Krypto-M&A erreicht neue Rekorde

Fusionen und Übernahmen auf dem Markt für Blockchain-Technologien

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Der Krypto-Markt blüht: Der Gesamtwert seiner M&A-Deals stieg im vergangenen Jahr um das Fünfzigfache. Erstmals waren mehrere Deals jeweils über eine Milliarde Dollar schwer. Das zeigt eine aktuelle Studie. Auch 2022 ist kein Ende des Aufschwungs in Sicht.

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Im vergangenen Jahr waren Übernahmen und Fusionen in der Krypto-Branche äußerst beliebt: Gesamtwert und Anzahl der Krypto-Deals stiegen 2021 stark an. Das zeigt eine Untersuchung der Unternehmensberatung PwC über die aktuelle Marktsituation und die neusten Trends in der Krypto-Industrie.

Demnach stieg der Gesamtwert der M&A-Deals auf dem Krypto-Markt um das Fünfzigfache auf über 55 Mrd. US Dollar – ein Plus von 4.846 Prozent. Die Anzahl der Deals stieg auf über 390  Erstmals waren mehrere Deals über eine Milliarde US-Dollar schwer. Zudem würden größere Krypto-Unternehmen zunehmend in das Transaktions- und Übernahmegeschäft einsteigen. Dies sei, schreiben die Studienautoren, ein Hinweis darauf, dass sich der Markt weiterentwickele und etabliere.

Die durchschnittliche Krypto-M&A-Deal-Größe hat ebenfalls deutlich zugenommen und betrug 2021 179,7 Millionen US-Dollar.

Entwicklung der M&A-Aktivitäten auf dem Krypto-Markt (2019-2021)

Die Entwicklung der M&A-Aktivitäten auf dem Krypto-Markt.

Amerika hat die meisten Deals – Europa den höchsten Gesamtwert

In Amerika liefen mit 51 Prozent die meisten Deals ab. In der Wirtschaftsregion EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) gab es 33 Prozent der Übernahmen. 16 Prozent der M&A-Aktivität war in der APAC-Region (Asien-Pazifik) zu beobachten.

Die EMEA-Region konnte den höchsten Gesamtwert an Fusionen und Übernahmen verbuchen. Laut der Studie liegt dies vor allem dran, dass in dieser Region einige große SPAC-Transaktionen im Wert von je bis zu acht Milliarden US-Dollar über die Bühne gingen.

Die größten Deals wurden in Amerika abgeschlossen (22,4 Millionen US-Dollar). Es folgt Asien-Pazifik (7,1 Millionen US-Dollar) und EMEA (4,8 Millionen US-Dollar).

Insbesondere die Schweiz nehme in der Krypto-Industrie eine Schlüsselposition ein, wie die Studienautoren schreiben. Vorteile hätten die Schweizer durch ihr hervorragendes Marktumfeld und einem technologischen Vorsprung. Daher sei das Alpenland für Investoren besonders attraktiv.

Restliche Wirtschaft nimmt den Krypto-Markt ernst

Die Studie legt außerdem nahe, dass sich die M&A-Deals 2021 gleichmäßiger auf verschiedene Sektoren verteilen als noch in vorigen Jahren. 2020 etwa waren die Fusionen und Übernahmen vor allem im Handelsbereich zu finden – diese Hegemonie löste sich im darauffolgenden Jahr. Dies weise darauf hin, so die Studienautoren, dass der Krypto-Markt von der Wirtschaft zunehmen akzeptiert würden.

Die größten Investoren sind Venture Capitalists und Inkubatoren

Noch 2019 und 2020 stellten Krypto- und Blockchain-Unternehmen rund 50 Prozent der M&A-Deals. 2021 schrumpfte dieser Anteil auf 16 Prozent. Traditionelle Venture Capitalists und Inkubatoren holten auf und bilden nun die größte Investorengruppe im M&A-Sektor. Zu den begehrtesten Kaufobjekten zählen Daten- und Infrastrukturbetriebe. Sechs der Top-10-Deals von 2021 wurden in diesem Bereich getätigt.

Krypto-Finanzmittel gehen durch die Decke

Laut der Studie beschafften sich Krypto-Unternehmen 2021 Finanzmittel in Höhe von 34 Milliarden US-Dollar. Das ist nicht nur achtmal mehr als noch 2020 und ein Plus von 645 Prozent, sondern auch ein neuer Rekord. Um neue Fundraising-Deals zu ermöglichen, wurden 2021 zudem 49 Krypto-Fonds gegründet.

Der Ausblick auf 2022

Die Studienautoren meinen: Der deutliche Anstieg der Transaktionen zeigt, dass auch künftig mit einer anhaltenden Dynamik in der Branche zu rechnen ist. Zahlreiche neue Fonds und reichlich vorhandenes Kapital würden zu weiterem Wachstum führen. Eine wichtige Frage bleibe, ob Krypto-Unternehmen weiterhin SPACs als Finanzierungskanal nutzen werden.

Im Jahr 2022 würden zudem neuartige Konzepte wie NFTs, DeFi, Web 3.0 oder das Metaversum auf dem Krypto-Markt an Bedeutung gewinnen. Es sei allerdings eine Zunahme an Fundraising-Deals und eine Abnahme an M&A zu erwarten.

Zu guter Letzt würde sich die Branche weiter etablieren und expandieren. Krypto-Unternehmen würden im laufenden Jahr M&A nutzen, um die Produktexpansion in anderen Märkten voranzutreiben und Lizenzierungen zu beschleunigen.

Die Studie „2022 Global Cryptocurrency Mergers and Acquisition and Fundraising Report“ können Sie hier direkt herunterladen.


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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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