Flexshore: Eine neue Art, erstklassige Ergebnisse zu erzielen

Nearshore- und Offshore-Risiken minimieren

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Die Abwägung von Kosten und Eigenanteil an einem Projekt kann schwierig sein. Nearshoring und Offshoring-Modelle wurden in der Vergangenheit dazu verwendet, um die Balance zu schaffen, dies aber nicht ohne Risiko. Flexshore bietet einen dritten Weg.

Nearshore, Offshore und Flexshore sind Alternativen für das Outsourcing

Alternativen für das Outsourcing: Nearshore, Offshore und Flexshore.

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In der Finanzbranche entscheiden sich viele Banken für das Outsourcing im IT-Umfeld. Dies kann der Fall sein, um die Projektkosten zu senken oder weil dem Kunden in seiner lokalen Umgebung Ressourcen fehlen. Offshoring und Nearshoring sind zwei Möglichkeiten, wie eine Bank Outsourcing-Projekte abwickeln kann. Offshoring kann die Kosten erheblich senken, indem die Aufgaben in weit entfernte Regionen ausgelagert werden. Das Nearshoring bietet einen zusätzlichen Vorteil, indem es dafür sorgt, dass diese Aktivitäten näher am Hauptstandort der Organisation durchgeführt werden.

Aber gibt es einen dritten Weg, einen, der die Kosten senkt und gleichzeitig die Risiken großer kultureller, rechtlicher und zeitlicher Unterschiede zwischen den Teams minimiert? Die einfache Antwort lautet ja! Flexshore, die logische Weiterentwicklung des Nearshorings; Steigerung der Effizienz, ohne Kompromisse bei der Qualität der Ergebnisse einzugehen. Aber warum ist dieser dritte Weg für Finanzinstitute sinnvoll? Was bringt er mit sich, und kann er wirklich bessere Ergebnisse für Banken liefern?

Das Offshore/Nearshore Dilemma

Offshoring und Nearshoring bringen ihre eigenen, praktischen Probleme mit sich. Es gibt jedoch ein umfassenderes und grundlegenderes Problem, das sich aus diesen Modellen ergibt, insbesondere im Bereich der Finanzdienstleistungen.

Die zunehmende Konzentration auf die Kerngeschäftsaktivitäten hat Nebenwirkungen. Dies macht sich insbesondere bei den technischen Fähigkeiten innerhalb der Finanzinstitute bemerkbar, was sich erheblich auf deren Innovationsfähigkeit auswirkt. Diese kurzsichtige und zunehmend historische Sichtweise bei der Organisation von Projekten hat insbesondere Banken in eine Art Zwickmühle gebracht. Wie können sie zu den agileren Mitbewerbern mit ihrem „Digital First“ Fokus aufschließen und gleichzeitig ihren Geschäftsmodellen treu bleiben? Und wie können sie die Projektkosten niedrig halten, wenn die Marktkräfte sie zwingen, sich anzupassen und sich mit der Zeit zu verändern?

Die Art dieser Fragen legt nahe, dass eine Kompromisslösung erforderlich ist. Eine Lösung, die sofort dem Aufstieg der Innovation als Indikator für den Erfolg von Finanzinstitutionen gerecht wird, aber gleichzeitig Effizienzgewinne bei der Arbeit an innovativen Entwicklungsprojekten schafft und aufrechterhält, um negative finanzielle Auswirkungen zu verringern. Ein Flexshore-Modell kann hier möglicherweise Antworten liefern.

Flexshore – Die vier Säulen

Das Flexshore-Modell basiert auf vier Säulen, von denen jede ihre Rolle bei der Lösung einiger der Hauptprobleme bei Offshore- und Nearshoring-Aktivitäten spielt:

  1. Prozesskompetenz,
  2. Einbeziehung des Kunden,
  3. Agiler Ansatz sowie
  4. Verständnis für Partnerschaften.

1. Prozesskompetenz

In einer Branche wie der Finanzbranche ist Prozesskompetenz von entscheidender Bedeutung. Ein mangelndes Bewusstsein dafür, wie Prozesse im Finanzsektor ablaufen, und ein Vergessen der vielen kulturellen und insbesondere der regulatorischen Hürden, über die Unternehmen in diesem Bereich springen müssen, wird mit Sicherheit zum Scheitern eines Projekts führen. Flexshore legt daher einen hohen Wert auf Fachwissen, sowohl bezüglich der Methoden aber insbesondere auch in Bezug auf Prozesse und Regulatorik. Spezifische Kundenanforderungen müssen vollständig erfasst werden, und alle wichtigen Projektinformationen müssen in eine technische Sprache übersetzt werden, die von den Entwicklungsteams leicht verstanden und umgesetzt werden kann.

2. Einbeziehung des Kunden

Die Beziehung zwischen dem Team des Partners und dem Kunden muss agil sein. Durch die Einbeziehung des Kunden während jeder Phase des Projektes können eine kontinuierliche Abstimmung und ein kontinuierliches Kundenfeedback gewährleistet werden, indem eine dynamische Entwicklung als Reaktion auf seine Anforderungen gefördert wird.

3. Agiler Ansatz

Durch einen agilen Ansatz fallen Skalierbarkeit und Flexibilität, das dritte Merkmal, ganz natürlich ins Gewicht. Der Kontakt des Partners mit dem Kunden trägt dazu bei, dass Größe und Fähigkeiten des Teams auf die Projektanforderungen zugeschnitten werden können.

4. Verständnis für Partnerschaften

Schließlich sollte ein klares Verständnis für die Partnerschaft zwischen dem Kunden und den Flexshore-Teams geschaffen werden. Traditionelle Partnerschaftsmodelle innerhalb des Offshoring und Nearshoring neigen dazu, Kommunikationsbarrieren einzuführen, die zu einer ineffizienten Entscheidungsfindung führen. Eine Flexshore-Partnerschaft macht sich die Vor-Ort-Präsenz des Partnerteams zunutze, die es ihm ermöglicht, den Kunden und seine Arbeitsweisen zu leben.

Flexshore in der Praxis

Flexshore bietet Finanzinstitutionen die Möglichkeit, ihre Organisationsstrukturen umzugestalten. In der Praxis beruht dies zu einem großen Teil auf einem ausgeprägten kunden- und kundenorientierten Fokus. Mit anderen Worten: Wie kann der Kunde seinen Entwicklungsprozess so umstrukturieren, dass interne Effizienz geschaffen und seinen Endkunden eine bessere Benutzererfahrung geboten wird?

Zum Beispiel hat eine große europäische Bankengruppe ihre Organisationsstruktur auf die Agile Methodik umgestellt, was wiederum zu greifbaren Geschäftsergebnissen führte. Bei 37% der Projekte konnte die Zeit bis zur Markteinführung erheblich verkürzt werden, wobei die Kosten für die Anwendungsentwicklung um satte 60% sanken. Aus Sicht des Kunden wurde die Anmeldung für ein neues Konto zu einer einzigen fünfminütigen Online-Übung, statt durchschnittlich 20 Tage und drei Filialbesuche bei der Bank in Anspruch zu nehmen.

Diese Art von Ergebnissen wurde durch die Einführung des Flexshore-Modells erreicht, bei dem Vor-Ort- und Nearshore-Teams zur Unterstützung des Anwendungsentwicklungsprozesses des Kunden eingesetzt wurden. Durch die frühzeitige Einbeziehung des Kunden in diesen Prozess wurden robuste Kommunikationskanäle geschaffen, in denen alle Beteiligten die Projektanforderungen reibungslos definieren, erweitern und abschließen konnten. Da die Projektanforderungen je nach dem, was abgeschlossen werden muss, erweitert oder verringert wurden, konnte die von Flexshore gebotene Skalierbarkeit der Teamgrößen die Kosten und Ressourcenverschwendung deutlich reduzieren. Natürlich konnten dadurch Kosten und Ressourcenverschwendung sowohl für den Kunden als auch für den Auftraggeber verringert werden, wie sich gezeigt hat.

Mit den regulatorischen Regelungen Schritt halten

Flexshore mindert die Risiken traditioneller Ressourcenmanagementmodelle. Seine Agilität, Skalierbarkeit und die Fähigkeit, effektive Elemente von Nearshoring und internem Fachwissen zu kombinieren, ist perfekt für Institutionen, die mit den digital-native Herausforderern, deren Geschäftsmodelle auf diesen Konzepten basieren, Schritt halten wollen.

Aber zu Flexshore gehört mehr als nur mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Von der Bewältigung sich ständig ändernder Vorschriften bis hin zur Verbesserung der Geschäftsanalyse ist Flexshore weit davon entfernt, ein Ein-Trick-Pony zu sein.


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Über den Autor

Christian Schultz

Christian Schultz ist Business Development Director bei Critical Software in Deutschland und für die Banken- und Versicherungsbranche verantwortlich. Er verfügt über mehr als 15 Jahre branchenübergreifende Erfahrung im IT- und Technologie-Umfeld, insbesondere in Bezug auf Outsourcing und Digitale Transformation.

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