einem weiteren Ausbau von strategischen Partnerschaften interessiert. In bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen berichten jedoch 50 Prozent der befragten Banken sowie 58 Prozent der Dienstleister von Schwierigkeiten, die spezifischen Anforderungen des Vertragspartners zu erfüllen. Das Einhalten der erforderlichen Regularien und Compliance-Richtlinien wird sogar von 70 Prozent der befragten Banken und 50 Prozent der befragten Anbieter als herausfordernd bezeichnet.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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