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Über 115.000 SB-Geräte in deutschen Kreditinstituten

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Analyse der Kundenselbstbedienung bei Banken und Sparkassen

Typische Auszahlung am Geldautomaten

Geldautomaten stellen den größten Teil der SB-Geräte
© Shutterstock

SB-Service wird bei Kreditinstituten groß geschrieben. Eine vom Bank Blog durchgeführte Erhebung ermöglicht erstmals eine umfassende Analyse der Kundenselbstbedienung bei deutschen Banken und Sparkassen.

Wie viele und welche Geräte zur Kundenselbstbedienung gibt es eigentlich bei deutschen Banken und Sparkassen? Diese vermeintlich leicht zu beantwortende Frage ist es in Wirklichkeit nicht. Während Sparkassen und die im BVR organisierten Volks- und Raiffeisenbanken ihre Zahlen jährlich zusammenführen und veröffentlichen, sind andere Institute sehr viel zurückhaltender. Manche machen dazu überhaupt keine öffentlichen Angaben.

Mit viel Geduld und häufigem Nachfassen und nicht zuletzt dank der freundlichen Mithilfe der meisten Banken, der Verbände und Rechenzentren sowie der Deutschen Bundesbank präsentiere ich Ihnen heute die entsprechenden Zahlen für die relevanten Bankengruppen im Retail Banking und damit wohl erstmals eine umfassende Übersicht und Analyse der Kundenselbstbedienung in Deutschland.

Anzahl und Typen von SB-Geräten

Insgesamt stehen bei den Banken und Sparkassen über 115.000 Geräte zur Kundenselbstbedienung, darunter

  • Geldautomaten (GAA) mit und ohne Cash-Recyling-Funktion.
  • Selbstbedienungs-Terminals (Überweisungsterminals/SBT), im Wesentlichen für Überweisungen und Ausdruck von Kontoauszügen.
  • Reine Kontoauszugsdrucker (KAD).

Die folgende Grafik zeigt die Verteilung:

Gesamtzahl der SB-Geräte in deutschen Retail Banken

Verteilung der SB-Geräte nach Typ

Die Anbieter der Geräte kommen regelmäßig mit neuen auf den Markt, die meist über zusätzliche Funktionen verfügen. In den letzten Jahren haben daher viele Institute alte Kontoauszugsdrucker (KAD) durch neue Kundenselbstbedienungs-Terminals (Überweisungsterminals/SBT) ersetzt. Alleine die Sparkassen haben seit 2009 die Zahl der Kundenselbstbedienungsterminals verdreifacht und im gleichen Zeitraum die Zahl der Kontoauszugsdrucker halbiert.

Kundenterminals und Kontoauszugsdrucker bei Sparkassen

Entwicklung der bei Sparkassen aufgestellten Terminals
zur Kundenselbstbedienung und Kontoauszugsdrucker (2009/2015)

Und auch bei den Geldautomaten (GAA) gibt es Neuerungen. Gab es früher nur Geldausgabeautomaten, so werden heute zunehmend (teurere) Cash-Recycler eingesetzt.

SB-Geräte nach Institutsgruppen

Interessant ist die Verteilung der Geräte und Gerätetypen nach Institutsgruppen. Dass die Sparkassen und Genossenschaftsbanken den höchsten Gerätebestand aufweisen, ist kein Wunder, schließlich haben sie auch die meisten Filialen. Interessanter ist die jeweilige Anzahl der einzelnen Geräte-Typen.

Die folgende Grafik zeigt die Zahlen:

Ausstattung mit SB-Geräten nach Bankengruppen

Anzahl SB-Geräte je Bankengruppe nach Typ

SB-Geräte je Vertriebsstandort

Eine weitere Grafik zeigt, wie viele SB-Geräte des jeweiligen Typs die einzelnen Bankengruppen bezogen auf die Anzahl ihrer Filialen ausweisen. Hier werden einige Unterschiede deutlich.

Ausstattung mit SB-Geräten je Standort

Durchschnittliche Ausstattung mit SB-Geräten je Standort

Gegenüber Sparkassen und Genossenschaftsbanken setzen Großbanken und regionale Institute mehr auf die Multifunktionalität von SB-Terminals als auf Kontoauszugsdrucker und auch das Angebot der Geldautomaten ist – wenngleich nicht absolut, so doch relativ – größer.

Teure Kundenselbstbedienung

Natürlich verursacht SB-Technik auch Kosten und zwar nicht zu knapp. Nach meinen Recherchen kann von folgenden (Voll)Kosten pro Gerät ausgegangen werden:

  • Geldautomat: 12.000 Euro p.a.;
  • GAA mit Cashrecycling: 20.000 Euro p.a.;
  • SB-Terminal: 8.000 Euro p.a.;
  • Kontoauszugsdrucker (KAD): 6.000 Euro p.a.

Dazu ist anzumerken, dass diese Zahlen Durchschnittswerte darstellen und je nach Institut und Auslastung schwanken können.

Rechnet man die Zahlen auf den Gerätebestand um, dann kommen erstaunliche Beträge zusammen. Insgesamt wendet die deutsche Kreditwirtschaft jedes Jahr über 1,2 Mrd. Euro für SB-Geräte auf.

Die folgende Grafik zeigt die Gesamtkosten sowie die Verteilung nach Bankengruppen:

Jährliche Kosten für Geräte zur Kundenselbstbedienung in Kreditinstituten

Jährliche Kosten für SB-Geräte nach Gerätetyp und Bankengruppen

Die letzte Grafik zeigen die Verteilung der Kosten auf die Gerätetypen innerhalb der jeweiligen Bankengruppen:

Kosten für SB-Geräte nach Bankengruppen

Kosten für SB-Geräte nach Bankengruppen – 2015

Analyseergebnisse zum Download

Eine PDF-Präsentation mit der kompletten Analyse der Ausstattung deutscher Banken und Sparkassen mit Geräten zur Kundenselbstbedienung können Sie über LaterPay herunterladen.

SB-Ausstattung deutscher Kreditinstitute

Analyse der Ausstattung deutscher Banken und Sparkassen mit Geräten zur Kundenselbstbedienung

Für Informationen und Hintergründe zur LaterPay lesen Sie bitte den ausführlichen Beitrag zu Laterpay.

Bei Fragen und Problemen zu/mit LaterPay hilft der Laterpay-Kundendienst, viele Fragen werden auch im Help Center beantwortet.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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