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Wo liegen die größten Herausforderungen für Finanzinstitute?

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Innovationen erfordert mehr Mut zum Risiko

Innovationen und Risiko

Um erfolgreiche Innovationen vorantreiben zu können, benötigen Banken eine mutigere Risikopolitik
© Shutterstock

Derzeit wird in der Finanzbranche viel über eine zu starke Regulierung, die Digitalisierung, Innovation und die mögliche Bedrohung durch FinTech Unternehmen gesprochen. Doch sind dies auch die tatsächlichen Herausforderungen für die Banken und Sparkassen?

In der Facebookgruppe Next Bank fand vor kurzem eine interessante Diskussion zur Frage „Welches sind derzeit die 3-5 größten Herausforderungen für Banken, mit deren Lösung sich die Banken schwer tun oder die sie nicht angehen?“.

Herausforderungen für Banken

Mehr als 50 Mitglieder haben geantwortet. Es wurden u.a. folgende Punkte aufgeführt:

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  • Erneuerung der Kernbankensysteme;
  • Öffnung der Kernbankensysteme für nützliche Kundendienste;
  • Abbau des Silodenkens;
  • Änderung der produktfokussierten Verkaufskultur zu einer Kunden-Service-Kultur;
  • Relevanz für die digitale Generation;
  • Wie können wir in Zukunft verkaufen / beraten, wenn alle bisherigen Face-to-Face-Transaktionen, die Ansatzpunkte für ein Gespräch lieferten, durch Bildschirme ersetzt werden?
  • Balance zwischen Sicherheit mit Benutzerfreundlichkeit;
  • Die unzureichende innere und äußere Transparenz;
  • Die Wiedergewinnung des Vertrauens der Öffentlichkeit;
  • Wie kann man in eine Alltagsposition bei den Kunden gelangen?
  • Mangelnde Glaubwürdigkeit oder aus Sicht der Regulatoren, zu hohe Risiken;
  • Gleichgültigkeit (Das haben wir schon immer so gemacht);
  • Kultur / Fähigkeiten (die Menschen tun es einfach so, wie sie es immer schon getan haben);
  • Die Unfähigkeit, zu experimentieren und die Kunden entscheiden zu lassen;
  • Bestehende Filialstrukturen;
  • Eine innovationsfeindliche Struktur (starke Hierarchie und widersprüchliche KPIs) gepaart mit einer extrem risikoscheuen Einstellung.

Die drei meistgenannten Punkte waren

  1. Die vermeintlich überbordende Regulierung;
  2. Veraltete IT Strukturen und
  3. Eine träge risikofeindliche Unternehmenskultur.

Chris Skinner brachte es in einem Beitrag zu dieser Befragung auf den Punkt:

Die drei meistgenannten Hindernisse sind zu einem Teufelskreis miteinander verbunden. Die Regulierung hemmt Innovationen, die veralteten IT Systeme erschweren Innovationen und die risikoscheue Kultur erstickt die Innovationsfreude. Alle drei Dinge zusammen bewirken, dass sich Banken immer stärker in ein selbstgestricktes Netz der Stagnation einwickeln.

In der Folge fokussiert das Management einer Bank einseitig auf die Regulierung und ist nicht bereit, die IT zu erneuern (es ist zu risikoreich) oder Systeme auszulagern (das Risiko ist zu hoch). Innovation rückt damit unweigerlich in den Hintergrund.

Zugleich ist dieses Zusammenspiel eine phantastische Ausrede dafür, die Dinge so zu lassen, wie sie sind.

Nach Meinung von Chris Skinner ist Führung (Leadership) das größte Problem und zugleich die wichtigste Herausforderung der Finanzbranche. Banken würden eine starke Führung benötigen, welche die Mitarbeiter zu einer offeneren Kultur ermutigt und die Zwänge der Regulierung überwindet, um Innovationen zu schaffen.

Banken und Sparkassen auf der Suche nach Sinn

Unstrittig ist: Banken und Sparkassen befinden sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen Regulierung, Innovation und verändertem Kundenverhalten bedingt u.a. durch die Digitalisierung. Hinzu kommt der selbstverschuldete Vertrauensverlust, den die Finanzkrise massiv verstärkt hat. Dass die anhaltende Niedrigzinsphase, der zunehmende Wettbewerbsdruck und das (bei vielen Instituten) teure Filialnetz den operativen Ergebnisdruck noch verstärkt sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Letztlich befinden sich Banken und Sparkassen auch in einer tiefen Sinnkrise (ohne jetzt philosophisch werden zu wollen). Eine starke Führung kann und muss hier neue Akzente und Visionen vermitteln, nicht nur, um die Kunden zu erreichen, sondern auch, um den Mitarbeitern wieder den Glauben an die Sinnhaftigkeit ihres Tuns zurück zu geben.

Ihre Meinung ist gefragt

Wo sehen Sie die aktuell größten Herausforderungen für Banken und Sparkassen? Machen Sie mit bei der folgenden kleinen Umfrage und benennen Sie die Ihrer Meinung nach drei wichtigsten Herausforderungen.

Gerne dürfen Sie weitere Herausforderungen im Kommentarfeld ergänzen.

Welches sind nach Ihrer Überzeugung die drei größten Herausforderungen für Banken und Sparkassen?

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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