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Wie die Deutschen bezahlen (wollen)

Bargeldgewohnheiten und Zahlungsverhalten

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Bargeld ist für die Deutschen unverändert wichtig. Immer mehr Verbraucher nutzen aber auch die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens per Karte. Zwischen den Altersgruppen gibt es - teilweise überraschende - Unterschiede im Zahlungsverhalten.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Mobile Payment

Mobile Payment, das Bezahlen via Smartphone steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Die Anforderungen sind vielfältig. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien zu dieser neuen Entwicklung, die insbesondere für Banken und Sparkassen eine Bedrohung darstellt.

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Die Digitalisierung erweitert auch die Möglichkeiten des Bezahlens für Kunden. Digitales Bezahlen wird bequemer und schneller. Einer aktuellen Studie des Bundesverbandes deutscher Banken zufolge haben die Deutschen ihre Bargeld- und Bezahlgewohnheiten kaum geändert.

Insgesamt 76 Prozent fänden es nicht so gut oder schlecht, wenn Bargeld abgeschafft würde. Auch beim Bezahlen von Einkäufen im Geschäft bevorzugen 45 Prozent Bargeld. Vor drei Jahren waren es 47 Prozent. Kartenzahlung bevorzugen 23 Prozent gegenüber 22 Prozent im Jahr 2016. Jeweils 16 Prozent geben an, beide Zahlungsmöglichkeiten entweder gleich oft zu nutzen oder die Wahl von der Höhe des Betrages abhängig zu machen. Gegenüber 2016 sind auch diese Werte nahezu unverändert.

Alter spielt beim Bezahlen eine Rolle

Der Umfrage zufolge gibt es deutliche Altersunterschiede beim Bezahlverhalten. Erstaunlich dabei: In der Gruppe der 19 bis 29-jährigen ist die Liebe zum Bargeld mit 53 Prozent am stärksten ausgeprägt.

In allen anderen Altersgruppen steigt die Neigung zum Bezahlen mit Bargeld mit fortschreitendem Alter. Umgekehrt verhält es sich beim Bezahlen mit Karte, wobei auch hier die Gruppe der über 60-Jährigen überrascht, zahlen bei ihr doch 17 Prozent lieber mit Karte gegenüber 13 Prozent bei den 50 bis 59-Jährigen.

Bezahlen mit Karte oder Bargeld nach Altersgruppen

Die Mehrheit bezahlt Einkäufe lieber bar.

Karte dominiert beim kontaktlosen Bezahlen

45 Prozent der Deutschen haben schon einmal in einem Geschäft kontaktlos mit einer Giro- oder Kreditkarte bezahlt. 15 Prozent der Deutschen geben sogar an „oft“ eine Karte zu nutzen, um damit kontaktlos zu bezahlen.

Mit dem Smartphone hingegen haben nach eigenen Angaben bislang nur 5 Prozent ihre Einkäufe bezahlt.

Beim kontaktlosen Zahlen mit der Karte gibt es je nach Alter der Befragten deutliche Unterschiede: Während 61 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bereits kontaktlos bezahlt haben, sind es nur 35 Prozent bei den Senioren ab 60 Jahren.

Und auch beim Bezahlen mit dem Smartphone dominieren klar die Jüngeren, wenngleich der Anteil nicht über 9 Prozent bei den 18 bis 29-jährigen und 14 Prozent bei den 30 bis 39-jährigen hinausgeht.

Die formale Bildung hat ebenfalls großen Einfluss auf die Häufigkeit, mit der Verbraucher kontaktlos mit der Karte zahlen. So liegt der Anteil derjenigen, die schon einmal auf diese Weise bezahlt haben, bei Hauptschulabsolventen bei 33 Prozent, bei Befragten mit mittlerem Schulabschluss bei 45 Prozent und bei Befragten mit mittlerem Schulabschluss bei 45 Prozent und bei Befragten mit Hochschulreife sogar bei 59 Prozent.

Überraschung bei der Bargeldbeschaffung

Die Deutschen haben im Durschnitt 106 Euro im Portmonee; Männer mit 135 fast doppelt soviel wie Frauen mit 76 Euro. Während Barzahler im Durchschnitt 134 Euro dabei haben, reichen den Kartenzahlern 57 Euro aus.

Interessant ist, wo Verbraucher Bargeld beziehen. Zwar dominiert mit 71 Prozent unverändert der Geldautomat als wichtigste Bezugsquelle, gegenüber 2018 ist jedoch der Anteil der Bezüge am Bankschalter von 8 Prozent auf 22 Prozent gestiegen, was nahezu einer Verdreifachung entspricht. Das überrascht angesichts der massiven Schließungen von Bankfilialen und den damit reduzierten Abhebemöglichkeiten vor Ort.

Interessant auch, dass nur 5 Prozent sich Bargeld vorzugsweise mittels des sogenannten Cashback-Verfahrens im Supermarkt besorgen.

Bargeldbezüge der Deutschen (Geldautomat, Schalterabhebung, Supermarktkasse)

Geldautomat bleibt weiterhin beliebteste Bargeldbezugsquelle.

Nahezu unverändert ist die Häufigkeit des Bargeldbezugs. 58 Prozent der Deutschen heben mindestens alle zwei Wochen Geld von ihrem Konto ab.

Zum Downloadlink zur Studie gelangen Sie über Laterpay.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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