Maßgeschneiderte Digitalisierung der Kundenberatung

Erfolgsfaktor für Banken: Modulare Firmenkundenportale

Bei Firmenkunden als digitaler Partner positionieren

Während die Digitalisierung der Unternehmen unaufhörlich voranschreitet, kommt das Corporate Banking oftmals nicht hinterher. Um in diesem Segment weiter erfolgreich zu sein, müssen Banken heute neuen Anforderungen an Schnelligkeit und digitaler Vernetzung gerecht werden.

Portallösungen für Multibanking im Firmenkundengeschäft

Mit Portallösungen für Multibanking inklusive umfassendem Liquiditätsmanagement können sich Banken bei Firmenkunden als digitaler Partner positionieren

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Der Zahlungsverkehr und das Cash Management sind zentrale Elemente in der Unternehmenssteuerung. Denn Unternehmen – ob groß, mittel oder eher klein – pflegen in der Regel Beziehungen zu mehreren Banken. 80 Prozent aller KMUs haben mehrere Bankbeziehungen, 21 Prozent davon arbeiten sogar mit mehr als fünf Banken zusammen. Das Beratungsunternehmen zeb hat im Oktober 2018 eine Studie zum Firmengeschäft der Zukunft veröffentlicht. Darin werden folgende Erwartungen von Firmenkunden an ihre Bank genannt:

Partner des Bank Blogs

Adorsys ist Partner des Bank Blogs
  • Verständnis für das eigene Geschäftsmodell sowie der Transformation („Wir brauchen echte Realisierungspartner!“)
  • Vernetzung vom Bezahlen über Warenbestellung bis zum Financial Reporting („Wir brauchen Plattform-und Vernetzungsexperten!“)
  • Lösungen ohne Zeitverlust, passgenau und ausgerichtet am Bedarf des Kunden, genau wie die eigenen Lösungen der Unternehmen („Den gleichen Anspruch erwarten wir von unseren Partnern!“)

Digital-Banking-Portale für Firmenkunden

Bei der User Experience wie auch beim Thema Multibanking herrscht im Firmenkundensegment immer noch ein gravierender Nachholbedarf. Während sich Privatleute heute schon mühelos durch ihr gamifiziertes Banking klicken, sieht der Arbeitsalltag in der Buchhaltung häufig trist aus. Die Online-Portale der verschiedenen Banken, bei denen ein Unternehmen Kunde ist, müssen einzeln angesteuert werden. Dabei wird Datei für Datei manuell hochgeladen, eine Gesamtübersicht fehlt.

Durch neue Technologie und offene Plattformen können Finanzinstitute Online-Banking-Portale für Firmenkunden entwickeln, die multibankfähig sind und so einen Gesamtüberblick über die aktuelle tatsächliche Liquidität bieten. Schließlich bildet der Zahlungsverkehr das Fundament allen Wirtschaftens. Darüber bieten moderne Portale heute über den Zahlungsverkehr hinaus viele innovative Funktionen. Diese ermöglichen Firmenkunden einen besseren Überblick, effektivere Planung und komfortablere Zusammenarbeit. So können Banken ihren Kunden beispielsweise kundenindividuelle Dashboards, Datenräume zum sicheren Austausch von Dokumenten, Cash Pooling, Liquiditätsforecasts und vieles mehr zur Verfügung stellen.

Vernetzen durch Multibanking

Firmenkunden können heute sehr komfortabel verschiedene Bankkonten verwalten, Kontoinformationen abrufen und Zahlungen ausführen. Sie müssen sich dafür nicht mehr umständlich bei verschiedenen Banken einloggen. Die reibungslose Abwicklung des Zahlungsverkehrs erfolgt einfach und sicher über ein einziges Portal, das Sie als Finanzpartner Ihren Kunden zur Verfügung stellen können. Im Hintergrund ermöglichen das  hochsichere Integrationsplattformen, die das Online Banking mit multibankingfähigen Prozessen und Services ergänzen.

Umfassendes Liquiditätsmanagement zur Optimierung der Finanzsteuerung

Open Banking und die Übersicht der Liquidität über alle Konten bilden ein wichtiges Fundament im State-of-the-Art Corporate Banking. Zudem spielen in der Kunde-Bank-Kommunikation die Zahlungsverkehrsauslösung und die verteilte elektronische Unterschrift (VEU) beim multibankfähigen Standard EBICS eine wichtige Rolle. Eine Kernfunktion besteht darin, Zahlungen, die beispielsweise über SAP oder eine andere Buchhaltungslösung eingespeist wurden, über das Firmenkundenportal freizugeben und auszulösen.

Über diese Grundfunktionalitäten hinaus stellen sich Unternehmen heute die Frage, wie sich im nächsten Schritt ihre gesamte Liquidität über alle Bankbeziehungen hinweg in einem Firmenfinanzportal überblicken, planen und steuern lässt. Banken können punkten, indem sie ihren Kunden nicht nur die aktuelle Liquidität anzeigen, sondern auch ein umfassendes Liquiditätsmanagement inklusive Liquiditätsforecasting-Funktionen anbieten. Dieses kann Firmenkunden sowohl die Gruppierung von Bankkonten als auch die manuelle oder automatische Erstellung von Kontoüberträgen ermöglichen. Unter Berücksichtigung der erfassten Zahlungen können außerdem Plandaten und Cashflows integriert und verwaltet werden. Cash-Pooling-Funktionen wie Zero Balancing oder Target Balancing erlauben die optimale Allokation der Liquidität. Unternehmen können je nach Cash-Pooling-Vereinbarung direkt automatisiert oder manuell Kontoüberträge von einer Bank zur anderen auslösen. Basierend auf den vorhandenen Daten lassen sich präzise Liquiditätsforecasts erstellen. Somit wird die Liquiditätssteuerung noch effizienter und effektiver.

Den Kunden besser verstehen

Über die umfassenden Business Banking Portale erhalten Banken ein besseres Verständnis für die Finanzsituation ihrer Kunden. Kundenberater können schneller und gezielter agieren und noch besser beraten. Der Berater erhält automatisch eine Benachrichtigung über ungewöhnliche Aktivitäten auf den Konten des Kunden und kann entsprechend reagieren. Ein Beispiel: Hat ein deutsches Unternehmen plötzlich auf seinen britischen Bankkonten plötzlich deutlich mehr Pfund auf einem seiner britischen Bankkonten, kann Ihr Berater ihn direkt kontaktieren, um zu besprechen, was im nächsten Schritt geschehen soll: Was machen wir mit dem Geld? Tauschen wir es um? Wollen wir es absichern?

Hier eröffnen sich insgesamt für Sie als Bank viele neue Möglichkeiten, um Ihre Firmenkunden künftig noch besser zu verstehen und Ihre Services sowie die Qualität Ihrer Beratung zu optimieren.

Modularer Aufbau ermöglicht vielfältige Use Cases

Die Bankenlandschaft im Corporate Banking ist so vielfältig wie ihre Firmenkunden. Sie reicht von Banken, die in erster Linie Gewerbekunden betreuen bis hin zu Multinationals, die für alle Segmente und Bereiche im Corporate Banking Lösungen anbieten. Ein digitales Firmenkundenportal muss entsprechend eine Vielzahl von Facetten abdecken und Möglichkeiten eröffnen. Während ein Kunde besonderen Wert auf den digitalen Zahlungsverkehr legt, benötigt ein anderer vielleicht eine Lösung für Kollaboration.

Moderne Portale decken die unterschiedlichsten Kundenanforderungen ab. Die Helaba bietet beispielsweise ihren Großkunden aus den Bereichen Immobilien- und Firmenkunden digitale Kundenportale an, die über intuitiv zu bedienende Dashboards einen 360°-Blick auf die bestehenden Geschäftsbeziehungen geben. Außerdem ermöglichen die Kundenportale der Helaba die Abwicklung von Real-Estate-Finanzierungen und vereinfachen die Kollaboration über einen gemeinsamen Datenraum. Die Credit Suisse dagegen setzt ihre bestehende E-Banking-Lösung im Frontend ein, nutzt im Backend jedoch eine Integrationsplattform für multibankingfähige Prozesse und Services, um Drittanbieter im Sinne von Open Banking einzubinden. Sind die Firmenkundenportale modular aufgebaut, dann bieten sie für jede Ausprägung die passende Lösung und ermöglichen somit Banken, den Anforderungen ihrer Firmenkunden gerecht zu werden:

  • Die Unternehmen besser verstehen und ein echter Realisierungspartner sein!
  • Vernetzung aller Prozesse und Services auf einer Plattform!
  • Passgenaue Lösungen, die am Bedarf der Firmenkunden ausgerichtet sind!
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Über den Autor

Sebastian Manthei

Sebastian Manthei ist Head Business Development Digital Payment bei Crealogix und berät Kunden insbesondere im Bereich der Firmenkundenlösungen. Zuvor führte er als Mitgründer über mehrere Jahre ein Schweizer FinTech im Bereich Asset und Wealth Management, welches mehrfach für seine innovativen Lösungen sowohl in der Schweiz als auch international ausgezeichnet wurde. Bereits während seines Wirtschaftsstudiums arbeitete Sebastian Manthei bei der Privatbank Reichmuth & Co in Luzern als Investmentanalyst. Im Anschluss übernahm er verschiedene Business-Development-Rollen bei Schweizer Asset-Managern.

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