Asset Servicing bei der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG

Es ist an der Zeit für mehr Nachhaltigkeit in der IT

Ein Grüner Daumen zahlt sich für Unternehmen aus

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Nachhaltigkeit zahlt sich für Unternehmen aus: Wer auf eine nachhaltige IT-Abteilung setzt, hat zufriedenere Kunden, bessere ESG-Ratings und sogar Steuervorteile. Doch die Unternehmen zeigen sich noch zögerlich – und kennen nur selten die Co2-Bilanz ihrer IT-Teams.

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Die Geschäftswelt sammelt sich unter dem Banner der Nachhaltigkeit. Der Zeitgeist macht auch vor den IT-Abteilungen keinen Halt: In Zukunft soll in Entwicklung, Nutzung und Entsorgung von Hardware und Software an die Umwelt gedacht werden. Dazu gehört etwa der verantwortungsvolle Abbau von benötigten Metallen oder der Gewässerschutz. Denn klar ist: Technologien können zur Lösung der Klimakrise beitragen, doch die IT verursacht zugleich selbst einen eigenen CO2-Fußabdruck.

Ein grüner Daumen zahlt sich nachweislich aus: Eine neue Studie von Capgemini zeigt, dass Unternehmen, die umfassende Maßnahmen für eine nachhaltige IT umsetzen, eine höhere Kundenzufriedenheit (in 56 Prozent der Fälle) und bessere ESG-Ratings (in 62 Prozent der Fälle) vorweisen können als jene, die dies nicht tun. Sie genießen sogar Steuervorteile (in 44 Prozent der Fälle).

Eine nachhaltige IT ist noch die Ausnahme

Zwar verfügt die Hälfte der befragten Firmen über ein unternehmensweites Nachhaltigkeitskonzept, allerdings besitzen nur 18 Prozent eine Strategie für eine nachhaltige IT einschließlich eines Zeitplans und konkreten Zielen. Nur bei 34 Prozent der Unternehmen steht das Thema überhaupt auf der Agenda.

Die Mehrheit der in der Studie betrachteten Firmen ist noch unsicher, wie sie eine nachhaltige IT gestalten soll, und nur sechs Prozent von ihnen weisen einen hohen Reifegrad in dieser Hinsicht auf. Nur 22 Prozent der befragten Unternehmen planen, in den kommenden drei Jahren ihren Co2-Fußabdruck durch eine nachhaltige IT um mehr als ein Viertel zu reduzieren.

Kaum Kenntnis über Klimabilanz der IT-Abteilungen

Zudem zeigt sich: 57 Prozent der befragten Unternehmen wussten nicht, wie groß der CO2-Fußabdruck ihrer Unternehmens-IT ist. Im Branchenvergleich kennen Banken (52 Prozent) und Konsumgüterhersteller (51 Prozent) diesen Wert am häufigsten. Am seltensten sind Unternehmen der fertigenden Industrie (28 Prozent) mit den CO2-Emissionen ihrer IT-Abteilungen vertraut.

Besonders ernüchternd: Nur 34 Prozent der Befragten waren sich bewusst, dass bei der Produktion eines Handys oder Laptops mehr CO2-Emissionen entstehen, als über deren gesamten Nutzungszeitraum hinweg.

Ohnehin nutzt nur eine Minderheit der Unternehmen entsprechende Mittel und einheitliche Standards, um die Umweltauswirkungen ihrer IT zu erfassen. So ermitteln 29 Prozent der befragten Organisationen ihren CO2-Fußabdruck mithilfe entsprechender Werkzeuge. 23 Prozent nutzen Leistungskennzahlen (KPIs). Weiterhin haben ein Viertel der Unternehmen (27 Prozent) Emissionskosten für ihren IT-Betrieb festgelegt, damit der ökologische Fußabdruck der IT abteilungsübergreifend erkennbar wird. Insgesamt erreicht erst ein Prozent der Unternehmen ihre gesetzten Ziele.

Erwartungshaltung gegenüber Technologieunternehmen

Die in der Studie befragten Unternehmen erwarten, dass die Technologiebranche ihnen bei der Einführung nachhaltiger IT-Praktiken hilft. 52 Prozent sind der Meinung, dass Nachhaltigkeit ein Aspekt der Produkte und Dienstleistungen von Technologieunternehmen sein sollte. 45 Prozent von ihnen wären bereit, für nachhaltige IT-Produkte und -Dienstleistungen einen Aufschlag von bis zu fünf Prozent zu zahlen. 61 Prozent möchten von Tech-Unternehmen dabei unterstützt werden, die Umweltauswirkungen der eigenen IT zu erfassen.

Handlungsempfehlungen zur Implementierung einer nachhaltigen IT

Zur raschen Umsetzung einer nachhaltigen IT empfehlen die Studienautoren einen dreistufigen Ansatz mit folgenden Schritten:

  • Entwicklung einer Strategie für eine nachhaltige IT, die im Einklang mit der übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens steht.
  • Etablierung eines Governance-Prozesses, der dezidierte Teams für nachhaltige IT umfasst und durch die Geschäftsführung unterstützt wird.
  • Umsetzung von Initiativen für eine nachhaltige IT, in der Nachhaltigkeit einen Grundpfeiler der Software-Architektur bildet.

Infografik: Unternehmen brauchen nachhaltige IT-Lösungen

Die folgende Infografik enthält wichtige Ergebnisse der Studie und zeigt die Bedeutung nachhaltiger IT-Lösungen für Unternehmen:

Infografik: Unternehmen brauchen nachhaltige IT-Lösungen

Unternehmen brauchen nachhaltige IT-Lösungen.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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