Achtung Betrug: Durch Biometrie Kriminelle entlarven

Wie Banken sich und ihre Kunden besser schützen

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Für Banken muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen, um sich und ihre Kundschaft vor finanziellen Schäden zu schützen. Herkömmliche Authentifizierungsmethoden reichen allerdings nicht mehr aus. Daher müssen sie jetzt sicherere Methoden einführen.

Biometrie verbessert die Sicherheit für Kunden und Banken

Biometrie kann die Sicherheit für Banken und deren Kunden verbessern.

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Weltweit verlieren Verbraucher jedes Jahr Milliarden. So zeigt eine Studie von Nuance aus dem Frühjahr 2021, dass in Deutschland knapp ein Fünftel der Befragten (17 Prozent) in den vorausgegangenen zwölf Monaten Opfer eines Betrugs geworden ist. Und das Problem wird immer schlimmer: Der Sicherheitsverantwortliche einer Privatkundenbank berichtet, dass die Anzahl der Betrugsversuche während der COVID-19-Pandemie um 400 Prozent gestiegen sei.

Zudem bleibt die Passwort-Hygiene vieler deutscher Verbraucher schlecht: Ein Drittel der Befragten (32 Prozent) verwendet immer wieder dasselbe Passwort oder Variationen von diesem. Fällt es Kriminellen in die Hände, infolge eines Datenlecks oder Social-Engineering-Angriffs, haben sie leichtes Spiel und erhalten möglicherweise Zugang zum Bankkonto. Gleichzeitig sind herkömmliche Authentifizierungsmethoden mit langen Identifikationsnummern, PINs und Sicherheitsfragen aber wenig nutzerfreundlich.

Sicherheit und Zufriedenheit für Kunden und Mitarbeiter

Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten und dabei die Customer Experience zu verbessern, setzen immer mehr Unternehmen auf die biometrische Authentifizierung. Dabei wird die Identität einer Person auf Grundlage einzigartiger und fälschungssicherer Merkmale verifiziert.

Die Deutsche Telekom ermöglicht Anrufenden bei ihrer Hotline beispielsweise sich mit ihrer Stimme und einer Passphrase zu identifizieren. Bei der Einrichtung wird ihr Stimmprofil in einer Datenbank hinterlegt und bei jeder weiteren Anmeldung anhand von Hunderten von Merkmalen, etwa dem Akzent oder Sprechrhythmus, innerhalb weniger Sekunden abgeglichen. Seit dem Start des Angebots wurden mehr als eine Million Stimmabdrücke registriert, zwei Millionen Authentifizierungen durchgeführt und mehr als drei Viertel der Kunden (75 Prozent) bestätigen, dass Sprachbiometrie bequemer als eine ID-Nummer ist.

Kriminelle werden mithilfe einer solchen sprachbiometrischen Lösung schneller identifiziert, denn die zugrundeliegenden KI-Systeme können nicht nur erkennen, ob eine Stimme falsch ist, sondern auch, wenn sie abgespielt wird oder synthetisch hergestellt wurde. Die britische NatWest Group hat zum Beispiel im ersten Jahr nach der Implementierung 17 Millionen Anrufe überprüft, dabei 23.000 Betrugswarnungen ausgelöst und einen ROI von 300 Prozent erzielt.

Verhaltensbiometrie analysiert zusätzlich die Art und Weise, wie Menschen tippen, über ihr Smartphone wischen, eine Maus bedienen und andere Faktoren ihres digitalen Verhaltens. Solche Lösungen eignen sich ideal für die kontinuierliche Authentifizierung in digitalen Kanälen, da sie Sitzungen, die von Kriminellen übernommen wurden, schnell erkennen können.

Gesprächsbiometrie – der Neuling im Bereich Betrugsprävention – bietet eine weitere Möglichkeit, um festzustellen, ob eine Person tatsächlich diejenige ist, die sie vorgibt zu sein. Hierbei analysieren Lösungen die Art und Weise wie Menschen Sätze konstruieren, die gewählten Wörter und sogar die Emojis, die sie verwenden. Daher sind sie gut geeignet, um Betrüger zu identifizieren, die Skripte verwenden.

Die landläufig bekannten biometrischen Lösungen wie Gesichtserkennung oder Fingerabdruck sind bereits ein richtiger Schritt in Richtung sichere Kundenauthentifizierung, doch hat sich gezeigt, dass gerade diese beiden biometrischen Lösungen tatsächlich leichter von Kriminellen genutzt werden können als Methoden zur Stimm-, Verhaltens- und Gesprächsverifizierung.

Die biometrische Authentifizierung bietet allen Vorteile

Die gute Nachricht für alle Experten aus dem Bereich der IT-Security und Betrugsprävention: Immerhin mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) fühlt sich heute eher bereit, biometrische Daten zur Authentifizierung zu verwenden als dies vor der Pandemie der Fall war. Zudem vertrauen 29 Prozent bei der Authentifizierung ihrer Identität einer Form der biometrischen Analyse. Verbraucher schätzen, wie Biometrie Reibungen und Hindernisse bei der Interaktion mit Marken beseitigt, da sie sich nicht länger an Anmeldedaten erinnern oder Passwörter zurücksetzen müssen.

Der Telekommunikationsanbieter Teléfonica setzt sogar Stimmbiometrie ein, um sicherzustellen, dass seine älteren Kunden bei Konnektivitätsproblemen bevorzugt behandelt werden und sie den Service erhalten, den sie benötigten. Das System ermittelt das Alter einer oder eines Anrufenden anhand des Klangs der Stimme und leitet Anrufe von Senioren direkt an Live-Agenten weiter, die dann unmittelbar eingreifen können.

Eine sichere Zukunft

Kriminelle finden immer neue Methoden, sich finanziell zu bereichern. Banken müssen daher neue Wege gehen: Biometrische Lösungen nutzen für die Authentifizierung inhärente Merkmale , die in ihrer Summe einzigartig und fälschungssicher sind. Das Ergebnis ist eine drastische Reduzierung der durchschnittlichen Bearbeitungszeit, der Kosten für das Contact Center sowie der Verluste durch Betrug. Außerdem befreit es die Kunden von der alleinigen Verantwortung sich sichere Zugangscodes zu erstellen, zu merken und regelmäßig zu erneuern – das fördert die Kundenzufriedenheit und somit die Loyalität.


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Über den Autor

Morna Florack

Morna Florack ist Account Executive bei Nuance Communications und unterstützt Banken im deutschsprachigen Raum, zukunfts- und kundenorientierte Lösungen für eine optimale Customer Experience zu finden und einzusetzen. Ihre langjährige Erfahrung machen die mit einem Marketing MBA ausgestattete Diplomingenieurin zu einer kompetenten Ansprechpartnerin mit einem tiefen technischen Verständnis für die Produkte und deren Einsatzmöglichkeiten.

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