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Test der Beratungsqualität in den Filialen von Banken und Sparkassen

Für ein noch freieres Leben

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Direct Banking im Jahr 2035

Finanzdienstleistungen im Jahr 2035

Auf der Suche nach der Finanzdienstleistung der Zukunft
© Shutterstock

Direct Banking hat vor 20 Jahren das Bankgeschäft fundamental verändert und wird dies auch in den nächsten 20 Jahren tun. Der Einsatz technologischen Fortschritts muss jedoch dazu dienen, den Kunden ein selbstbestimmtes und unabhängigeres Leben zu ermöglichen.

Wer eine Vorstellung davon gewinnen will, wie Banking in 20 Jahren aussehen könnte, der sollte zunächst 20 Jahre in die Vergangenheit reisen. 1996 war comdirect gerade einmal zwei Jahre jung. Unser Geschäftsmodell war damals geradezu revolutionär: Wir waren rund um die Uhr für unsere Kunden da. Und wir versetzten sie von Anfang an in die Lage, selbst und eigenverantwortlich kluge Finanzentscheidungen zu treffen.

Dafür haben wir ihnen Werkzeuge an die Hand gegeben, die es so bislang damals noch nicht gab oder nur den Profis vorenthalten waren. Dazu gehörte zum Beispiel der Informer, mit dessen Hilfe sich jeder aus einem schier unübersehbaren Universum von Möglichkeiten mit wenigen Schritten die für ihn passenden Anlageprodukte herausfiltern kann. Oder auch Tools zur Echtzeit-Anlage mit Wertpapieren.

Gemeinsam mit anderen Direktbanken haben wir die Kunden damit aus der Abhängigkeit von klassischen Banken und ihren Beratern befreit. Mit Banking für Jedermann und auf Augenhöhe mit dem Kunden, ohne Tisch dazwischen.

Vom souveränen zum mobilen Kunden

Heute gehört all das längst zum Standard. Natürlich gibt es weiterhin Banken mit Filialen und Beratern! Viele von ihnen haben sich an die neuen Bedürfnisse angepasst. Zum Beispiel, indem sie ihre Filialen offener und ihr Beratungskonzept transparenter gestaltet haben. Offen ist, ob das ohne die disruptiven Wettbewerber wie comdirect und andere auch geschehen wäre – Wettbewerb belebt das Geschäft.

Heute stehen Finanzdienstleister vor neuen Herausforderungen. Und neuen Wettbewerbern. So wie wir seinerzeit gemeinsam mit anderen Direktbanken das hergebrachte Bankgeschäft modernisiert haben, werden wir von einigen altbekannten und vielen neuen Wettbewerbern herausgefordert. FinTechs, die den Zahlungsverkehr revolutionieren wollen. Internetkonzerne wie PayPal, Google und Apple, die auf den Markt für Finanzdienstleistungen drängen. Sie locken mit Angeboten, die oftmals mobil und fast immer einfach und intuitiv sind. Wieder einmal geht es also darum, dem Kunden ein freieres Leben zu ermöglichen.

Arno Walter ist Vorstandsvorsitzender der comdirect bank

Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank

Comdirect ist wie damals auch heute wieder ganz vorne mit dabei: Mit Angeboten wie unserem VideoIdent-Verfahren zur Kontoeröffnung, dem AnlageAssistenten für einen einfachen Zugang zur Wertpapieranlage und auch unserer smartpay-App haben wir Maßstäbe für neue und moderne Angebote gesetzt. Die letztgenannte App ist aber auch ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Banken und FinTechs: Denn die Grundfunktionen der App fürs automatische Bezahlen von Rechnungen haben wir von einem Partner übernommen. Die Archivfunktion, mit der die bezahlten Rechnungen im digitalen Speicher abgelegt werden können, haben wir selber entwickelt.

Um mit den immer schnelleren Entwicklungen Schritt halten zu können, haben wir unsere Arbeitsweisen angepasst. Wir arbeiten nach agilen Methoden und sind in der Lage, eine Idee binnen weniger Wochen zur Marktreife zu bringen. Und wir nutzen sehr früh in der Entwicklung das Feedback unserer Kunden, um uns und unsere Produkte laufend zu verbessern. Neue Innovationen spüren wir unter anderem durch unsere Start-up-Garage und mit einem internen Innovationsmanagement auf, bei dem jeder Kollege bei unterschiedlichen Formaten Ideen einbringen kann. Dazu gehören selbst entwickelte Veranstaltungen wie z.B. der comdirect Innovationstag genauso wie unser Engagement im Verein Connected Living, wo wir als erste Bank Mitglied geworden sind.

Wir sind dadurch flexibel und kreativ wie ein Start-up. Schließlich sind wir das vor über 20 Jahren auch gewesen. Gleichzeitig genießen wir als etablierte Bank mit einer starken Marke das Vertrauen unserer Kunden. Als durch und durch digitale Bank haben wir es dabei sicherlich leichter als andere Institute. Darauf ausruhen dürfen wir uns aber nicht.

Die Befreiungsgeschichte geht weiter

Und wie sieht es in 20 Jahren aus? Das lässt sich heute nur erahnen und nicht ansatzweise sicher vorhersagen. Vielleicht werden wir Virtual-Reality-Kontaktlinsen tragen, die unsere Konto- und Depotdetails auf Wunsch jederzeit direkt in unser Blickfeld projizieren. Und zwar in einer künstliche geschaffenen Umgebung ganz nach unseren Wünschen. Das kann eine klassische Filiale sein, aber auch ein Café oder ein Strand. So wie der Kunde es selber entscheidet.

Oder wir werden abends beim Einschalten des Fernsehers von einem digitalen Finanzassistenten aktiv angesprochen (selbstverständlich in einer 3D-Animation direkt in unser Wohnzimmer projiziert) und von ihm darauf hingewiesen, dass im eigenen Depot bestimmte Gewinn- oder Verlustschwellen erreicht wurden, wie mein Kollege Dr. Sven Deglow in einem Gastbeitrag vor kurzem hier erläutert hat. Die möglichen Handlungsoptionen werden dann in einem virtuellen privaten Chatraum parallel mit der eigenen Peergroup diskutiert. Für die Transaktion benötigt man danach selbstverständlich nur noch die Stimme, die Nutzung von Endgeräten hat man schon vor über zehn Jahren (also 2025) als unpraktisch angesehen.

Dasselbe könnte künftig auch während der Autofahrt möglich sein. Während mich das selbstfahrende Fahrzeug morgens zur Arbeit bringt, informiert mich mein Anlageassistent über alle wichtigen Themen: Wie ist der aktuelle Stand meines Depots? Gibt es Nachrichten, die die Kurse meiner Aktien beeinflussen könnten? Und wie reagiert meine Peergroup darauf? Statt mich über den Berufsverkehr zu ärgern, kann ich so fundierte Finanzentscheidungen treffen. Autonomes Banking beim autonomen Fahren.

Das Bankgeschäft wird sich fundamental wandeln

Vielleicht ist 2035 all das Realität. Vielleicht werden wir dann aber auch Technologien nutzen, von denen wir heute noch nichts wissen. 1996 hätte schließlich auch kaum jemand gedacht, dass wir 2016 unsere Bankgeschäfte per Smartphone oder Tablet erledigen.

Fest steht nur: Die Art und Weise, wie Menschen ihre Finanzgeschäfte erledigen, wird sich (wieder einmal) fundamental ändern. Ich bin überzeugt, dass wir erneut eine Befreiungsgeschichte erleben werden: Auf die Befreiung von der Filiale und starren Öffnungszeiten und der darauffolgenden größeren Freiheit durch mobile und möglichst einfache Zugänge folgt nun die Befreiung von bestimmten Endgeräten, die aktuell noch als Zugang zum Banking dienen. Banking wird sich noch stärker in den Alltag der Menschen integrieren.

Bei allen Unterschieden, die das Banking von gestern, heute und morgen auszeichnet, gibt es also eine Gemeinsamkeit: Immer ging und geht es darum, den Kunden ein selbstbestimmtes und unabhängigeres Leben zu ermöglichen. Finanzdienstleister, die dieses Leitmotiv berücksichtigen, werden auch in Zukunft erfolgreich sein. Wir bei comdirect haben deshalb eine klare Mission: Wir wollen zum smarten Finanzbegleiter im Leben unserer Kunden werden und ihnen ein freieres Leben ermöglichen.


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Über den Autor

Arno Walter

Arno Walter ist seit März 2015 Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach einer weiteren Station bei der Dresdner Bank im Privatkundengeschäft, wechselte er im Jahr 2000 zur Deutschen Börse und dann 2002 zur Commerzbank, wo er Führungspositionen in verschiedenen Bereichen besetzte. Zuletzt verantwortete Walter im Segment Private Kunden den Vertrieb in der Region Süd-West als Bereichsvorstand.

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