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Test der Beratungsqualität in den Filialen von Banken und Sparkassen

Digitalisierung total – die Vernetzung der Dinge

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Wie das Internet der Dinge unser Leben erobert

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.
© Shutterstock

Das Internet der Dinge wird alle Bereiche des Lebens durchdringen und digitalisieren. Reale und virtuelle Welt werden immer mehr vermischt und FinTech-Unternehmen und Start-ups haben einen wichtigen Anteil daran.

1 Milliarde PCs, 5 Milliarden Smartphones und geschätzt zwi­schen 50 und 100 oder mehr Milliarden vernetzte Dinge, das sind die prognostizierten Zahlen per 2020. Das Internet der Dinge (im Original: Internet of Things, kurz IoT) umfasst alle realen Objekte, die passiv oder aktiv als Netzteilneh­mer agieren können und autonom oder teilautonom Aufgaben abwickeln. Es wird als physischer Anker der Digitalisierung alle Bereiche des Lebens durchdringen und unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Es verschafft der Digitalisierung Augen, Ohren und Hände und schlägt so die Brücke von der virtuellen in die reale, physikalische Welt. Die Grundpara­meter zahlreicher Produkte und Märkte werden neu definiert werden. Eine Unmenge an Daten wird erzeugt und ist zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar, auswertbar und ermöglicht fundierte Entscheidungen – vom Men­schen oder auch von vernetzten Com­putern. Verrückte und spannende Zeiten also, die wir erleben und ge­stalten dürfen.

Abwickler und Mittler im Wett­streit mit P2P-Lösungen

Die Po­sition der Banken und Versiche­rungen als Mittler und Abwickler von Dienstleistungen wird durch P2P-Lösungen herausgefordert. Als erstes erfolgreiches System hat dies Paymit für die Schweiz mit Di­rektzahlungen ohne Courtagen von Konto zu Konto aufgezeigt. Das IoT wird in Form personalisierter Wearables die Authentisierung und Autorisierung von Zahlungen nachhaltig verändern. Zukünf­tig werden Dinge selber wissen, was sie wert sind, und der Kunde autorisiert die P2P-Bezahlung mittels teilautonomer Wearables. Technologien wie Blockchain ermöglichen in einem nächsten Schritt auch die Abwicklung der Transaktionen auf einer absolut vertrauenswürdigen, aber öffent­lichen Plattform, und hinterfragen die Rolle der Banken tiefgreifend.

Mobilität und Sharing Economy

Selbstfahrende Elektroautos, die nicht mehr gekauft, sondern nur noch benutzt werden und als aktive Netzteilnehmer via Smartphone geordert und bezahlt wer­den, lösen nicht nur Teile unserer Umwelt- und Verkehrsproble­me, sondern haben enormen Einfluss auf alle beteiligten Indust­rien. So werden um Grössenordnungen weniger Autos benötigt, Miet- und Versicherungsverträge werden ad hoc und automa­tisch auf Basis der aktuellen Datenlage direkt zwischen Mobili­tätsanbieter und Kunde abgeschlossen, das gesamte Ecosystem «Mobilität» mit allen Zulieferern und Dienstleistern wird sich nachhaltig verändern.

Versicherung versus Prävention

Das klassische Versiche­rungsmodell sichert den Versicherungsnehmer gegen die finanziellen Folgen eines Schadensfalls ab, das Verhindern von Schaden hingegen, eigentlich im Interesse aller, ist noch kein Thema. Eine auf Wearables basierende Gesundheitsüberwachung, die automatische Er­kennung von Risikoprofilen und -verhaltens­weisen oder auch die Sicherung wertvoller Güter mithilfe von IoT-Devices werden neue Versicherungsmodelle und damit auch neue Anbieter hervorbringen.

Logistik und Unterhalt

Wartung, Garantie und Ersatzteilmanage­ment z. B. von komplexen Indust­rieanlagen werden sich zukünftig weitestgehend selbstständig organi­sieren. Daten über den Standort und den Zustand ermöglichen ein hochoptimiertes Serviceangebot über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Daten sind die neue Währung

Wer in der Lage ist, die richtigen Daten zu erzeugen oder zu akquirieren, um da­rauf sein Kernangebot aufzubauen, der wird in den Märkten der Zukunft die Nase vorn haben. Eine nicht ganz triviale Aufgabe im Span­nungsfeld von technisch Machbarem, persönlichem Schutzbedürfnis und gesetzlichen Regulierungen.

Die Neudefinition des Selbst

Wie definiert sich ein Unternehmen neu, wenn bestehende Märk­te auf absehbare Zeit wegbrechen und die neuen Möglichkeiten bei Weitem noch nicht ausgelotet sind? Wie geht man mit dieser Unsicherheit um, wie generiert man Ansätze, die eine Chance auf Erfolg im neuen Umfeld bieten? Kurz – wie macht man Innovati­on? Ich hoffe, Sie kennen alle meine kurze Antwort: Mieten Sie sich eine Garage bei ti&m – wir realisieren Ihre Zukunft! Eine Innovation ist eine realisierte (gute) Idee, wir realisieren Innovation mittels Garagenprojekten und garantieren Produkteinführungszeiten von 6 Wochen bis maximal 9 Monaten. Time to market hat Priorität.

Interaktion Mensch-Maschine

Menschen integrieren Computer und Computer integrieren Menschen in ihre Abläufe und so vermischen sich reale und vir­tuelle Welten stetig mehr. Der Garagenansatz zur Umsetzung von Innovation alleine löst nicht alle Probleme der digitalen Um­wälzung, soziale und ethische Fragen bleiben unbeantwortet. Geschichtlich betrachtet, haben technische Revolutionen stets mehr Wohlstand und Arbeit erschaffen als zerstört und ich bin überzeugt, dass dies auch mit dem Internet der Dinge der Fall sein wird. Wir unterstützen diese Wertediskussion im Kleinen, indem wir unser Jugendcamp hack an app um ein Smartphone- gesteuertes IoT-Lab erweitert haben und so das Wissen und die Urteilskompetenz bei Jugendlichen nachhaltig fördern. Jeder, ob Jurist, Arzt oder Handwerker, jeder wird die grundlegende Funktionsweise von Devices, Wearables und allgemein dem Internet of Things kennen müssen, um als mündiger Nutzer die Vorteile zu nutzen und mögliche Nachteile verhindern zu können. Lassen Sie sich für Ihre eigenen Vorhaben inspirieren, vernetzen Sie sich und diskutieren Sie. Die Herausforderungen der Digitali­sierung wird niemand von uns im «stillen Kämmerlein» lösen. Wir als ti&m freuen uns über jede Diskussion, die wir anregen kön­nen, und sind natürlich jederzeit bereit, unsere Ideen und Erfah­rungen einzubringen.

Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen Ausgabe ti&m special „Digitalisierung total – die Vernetzung der Dinge“, die Sie hier herunterladen können.

 

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Über den Autor

Thomas Wüst

Thomas Wüst hat Informatik an der ETH in Zürich studiert und ist seit über 30 Jahren in den Bereichen IT-Consulting und Software Engineering tätig. Seine berufliche Laufbahn startete er als Software-Ingenieur und später als Projektleiter bei einem Finanzdienstleister, danach wirkte er als Gruppenleiter bei einer Versicherung. 2002 übernahm er die Geschäftsführung der Schweizer Niederlassung einer internationalen Consultingfirma, bis er anfangs 2005 die ti&m AG gründete. Seitdem leitet Thomas Wüst als CEO und Hauptaktionär das Unternehmen. Außerdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der ti&m.

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