Maßgeschneiderte Digitalisierung der Kundenberatung

Auf dem Weg zu einem FinTech-Ökosystem

Marktbereinigung im deutschen FinTech-Segment geht weiter

Der deutsche Markt für FinTechs gelangt zunehmend in eine Reifephase. Höhere Investitionen, mehr Expansionen ins Ausland und zunehmende Kooperationen sind die Folge. Investoren setzen vermehrt auf etablierte Startups.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalsierung im Bereich Finanzdienstleistung

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Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hat ihre jährliche Studie zur Entwicklung des deutschen FinTech-Segments vorgelegt. Die Zahl der FinTechs in Deutschland scheint sich demnach zu stabilisieren.

Im ersten Halbjahr 2018 wurden nur sechs Neugründungen gezählt nach 22 im Gesamtjahr zuvor. Unter Berücksichtigung von gescheiterten Geschäftsmodellen wuchs der Gesamtmarkt damit nur um zwei Unternehmen auf 303 FinTechs.

Die Investitionen in Startups aus dem Finanzbereich sind in den ersten neun Monaten um 12 Prozent gegenüber 2017 angestiegen und betragen 477 Millionen Euro. Zum Jahresende erwarten die Experten 636 Millionen Euro. Allerdings dürfte die Zahl der Deals gegenüber den 67 Deals aus dem Vorjahr geringer ausfallen. Bisher wurden 49 Deals getätigt.

Wettbewerb sorgt für einsetzende Konsolidierung

Die bestehenden Unternehmen konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle und die Internationalisierung. Ziel sei eine Stärkung für den Wettbewerb und der Aufbau einer größeren Kundenbasis.

Druck erhalten FinTech-Startups von zwei Seiten:

  • Aus dem Inland von traditionellen Finanzinstituten, die lange abgewartet haben, aber inzwischen immer stärker selbst auf neue Technologien setzen.
  • Aus dem Ausland durch neue Wettbewerber, die in den deutschen Markt drängen, der wegen der schieren Größe und der Wirtschaftskraft attraktiv ist.

Berlin, Frankfurt und München größte FinTech-Standorte

Die deutschen FinTechs verteilen sich vor allem auf die Städte Berlin (81 FinTechs), Frankfurt/Rhein-Main-Region (74) und München (48).

Etwa ein Drittel der bestehenden FinTechs – also rund 100 – haben nach Schätzung der Studienautoren bereits den Sprung über die Grenze auf Auslandsmärkte gewagt. Andersherum sind den Schätzungen zufolge rund 84 FinTechs mit Sitz im Ausland auf dem deutschen Markt aktiv.

Gerade das deutschsprachige Ausland – also Österreich und die Schweiz – seien für viele FinTechs interessant, weil sie ihre Lösungen ohne Sprachbarrieren einer größeren Anzahl von Kunden anbieten könnten. Zudem sei in vielen Märkten der Wettbewerb noch nicht so hart wie in Deutschland.

N26 und Deposit Solutions mit hohen Finanzierungsrunden

Vor allem die bereits im Markt etablierten FinTechs konnten in Deutschland das Interesse von Investoren wecken: Die größten Finanzierungsrunden sicherten sich N26 mit 130 Millionen Euro sowie die Open-Banking Plattform Deposit Solutions mit 88 Millionen Euro.

Zudem sei der erfolgreiche Börsengang des Mittelstandsfinanzierers creditshelf ein Signal an andere FinTechs gewesen, das günstige Kapitalmarktumfeld zu nutzen.

Vor allem FinTechs im B2C-Bereich, also im Geschäft mit Privatpersonen, stehen vor Herausforderungen, denn zwei Drittel der gescheiterten FinTechs in den vergangenen drei Jahren waren hier unterwegs.

Ursache sei, dass gerade im Privatkundengeschäft viele etablierte Finanzdienstleister weitverzweigte, funktionierende Strukturen aufgebaut haben. Zudem investieren sie verstärkt selbst in die Digitalisierung und verfügen in der Regel über mehr Mittel als neue Wettbewerber. Erschwert werden die Erfolgsaussichten dadurch, dass es sehr teuer ist, sich eine ausreichend große Kundenbasis aufzubauen. Zudem bedienen viele Geschäftsmodelle vor allem Nischen und lassen sich nicht einfach auf eine größere Masse oder auf ausländische Märkte ausweiten.

Auf dem Weg zum digitalen Finanz-Ökosystem

Viele FinTechs suchen daher die Zusammenarbeit mit großen Instituten. Diese zeigen sich zunehmend bereit zu Kooperationen, da sie oft selbst nicht die entsprechenden digitalen Lösungen besitzen. Unter Deutschlands Top-Ten-Banken gibt es inzwischen keine mehr, die nicht in irgendeiner Form mit einem FinTech kooperiert. Zwei – die Deutsche Bank und die ING-DiBa – haben sogar bereits je ein FinTech übernommen.

Der Markt sei dem Weg zu einem FinTech-Ökosystem. Die zunehmende Vernetzung sei für den Markt als Ganzes positiv. Die Unterstützung durch etablierte Institute hilft Start-ups zu wachsen. Die Banken wiederum profitieren von Know-how, das sie selbst nicht haben.

Über kurz oder lang wird diese Dynamik jedoch eine Konsolidierung nach sich ziehen. Für Start-ups, denen es nicht gelingt, Investoren oder Partner zu überzeugen, wird der starke Wettbewerb das baldige Aus bedeuten.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und ist der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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