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Banken benötigen mehr IT-Kompetenz im Vorstand

Technologisches Fachwissen ist Mangelware

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Trotz Besserung in den vergangenen Jahren gibt es immer noch zu wenig IT-Kompetenz in den Vorständen und Aufsichtsräten der hundert größten Banken. Das zeigt eine aktuelle Studie. In einigen Ländern ist das ein größeres Problem als in anderen. Doch es gibt Auswege aus der Misere.

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In den Vorständen und Aufsichtsräten der 100 größten Banken der Welt gibt es kaum IT-Kompetenz. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Unternehmensberatung Accenture. Demnach haben nur durchschnittlich zehn Prozent aller Spitzenkräfte berufliche Erfahrung im Technologiesektor. In Deutschland seien es sogar nur sieben Prozent. Bei einem Drittel der untersuchten Banken sitzen überhaupt keine Mitglieder im Vorstand, die technologisches Fachwissen oder digitale Sprachkompetenzen vorweisen können. Die Studienautoren selbst empfehlen eine Quote von 25 Prozent.

Dabei haben die Banken in den vergangenen Jahren durchaus Fortschritte dabei gemacht, IT-Expertise in die Vorstände und Aufsichtsräte zu holen, wie ein Vergleich mit der Vorgängerstudie zeigt. Die Zahl der Banken, deren Vorstand mindestens ein Mitglied mit professioneller Technologieerfahrung hat, ist in den vergangenen fünf Jahren um 10 Prozent gestiegen – von 57 Prozent auf 67 Prozent. Dieser Fortschritt reicht aus Sicht der Studienautoren jedoch nicht aus. Positiv sei zu vermerken, dass heute inzwischen 33 Prozent der Vorstandsmitglieder mit IT-Erfahrung Frauen seien. Vor fünf Jahren seien es nur 19 Prozent gewesen.

Die Unterschiede im Ländervergleich

Bankenvorstände in Großbritannien, Finnland, Irland und den USA haben einen höheren Anteil an Vertretern mit Technologie-Erfahrung als jene in anderen Ländern. In Brasilien, China, Russland und einigen europäischen Ländern wie Österreich und Italien ist dieser Anteil deutlich geringer.

Technologie-Know-how im Vorstand von Banken (Ländervergleich)

Technologie-Know-how im Vorstand von Banken (nach Ländern und Regionen).

So bringen Unternehmen IT-Kompetenz in die Führungsebene

Was also können Banken und Sparkassen tun, um ihre Bosse mit IT-Kompetenz zu versehen? Da gibt es einige Möglichkeiten. Das schlagen die Studienautoren vor:

  • Weiterbildung: Fortwährendes Coaching kann helfen, den Vorständen und Aufsichtsräten IT-Kompetenz zu vermitteln.
  • Kooperation: Wenn es im eigenen Unternehmen nicht viel technologisches Fachwissen gibt, kann man Partnerschaften mit FinTechs, Technologieberatern, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern bemühen, um an Know-how zu gelangen.
  • Agenda-Setting: Technologie kann nur dann in den Vordergrund treten, wenn sie auf den Agenden der Führung berücksichtigt ist. Die Studienautoren raten zudem zu einem Technologie-Ausschuss.
  • IT-Know-how als Einstellungskriterium: Unternehmen sollten darauf achten, dass zukünftige Vorstandsmitglieder auch über technologische Fähigkeiten verfügen. 
  • Nachdenken über Interaktion: Vorstände sollten überlegen, wie Technologie und Menschen interagieren – egal, ob es sich um Kunden, Bankangestellte oder die Geschäftspartner der Bank handelt.
  • Neue Denkweisen: Vorstände und Aufsichtsräte, die eine Denkweise vorleben und stützen, die von Fortschritt, Technologie und Veränderung geprägt ist, ebnen den Weg eine dauerhafte, positive Veränderung in der Unternehmenskultur.

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Über den Autor

Jannik Wilk

Jannik Wilk ist als freiberuflicher Redakteur für Der Bank Blog tätig. Er ist freier Journalist und Student in Heidelberg.

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