Wie verändert generative KI die Unternehmen?

Die Zukunft von ChatGPT & Co.

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Generative Künstliche Intelligenz ist dank ChatGPT in aller Munde. Schnell macht das Wort von der Transformation der Wirtschaft die Runde. Doch ganz so einfach und so schnell wie manche glauben, wird es nicht gehen.

Cartoon: Unternehmenstransformation durch generative KI

Die Einbindung von ChatGPT & Co ist nicht ganz so einfach, wie viele sich das zur Zeit vorstellen.
© Tom Fishburne

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Wir leben in einer Zeit, in der neue Technologien sehr schnell sehr populär werden können. Blockchain war so ein Beispiel. Und auch, wenn inzwischen die Euphorie von der Realität verdrängt wurde, nehmen Blockchain-Technologien eine wichtige Rolle in der Zukunft der Finanzbranche ein.

Das jüngste Beispiel ist ChatGPT. Gerade mal ein Jahr alt, sehen viele darin ein Wunder-Allheilmittel das in der Lage ist, Wirtschaft und Unternehmen auf eine neue Stufe zu heben. Was für eine Stufe das sein wird, liegt allerdings noch weitgehend im Ungewissen.

ChatGPT revolutioniert die Künstliche Intelligenz

Das Internet gab es schon vor Netscape. Aber als der Browser Anfang der 1990er Jahr auf den Markt kam, half er Millionen von Normalsterblichen, das Internet zu nutzen. Inzwischen gibt es ihn allerdings nicht mehr. Zunächst übernahm Microsoft mit dem Internet Explorer die Führung, inzwischen dominiert Google mit Chrome den Markt der Interentbrowser mit weitem Vorsprung vor Safari, Firefox und Edge.

Die Analogie zum ersten Internetbrowser Netscape greift bislang. Im Gegensatz zu vielen anderen technologischen Durchbrüchen, die sich nur in organisatorischen Silos durchsetzen oder sich langsam von unten nach oben durcharbeiten, war generative KI von Anfang an allgemein zugänglich. Über alle Hierarchieebenen, Funktionen und Branchen hinweg nutzen viele generative KI für Arbeit und Freizeit.

Hohe Erwartungen an generative KI

Im aktuellen Gartner Hype Cycle für die digitale Transformation des Bankings ist GenKI genau auf dem Peak der übersteigerten Erwartungen. Allerdings wird das Potential hoch bewertet.

McKinsey hat vor kurzem eine Studie veröffentlicht, in der 79 Prozent der Befragten angaben, dass sie schon einmal mit generativer KI in Berührung gekommen sind und 22 Prozent sie regelmäßig bei ihrer Arbeit einsetzen. Ein Drittel der Befragten gab an, dass ihre Unternehmen generative KI bereits regelmäßig in mindestens einer Funktion einsetzen.  Drei Viertel der Befragten erwarten, dass generative KI in den nächsten drei Jahren „signifikante oder disruptive Veränderungen in der Art des Wettbewerbs in ihrer Branche“ bewirken wird. Erwartet werden – wie beinahe immer bei neuen Technologien – mehr Effizienz und intensiverer Kundenkontakt.

Auch in Deutschland sorgt ChatGPT für Euphorie und hohe Erwartungen. Experten erwarten, dass Künstliche Intelligenz die Finanzbranche in den kommenden Jahren prägen wird.

Herausforderungen durch generative KI

Dennoch ist die Integration von generativer KI in Unternehmen nicht einfach nur eine weitere Softwareimplementierung.  GenKI ist nicht Plug-and-Play.  Es gibt viele Auswirkungen und Risiken, von denen einige bekannt und viele unbekannt sind.

McKinsey fand heraus, dass nur 21 Prozent der Unternehmen, die KI bereits einsetzen, über etablierte Richtlinien verfügen.  Nur 32 Prozent treffen Vorkehrungen gegen das Risiko der Ungenauigkeit und nur 25 Prozent gegen das Risiko der Verletzung des geistigen Eigentums.

Bis die frühe Hype- und Experimentierphase mit generativer KI vorbei ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen.

Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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