Die Zukunft der Arbeit ist hybrid

Mobiles Arbeiten als Chance für Mitarbeiter und Unternehmen

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Das Homeoffice ist in der Corona-Krise elementar. Der nachhaltige Erfolg hängt jedoch grundlegend von den Führungskräften ab. Eine aktuelle Studie gibt Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen und Mitarbeiter langfristig vom hybriden Arbeiten profitieren können.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Führung und Leadership

Führung (oder Management) bedeutet nicht zwangsläufig auch Leadership. Beides ist jedoch wichtig, gerade in Zeiten der Veränderung. Dies gilt auch für Banken und Sparkassen. Studien über aktuelle Trends und Entwicklungen zu diesem wichtigen Themenbereich finden Sie im Bank Blog.

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Schon vor der Corona-Krise wurde das mobile Arbeiten immer attraktiver wahrgenommen. Neben zunehmender Profitabilität soll es Flexibilität und Agilität steigern. Jedoch ist das „Remote Working“ bei vielen Unternehmen noch nicht nachhaltig implementiert. Eine Studie von Capgemini zeigt, was zur Transformation zum sogenannten „Hybrid Working“ notwendig ist. Denn trotz zunehmender maschineller Intelligenz am Arbeitsplatz werden Unternehmen nicht ohne die menschliche Komponente funktionieren.

Produktivität der Arbeitnehmer steigt

Von einer steigenden Produktivität der Mitarbeiter durch remote work profitierten laut der Umfrage 63 Prozent der Unternehmen. Dies sei begründet in den wegfallenden Reisezeiten, den flexiblen Arbeitszeiten, sowie der Implementierung von Tools zur digitalen Zusammenarbeit. Besonders profitieren drei Bereiche der Wertschöpfungskette:

  • IT,
  • Kundenservice und
  • Vertrieb.

In Bereichen, in denen Vor-Ort-Arbeit und ein höherer Arbeiteranteil bestehen wie Produktion, Forschung & Entwicklung oder Logistik, seien solche Produktivitätssteigerungen hingegen nicht wahrzunehmen.

Trend setzt sich fort

In den nächsten zwei bis drei Jahren erwarten Unternehmen eine Produktivitätssteigerung von 17 Prozent. Bereits im letzten Quartal konnten 88 Prozent der Befragten Immobilienkosten senken. Ganze 92 Prozent sind von weiteren Einsparungen dieser Fixkosten überzeugt. Langfristig beurteilen 70 Prozent der Unternehmen die Produktivitätsgewinne als nachhaltig. Die Autoren stellen dem aber voran, dass sich dafür in einer Unternehmenskultur Flexibilität, Resilienz und neue Denkweisen etablieren müssten.

Erwartungen von Unternehmen und Mitarbeitern

In den nächsten drei Jahren erwarten 30 Prozent der Unternehmen, dass mehr als 70 Prozent ihrer Mitarbeiter mobil arbeiten werden. Darüber hinaus sollte der Gesamtbüroflächenbedarf laut 48 Prozent der Unternehmen um mindestens 10 Prozent sinken. Fast die Hälfte der Mitarbeiter gehen davon aus, zukünftig mindestens drei Tage pro Woche remote zu arbeiten.

Arbeitnehmer sind Stress ausgesetzt

Die Sorge, dass gestiegene Produktivität zu Lasten der Arbeitnehmer erreicht wird, ist berechtigt. 56 Prozent der Mitarbeiter sind besorgt darüber, immer erreichbar zu sein. Bei der Altersgruppe zwischen 26 und 35 Jahren sind es sogar 60 Prozent. Führungskräfte müssen Wege aufzeigen, mit dem Stress des neuen Arbeitsmodells umzugehen, um die Produktivitätsgewinne nachhaltig zu stabilisieren.

Unternehmenskultur leidet

Mitarbeiter fühlen sich vermehrt abgekoppelt vom Unternehmen. 38 Prozent der bestehenden Mitarbeiter finden es schwierig, mit neuen Kollegen virtuell zusammenzuarbeiten. Und die neuen Kollegen fühlen sich zu 54 Prozent allein gelassen. Bei 55 Prozent der Neuangestellten besteht zudem Unklarheit über die Werte und die Leistungen ihres Unternehmens.

Handlungsbedarf in der Führungsebene

Um ein hybrides Arbeitsmodell nachhaltig zu stabilisieren, sei es entscheidend, Mitarbeiter zu managen und zu führen. Dazu müsse ein Gleichgewicht zwischen Büro und Heim hergestellt werden. Führungskräfte müssten etablierte Strukturen hinterfragen, die Wirksamkeit von Betriebsmodellen überdenken und Barrieren zwischen Mitarbeitern reduzieren.

Neue Arbeitskultur etablieren

Um das Miteinander zu verbessern, schlagen die Autoren vor, digitale Communities aufzubauen. Kollektive Rituale könnten auch digital umgesetzt werden. Im Bezug auf die Führungsebene sei es angebracht, Performance-Management-Systeme zu überdenken und statt den Zeitaufwand der Mitarbeiter die Produktivität und Resultate zu evaluieren.

Auch Arbeitsverträge könnten bei der Rekrutierung im hybriden Modell überdacht werden. So hätten Unternehmen bei Fern-Arbeitsplätzen die Möglichkeit, Belegschaften mit fluiden Mitarbeiten wie Selbstständigen und Freiberuflern zu ergänzen.

Führung neu definieren

Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter zu mehr Autonomie motivieren, um datengestützte Entscheiden treffen zu lassen. Manager seien zudem zu Empathie und aktivem Zuhören aufgerufen, um Resilienz und Adaption zu stärken. Mithilfe von digitalen Tools müsse darüber hinaus Transparenz zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschaffen werden, um bei ersterem frühe Anzeichen von Burnout feststellen zu können.

Digitale Infrastruktur

Eine robuste digitale Basis ist entscheidend für die hybride Arbeitsweise. IT-Teams müssten eine Infrastruktur installieren, die Agilität, Belastbarkeit und Skalierbarkeit gewährleistet. Darüber hinaus müssen Mitarbeiter lernen, mit den Tools und der digitalen Infrastruktur umzugehen. Sind diese Weichen gestellt, könne die Rolle des hybriden Arbeitsplatzes neu definiert werden.

Infografik: Die Zukunft der Arbeit

Die folgende Infografik zeigt eine Zusammenfassung wichtiger Ergebnisse der Studie und erläutert, warum hybride Arbeitsformen die Zukunft der Arbeit darstellen:

Infografik: Die Zukunft der Arbeit liegt in einem hybriden Modell

Die Zukunft der Arbeit liegt in einem hybriden Modell.

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Über den Autor

Simon Brinkmann

Simon Brinkmann ist freier Mitarbeiter des Bank Blogs für die Rubrik Studien und Research. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Event Management Firma edelklang und hat BWL mit Schwerpunkt Finance an der Universität Mannheim und an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht studiert.

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