Corona-Pandemie behindert Kampf gegen Finanzkriminalität

Technikprobleme und Fachkräftemangel

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Das Arbeiten von Zuhause aus macht es den Banken schwer, gegen Finanzkriminalität vorzugehen. Vor allem Probleme mit der Technik, der Zugang zu Unternehmens-Ressourcen und ein Mangel an Fachkräften lähmen die Institute. Das legt eine neue Studie offen.

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Die Ausweitung des Arbeitens im Homeoffice durch die Corona-Pandemie erschwert den Kampf gegen die Finanzkriminalität. Zentrale Probleme sind Technik und Fachkräftemangel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Analytics-Software-Unternehmens FICO, für die man 110 Führungskräfte mittelgroßer und großer Banken aus sechs Ländern befragte (USA, Großbritannien, Brasilien, Deutschland, Skandinavien, Kanada).

Demnach gaben 64 Prozent der Teilnehmer deutscher Banken an, dass die Arbeit im Homeoffice ein großer Stolperstein für effektive Finanzkriminalitätsbekämpfung sei. Grund dafür sei die schlechte Anbindung an Unternehmens-Ressourcen. Zudem bringe Remote-Arbeit die Technik in vielen Finanzinstituten an ihre Grenzen.

So würden etwa Abteilungen, die bisher fast ausschließlich von einem gemeinsamen Bürostandort aus operiert haben, vor der Herausforderung stehen, die gewohnte Zusammenarbeit auch aus dem Homeoffice heraus fortzuführen.

Die Fachkräfte fehlen

Der Faktor „Mensch“ ist ebenso ein Problem, wie die Befragung zeigt: 57 Prozent der Befragten in Deutschland sind überzeugt, dass es vor allem an entsprechendem Fachpersonal fehle, um Finanzkriminalität wirksam zu bekämpfen.

Die technologischen Gegebenheiten stimmten nicht, deshalb blieben die Fachkräfte weg, kommentieren die Autoren der Studie, oder aber die Fachkräfte fehlten, deswegen komme die Digitalisierung nicht in die Gänge. Angesichts der Entwicklungen, die durch die Corona-Pandemie angestoßen wurden, bliebe den Finanzinstituten nichts anderes übrig, als den Wandel voranzutreiben, egal, ob die Fachkräfte schon an Bord seien, oder nicht.

Dabei hätten viele Banken die Basis für eine Transformation ihrer Systeme bereits heute an Bord. Denn üblicherweise teilen sich Lösungen zur Betrugserkennung und Lösungen zur Geldwäschebekämpfung rund 80 Prozent der Funktionen und der Daten. Doch seien aktuell Systeme fast immer voneinander getrennt – genauso wie die jeweiligen Abteilungen. Moderne Systeme aber würden Lösungen innerhalb einer einzigen Plattform bieten.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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