Deutsche Finanzbranche rechnet mit „hartem“ Brexit

Marktverwerfungen als wahrscheinliche Folge

Nachdem der neue britische Premierminister Boris Johnson die EU am 31. Oktober notfalls auch ohne „Deal“ verlassen will, stellt sich auch die deutsche Finanzindustrie auf einen harten Brexit ein.

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Die neue britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson bereitet sich darauf vor, die EU am 31. Oktober ohne Abkommen zu verlassen. Noch weht ihr allerdings Wind ins Gesicht und die Chancen, einen harten Brexit im letzten Moment doch noch zu vermeiden, hängen an einem seidenen Faden.

Einer aktuellen Umfrage des Frankfurter Center for Financial Studies rechnet inzwischen auch die deutsche Finanzindustrie größtenteils mit einem harten Brexit. Demnach halten 55 Prozent der Befragten einen ungeordneten Austritt Großbritanniens für wahrscheinlich und 31 Prozent halten ihn sogar für sehr wahrscheinlich. Lediglich 11 Prozent sind in dieser Hinsicht optimistischer.

Deutscher Finanzsektor auf Btexit vorbereitet

Eine deutliche Mehrheit der Befragten (63 Prozent) erachtet den deutschen Finanzsektor im Falle eines harten Brexits als ausreichend vorbereitet, während 36 Prozent die Meinung vertreten, dass hier noch mehr Handlungsbedarf besteht.

Die EU hat Nachverhandlungen des Brexit-Deals ausgeschlossen und sollte nach Meinung der Mehrheit nun auch keine neuen Kompromisse anbieten, um einen harten Brexit eventuell noch zu vermeiden. 70 Prozent der Befragten aus der deutschen Finanzbranche vertreten diese Auffassung.

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Dennoch sind sich die Befragten ebenso einig (61 Prozent), dass die Finanzmärkte das Szenario eines harten Brexit noch nicht vollständig antizipiert haben und es demzufolge auch zu Marktverwerfungen kommen könnte.

88 Prozent der Befragten erwarten, dass es im Falle eines ungeordneten EU-Austritts der Briten zu vermehrten Verlagerungen von Geschäftsaktivitäten und Beschäftigten nach Kontinentaleuropa kommen wird.

Bei einem harten Brexit wird es in hohem Maße darauf ankommen, dass die Finanzplätze in Kontinentaleuropa ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Gelänge es dann, noch länderübergreifend zu kooperieren, könnte Europa gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.
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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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