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Wird das Internet der Dinge allgegenwärtig sein?

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Digitalisierung verändert unser Leben

Bereiche des Internet der Dinge

Das Internet der Dinge hat unterschiedlichste Facetten
© Shutterstock

Experten sehen ein dramatisches Wachstum für das Internet der Dinge voraus. Es könnte unser Leben und unseren Alltag nachhaltiger verändern, als alle bisherigen Trends innerhalb der Digitalisierung.

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist eines der wichtigsten Teilgebiete Trends innerhalb des Megatrends der fortschreitenden Digitalisierung. Es erfasst die Wirtschaft genauso wie das alltägliche Zusammenleben. Damit hat es nicht nur ein enormes Geschäftspotential sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Exponentielles Wachstum der Connected Devices

Beim Internet der Dinge geht es vor allem um eines: In Verbindung (Conectivity) sein. Für 2020 wird ein Anstieg der Anzahl der mit dem Internet verbunden Geräte (Connected Devices) auf über 50 Mrd. vorausgesagt. Das bedeutet, dass auch jeden Menschen durchschnittlich 6,5 mit dem Internet verbundener Geräte kommen werden.

Das Internet der Dinge wächst exponentiell

In 2020 soll es mehr als 50 Milliarden mit dem Internet vernetzte Devices geben

Allgegenwärtigkeit des Internet der Dinge

So wird z.B. Nano-Technologie neue Wege und Möglichkeiten erschließen, um vernetzte Devices in Kleidung und Gegenständen des Alltags zu platzieren, die völlig neue Formen der Kommunikation eröffnen. Stellen Sie sich folgende Bilder aus Ihrem zukünftigen Alltag vor:

  • Ihr Home-Security-System informiert Sie darüber, wann Ihre Kinder aus der Schule kommen.
  • Als sie sich am Nachmittag einen Snack aus dem Kühlschrank nehmen, macht ihre Küche automatisch Inventur und versendet eine Einkaufsliste an Ihren lokalen Supermarkt.
  • Dort bereiten Roboter die Waren vor und liefern sie pünktlich zu Ihnen nach Hause, entweder mittels eines autonomen Fahrzeuges oder einer Drohne.
  • Ihre Smart-Uhr ist mit einem System verbunden, das Gesundheitsindikatoren in Echtzeit erkennt und analysiert. Sie informiert Sie darüber, dass es jetzt Zeit für das Abendessen sei, das gerade auf Basis der Ernährungsbedürfnisse Ihrer Familie mit den Zutaten aus Ihrer Speisekammer bereitgestellt wurde.
  • Wenn Sie Ihre Zustimmung geben, wird auch bereits der Ofen erwärmt, bevor Sie von der Arbeit nach Hause kommen.

Dieses Szenario mag heute futuristisch klingen, ist aber in Wahrheit nur ein Ausschnitt aus der logischen Folge dessen, was uns mit der Entwicklung des Internet der Dinge bevorstehen könnte. Alles um uns herum wird – unbemerkt von uns – intelligent vernetzt und damit allgegenwärtig sein.

Das Zeitalter der autonomen Systeme

Das Internet der Dinge läutet gemeinsam mit anderen Entwicklungen entlang der Digitalisierung das Zeitalter der autonomen Systeme ein.

Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2022, eine Billion vernetzte Sensoren in der Welt um uns herum eingebettet sein werden. In 20 Jahres sollen es bis zu 45 Billionen sein.

Mit derart vielen Datenquellen für alle möglichen Zwecke, werden vernetzte IT-Systeme im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz in der Lage sein, zu fast allen Bereichen des Lebens und Wirtschaftens schnelle und genaue Entscheidungen zu treffen. Zudem werden sie bei der kleinsten Aufforderung automatisch, d.h. ohne menschliches Zutun handeln.

Nutzen des Internet der Dinge

Schwer abzusehen, was von den zahlreichen neuen Möglichkeiten gut und begrüßenswert sein wird und wo Vorsicht geboten ist. Denkt man zurück an das, was im Jahr 1949 von George Orwell als für 1984 beschrieben wurde, dann mutet diese beängstigende Vision aus heutiger Sicht fast schon harmlos an.

Fest steht, wir werden uns dieser Zukunft nicht entziehen können. Allerdings können wir heute schon damit beginnen, uns mit ihr auseinanderzusetzen und sie zu formen.

Auf jeden Fall werden wir in, sagen wir mal zwei Jahrzehnten, nicht nur vieles anders machen als heute, sondern in Folge des Internets der Dinge auch völlig andere Dinge tun als zurzeit.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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