HVB-Mutter UniCredit soll für Aktionäre attraktiver werden

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UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier will die Großbank für Investoren attraktiver machen. Dazu sollen unter anderem die Vorzugs- mit den Stammaktien zusammengelegt und die Begrenzung der Stimmrechte abgeschafft werden.

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Heute steht das folgende Thema im Blickpunkt:

UniCredit kündigt grundlegende Aktien-Reformen an

UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier will die Großbank für Investoren attraktiver machen. Dazu schlägt der Konzernvorstand den Aktionären umfangreiche Änderungen vor. So sollen die Vorzugs- mit den Stammaktien zusammengelegt und die Begrenzung der Stimmrechte abgeschafft werden. Wie die Muttergesellschaft der HypoVereinsbank heute mitteilte, sollen die Besitzer beim Tausch der Vorzugsaktien je Anteilsschein 3,82 Stammaktien und 27,25 Euro in bar erhalten. Daraus ergeben sich in Summe beim Schlusskurs von gestern rund 96 Euro je Anteil. Sowohl Vorzugs- als auch Stammaktien legten an der Börse heute deutlich zu. Mustier will auch die Stimmrechtsbegrenzung von derzeit maximal 5 Prozent aufheben. Der Einfluss von Großaktionären könnte damit steigen. Die Änderungen werden einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Dezember zur Genehmigung vorgelegt. Auf der Liste der Reformvorschläge steht auch, dass der Verwaltungsrat in Zukunft seine eigenen Kandidaten für einen Sitz in dem Gremium vorschlagen kann. Seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr legt Mustier ein hohes Reformtempo vor. Insidern zufolge soll UniCredit zudem erst kürzlich der Bundesregierung signalisiert haben, an der Commerzbank interessiert zu sein.

Weitere Meldungen des Tages

Das war heute ebenfalls von Bedeutung:

BaFin: Viele Privatkunden halten Zertifikate und Nachranganleihen

Bankkunden in Deutschland halten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zufolge in erheblichem Umfang Anlagen, die im Falle einer Schieflage eines Instituts ganz oder teilweise abgeschrieben werden müssten. „Deutschland liegt bei bail-in-fähigem Material in der Hand von Retailkunden nach Italien auf Platz zwei in Europa“, sagte BaFin-Präsident Felix Hufeld heute in Frankfurt. Dabei gehe es vor allem um Zertifikate und Nachranganleihen. Die Bail-in-Regeln besagen, dass im Falle der Rettung einer Bank zuerst die Anlagen der Eigentümer und Gläubiger des Instituts herangezogen werden.

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Umfrage: Kryptowährungen keine Alternative

Kryptowährungen sind einer Umfrage zufolge zwar bei mehr als 70 Prozent der Verbraucher bekannt. Dies zeigen die Ergebnisse einer Befragung durch die Unternehmensberatung BearingPoint. Lediglich 34 Prozent halten die Ablösung konventioneller Zahlungsmittel durch virtuelle für wahrscheinlich. Dies seien aber dreimal so viele wie vor einem Jahr.

Umfrage: Deutsche Wirtschaft läuft vor Bundestagswahl rund

Die Geschäfte in der deutschen Wirtschaft haben vor der Bundestagswahl kräftig zugelegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg im September entgegen den Prognosen von Experten um 2,0 auf 57,8 Punkte. Dies sei der beste Wert seit April 2011, teilte das Institut IHS Markit heute mit. In der gesamten Eurozone stieg der Index um 1,0 Punkte auf 56,7 Punkte. Volkswirte hatten einen leichten Rückgang erwartet. „Die Eurozone beendet den Sommer mit einem kräftigen Wachstumsschub“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Waigel wirbt für Frankfurt als EBA-Standort

Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel wird sich als Sonderbeauftragter dafür einsetzen, dass die Europäische Bankenaufsicht (EBA) nach Frankfurt kommt. Das teilte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier heute mit. Die EBA muss nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union von London in eine andere Stadt in einem EU-Mitgliedsland umziehen. Neben Frankfurt haben sich sieben weitere Städte beworben. Die Entscheidung über den neuen Standort soll im November fallen.

Meldungen aus einzelnen Bankinstituten

Zu einzelnen Banken und Finanzinstituten gab es heute folgende Meldung:

  • UBS-Regulierungsexperte Bartholet geht zu Julius Bär.

Was in den nächsten Tagen wichtig wird

In den nächsten Tagen stehen u.a. folgende Themen auf der Finanz-Agenda:

  • Rund 61,5 Millionen Deutsche sind am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme bei der Bundestagswahl 2017 abzugeben. Eine erste Tendenz zum Wahlausgang wollen die Meinungsforschungsinstitute um 18 Uhr veröffentlichen, unmittelbar nachdem die Wahllokale geschlossen haben. Eine erste Hochrechnung ist gegen 18.15 Uhr zu erwarten.
  • Am Montag arbeiten die Parteigremien die Ergebnisse der Wahl auf.
  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) präsentiert seinen wirtschaftspolitischen Katalog für die neue Bundesregierung.
  • In München veröffentlicht das Ifo Institut seinen Geschäftsklima-Index für September. Für die Postbank ist die 3. Tarifrunde angesetzt.
  • Die Gewerkschaft Verdi will im laufenden Integrationsprozess des Geldhauses in den Deutsche-Bank-Konzern einen Kündigungsschutz für die Beschäftigten bis Ende 2022 erreichen sowie 5 Prozent mehr Geld.
  • In Frankfurt beginnt die 2. Annual Research Conference der Europäischen Zentralbank (EZB), u.a. mit EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio (bis. 26.9.).
  • EZB-Präsident Mario Draghi tritt vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments auf.
  • Die Brexit-Verhandlungen Großbritanniens mit der EU werden fortgesetzt.
  • In Brüssel treffen sich die für Europafragen zuständigen EU-Minister, um über den Fortgang der Gespräche zu beraten.

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Der Bundesverband deutscher Banken ist die Stimme der privaten Banken. in Deutschland: Als wirtschaftspolitischer Spitzenverband bündelt, gestaltet und vertritt er die Interessen des privaten Kreditgewerbes und ist Mittler zwischen den privaten Banken, Politik, Verwaltung, Verbrauchern und Wirtschaft.

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