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Die digitale Transformation beginnt im Kopf – Infografik

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Psychologische Aspekte der Digitalisierung

Probleme in den Köpfen der Menschen sind oft größer als die dahinter stehenden technischen Herausforderungen. Dies gilt auch für die digitale Transformation. Eine Studie zeigt, wie die Menschen ihr gegenüberstehen.

Aktuelle Trends, Studien und Research zur Digitalisierung

Die Digitalisierung erfasst unseren Alltag und die gesamte Wirtschaft ist davon betroffen. Die Geschäftsmodelle ganzer Branchen werden dadurch – teilweise dramatisch – verändert. Auch Banken und Sparkassen können sich diesem Trend nicht entziehen. Studien zu den aktuellen Trends und Entwicklungen in diesem Bereich finden Sie im Bank Blog.
© Shutterstock

Wer hat die gängigen Schlageworte noch nicht gehört: „Digitaler Wandel“, „Digitale Transformation“ oder „Industrie 4.0“. Die Themen prägen Wirtschaft und Gesellschaft. Aber die Digitalisierung ist kein Selbstläufer. Sie beginnt im Kopf und muss dort die ersten Barrieren überwinden. Wer die digitale Transformation erfolgreich vorantreiben will, muss verstehen, was und wie Entscheider über Digitalisierung denken.

Psychologie Aspekte der digitalen Transformation

Die Innovation Alliance – ein Verbund von Cisco und 11 mittelständischen IT-Unternehmen – hat für eine Studie 500 Entscheider in mittelständischen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter dazu befragt, wie sich Digitalisierung im Unternehmensalltag anfühlt. Die Ergebnisse erscheinen grundsätzlich auf Finanzdienstleister übertragbar zu sein.

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Nachstehend einige der wichtigsten Erkenntnisse:

Digitalisierung als Pflichtveranstaltung

Digitalisierung ist ein Prozess, der mit Verantwortung, Korrektheit, Leistung und Status verbunden wird. Drei Viertel der Befragten betrachten sie als Pflichtveranstaltung, die Hälfte sieht sie als Wagnis und fast ein Drittel hat Angst vor ihr.

Frauen in Entscheidungspositionen haben bei der Digitalisierung übrigens weniger Angst als Männer.

Jeder dritte Entscheider fühlt sich allein gelassen

Das Gefühl von Verlassenheit und Angst ist nicht überall gleich weit verbreitet. Die größten Bedenken gibt es in der Produktion (43 Prozent) und im Vertrieb (40 Prozent). Am gelassensten sieht man die Digitalisierung in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Fertigung und HR (je 25 Prozent).

Digitalisierung macht auch Freude

Nach vorne denken, Freude am Neuen haben, die Dinge verändern. Bei IT, HR und Marketing (jeweils mehr als 75 Prozent) löst Digitalisierung besonders positive Emotionen aus. Das Management (68 Prozent) und Controlling (65 Prozent) sehen das Thema naturgemäß etwas nüchterner.

Die meisten stehen noch am Beginn der Digitalisierung

In den meisten Unternehmen herrscht zudem Realismus: Nur die wenigsten (12 Prozent) sind der Meinung, sie hätten bereits die Hälfte des Weges zur Digitalisierung geschafft. 18 Prozent stehen am Anfang, 37 Prozent haben erste Schritte gewagt und 27 Prozent setzen sich intensiv mit der Digitalisierung auseinander.

Digitalisierung ist ein Kampf gegen Widerstände

Digitalisierung bedeutet, vorhandene Systeme und Arbeitsweisen in Frage zu stellen und neue Wege zu gehen. Dafür müssen 29 Prozent des Managements interne Widerstände überwinden. In den Fachabteilungen sind diese größer: In Sales/Marketing kämpfen 49 Prozent, in Finance/Controlling und Produktion je 43 Prozent gegen Hürden.

Damit diese Pflicht erfüllt werden kann, braucht es aber auch Zuversicht. Diese ist in der Produktion am größten (86 Prozent). Marketing (67 Prozent) und – interessanterweise – die IT (69 Prozent) sind da nicht ganz so zuversichtlich.

Digitalisierungsentscheidungen werden in allen Abteilungen getroffen

Bis vor ein paar Jahren galt noch die einfache Gleichung: Digitalisierung = IT. Die IT-Entscheider stellen mit 21 Prozent noch die größte Gruppe, gefolgt vom Management (15 Prozent) und der Produktion (11 Prozent). Im Marketing werden dagegen bislang nur 3 Prozent aller Digitalisierungsentscheidungen getroffen.

Infografik Psychologie der Digitalisierung

Die folgende Infografik stellt die wichtigsten Ergebnisse noch einmal grafisch aufbereitet vor. Insgesamt lässt sich feststellen, dass Entscheider die Digitalisierung als große Herausforderung empfinden, die außergewöhnliche Fähigkeiten erfordert. Das macht auch Angst und schürt Unwohlsein.

Die Psychologie der Digitalisierung

Zur erfolgreichen Umsetzung muss man verstehen, was die Menschen antreibt.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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