Wie verändert PSD2 den Finanzsektor?

Lesenswertes über Banking KW 3-2018

Heute finden Sie wieder den Rückblick auf die internationalen Finanztrends der Woche. Mit der Einführung von PSD2 sind vor allem Open Banking und APIs ins Zentrum der Diskussion gerückt. Es gab aber noch weitere spannende Themen.

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Mit der Umsetzung von PSD2 nimmt auch das Thema Open Banking weiter an Fahrt auf. Wird dies die Finanzbranche tatsächlich so nachhaltig verändern, wie einige prophezeien?

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PSD2 – Das Spiel ist eröffnet

Am 13. Januar war offizieller „Anpfiff“ für die neue Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. Es wird spannend sein, zu verfolgen, ob dies nun wirklich den von einigen prophezeiten Showdown „FinTech gegen Banken“ einläutet oder ob mal wieder nur viel Wind um nichts gemacht wurde. Klar ist, dass das Thema – gemeinsam mit dem Open Banking Ansatz – aktuell viel Aufmerksamkeit findet. Zu Recht, wie ich meine.

So schreibt Jaimie Anzelone auf Finextra, dass PSD2 sehr viel weitergeht, als es das Thema Daten auf den ersten Blick vermuten lässt. Es komme darauf an, den Kunden Transparenz und Kontrolle zu bieten.

Mehr dazu hier: PSD2: Short Term Pain, Long Term Gain

Daniel Kjellén räumt auf Banknxt mit drei PSD-Mythen auf:

  • PSD2 bedeutet den Untergang der traditionellen Banken.
  • PSD2 erlaubt zum ersten Mal, auf Daten über Bank APIs zuzugreifen.
  • PSD2 gefährdet die Sicherheit von Kundendaten.

Er widerlegt alle drei Thesen klar und deutlich.

Mehr dazu hier: The top 3 myths associated with PSD2

Ebenfalls auf Finextra erläutert Myles Stephenson sieben Dinge, die man über PSD2 wissen sollte, aber vermutlich noch nicht kennt. Dabei geht es unter anderem um die vermeintlich auf Europa begrenzten Auswirkungen aber auch um die Frage, wann ein Zahlungsverkehrskonto tatsächlich ein Zahlungsverkehrskonto ist.

Mehr dazu hier: Seven things you probably should know about PSD2, but were never told

Wird 2018 zum Open-Banking-Jahr?

Open Banking ist scheinbar untrennbar mit PSD2 verbunden, dabei jedoch ein völlig anderes Thema. Die Frage, ob Banken – über Schnittstellen (APIs) Drittanbietern Zugriff auf Kunden und Dienste erlauben ist zwar zum Teil durch PSD2 beantwortet, aber eben nur zum Teil. Manche Banken gehen eher passiv vor, andere versuchen aktiv eine Art iTunes oder GooglePlay fürs Banking zu werden. Dies ist jedoch keine Frage der Regulierung sondern eine Frage der Strategie.

Mark Jackson sieht hierbei den Kunden und seinen Bedarf im Vordergrund. Er sieht vor allem eine Beschleunigung der Digitalisierung im Bankbereich für 2018 kommen.

Mehr dazu hier: 2018 will be shaped by Open Banking

Tom Blacksell sieht Open Banking als Angebot an den Kunden, der dadurch mehr Auswahl hat, um seinen individuellen Bedarf besser abdecken zu können. Dabei komme es auf Qualität, Management und Daten an.

Mehr dazu hier: Open Banking and the Value Exchange

John Bertrand von SAP stellt klar, dass es bei Open Banking nicht nur um Retail sondern auch um Private Banking gehe. Bislang vermögenden Kunden vorbehaltende Produkte und Leistungen werden durch APIs auch für andere Kundengruppen verfügbar. Dies verändert alle Spielarten des Privatkundengeschäfts.

Mehr dazu hier: Open Banking: Redefining the Private Banker

Weitere interessante Themen der Finanzwoche

Es gab aber noch einige weitere interessante Beiträge:

Wie man die beste Bank auf dem Planten erschafft

Chris Skinner beschreibt sieben Faktoren, die eine Bank zur strategischen Grundlage ihrer Entscheidungen gemacht hat und damit zum zweigrößten Institut Südafrikas geworden ist. Es beginnt damit, keine Bankexperten zu engagieren, nach jungen Mitarbeitern Ausschau zu halten und die Anzahl an Hierarchien klein zu halten. Aber auch die anderen Grundsätze lesen sich spannend. Ob das Ergebnis dann tatsächlich beste Bank auf dem Planeten ergibt, sei dem Leser überlassen.

Mehr dazu hier: 11 decisions that made a challenger the best bank on the planet

Eine Bank für junge Leute

Alex Kreger beschreibt in Financial Brand, wie eine Bank für Millenials aussehen sollte. Klar, dass dabei digitale Elemente im Vordergrund stehen, aber auch Themen wie Transparenz, Authentizität, soziale Verantwortung und die Bereitschaft zum ehrlichen Dialog sind wichtig.

Mehr dazu hier: How to Design a Millennial Bank

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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