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Innovativ sein? Ja klar! Aber wie?

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Von der Idee zum innovativen Ergebnis

Innovation ist derzeit in aller Munde und wird lauthals von Beratern angepriesen. Bevor Sie vorschnell handeln, lohnt es sich die verschiedenen Handlungsoptionen genauer zu betrachten und sich bewusst für einen Weg zu entscheiden. Denn schlussendlich wird die Idee erst zur Innovation, wenn konkrete Ergebnisse vorliegen.

Innovation und Disruption im Finanzsektor

Innovation und Disruption gehören aktuell zu den meist verwendeten Buzzwords im Finanzsektor-wie

Innovation ist sicherlich derzeit eine der meistgebrauchten – und missbrauchten – Vokabeln im Business allgemein und speziell im Finanzsektor. Von allen Seiten tönt es: „FinTech!“, „Blockchain!“, „Robo Advisory!“, „Artificial Intelligence!“ und immer wieder „Disruption, Disruption, Disruption!“. Und als Unterton schwingt laut und deutlich mit: „Mach was draus, sonst bist du weg vom Fenster!“. Mach was draus, aber was und wie? Bevor Sie sich jetzt an die Berater und Auguren wenden, die – natürlich aus ganz selbstlosen Gründen heraus – am lautesten schreien, lohnt es sich, sich einmal zurückzulehnen und sich die generellen Handlungsoptionen vor Augen zu führen.

Den Wandel negieren

Das kann man als Option sehen, denn was genau da kommen wird, ist nicht so klar. Noch gibt es sehr wenige FinTechs, die wirklich Geld verdienen und die Banken haben es mit dem alten Modell immerhin geschafft, sich von einer schweren Finanzkrise zu erholen – dann kann es ja nicht so schlimm sein mit der Disruption. Wer so denkt und handelt, geht natürlich das Risiko ein, auf dem Friedhof der Kodaks und der Nokias zu landen, wie so viele der ruhmreichen Unternehmen, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Und in Anbetracht der Tatsache, dass langjährige Versprechen wie die künstliche Intelligenz auf einmal mit exponentiell wachsender Geschwindigkeit echte Ergebnisse liefern, oder dass das Potential einer Technologie wie der Blockchain die Phantasie auch sonst nüchterner Beobachter in ungeahnter Weise beflügelt, erscheint mir das Nichtstun als äußert riskante Strategie.

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Innovation von innen

Sie sind als Unternehmen seit vielen Jahren in Ihren jeweiligen Märkten erfolgreich unterwegs? Wer, wenn nicht Sie selber kann denn wohl besser den Herausforderungen des Marktes begegnen? Sie haben die Expertise, Sie kennen ihren Markt und Sie haben „schon ganz andere Herausforderungen gemeistert“. Sicherlich eine valable und schwer zu widerlegende Sichtweise, die auch zeigt, dass Sie eine der wichtigsten Eigenschaften besitzen, die bei der durch die Digitalisierung ausgelösten Neuverteilung der Märkte benötigt wird – ein gesundes Vertrauen in die Stärken Ihrer Mitarbeiter und in Ihre Reputation bei Ihren Kunden. Sie sollten sich allerdings über einige Punkte im Klaren sein, bevor Sie den Weg der Selbstheilung einschlagen:

  • Haben Sie, evtl. nach langen Jahren der operativen Abschöpfung der bewährten Business Cases, wirklich die Fähigkeit und die Expertise gestalterisch tätig zu sein?
  • Können Sie Ihre besten Köpfe vom operativen Tagesgeschäft befreien, um sie auf neue Gedanken kommen zu lassen?
  • Können Sie als Unternehmen mit Fehlschlägen umgehen, ohne in Schuldzuweisungen zu versinken? Haben Sie die Methoden und Instrumente, um Ideen einzufangen, zu kanalisieren und in Ergebnisse zu überführen?
  • Sind Sie in der Lage, konsequent vom Bedürfnis des Kunden her zu denken und entsprechend zu handeln?

Wenn Sie diese Fragen überwiegend und guten Gewissens bejahen können, dann ist das Ihr Weg. Holen Sie sich Hilfe – aber bleiben Sie im Driver’s Seat.

Innovation externalisiert

Dies ist sozusagen die Geburt eines erneuerten Unternehmens in der Leihmutterschaft. Entweder als Ausgründung oder aber in einem Konsortium mit anderen Unternehmen. Die Idee ist natürlich verlockend: Sie starten auf der grünen Wiese, ohne technische, prozessinduzierte oder soziale Legacy. Sie geben ein paar intelligenten und motivierten Leuten den Freiraum und die Mittel, Ihre Geschäftsmodelle neu zu erfinden und damit die Zukunft des Unternehmens neu zu gestalten. Sie können experimentieren und auch mal scheitern, ohne den direkten Kosten- und Erfolgsdruck, zumindest unmittelbar. Wenn Sie diese Randbedingungen gut nutzen, dann können Sie mit diesem Modell sicherlich sehr wertvolle Ergebnisse erzielen. Aber – um im obigen Bild zu bleiben – wenn das Kind dann auf der Welt ist, dann ist das alte Unternehmen noch immer da und das Neue muss nun irgendwie die Ergebnisse seiner Innovationskraft dort einbringen.

Freiräume schaffen

Wir bei ti&m haben in unserer Beratungstätigkeit schon viele Varianten der oben skizzierten Modelle gesehen. Diese sind so vielfältig wie die Strategien der Unternehmen, die Branchen, in denen sie tätig sind und die Marktposition, aus der heraus sie agieren. Aber im Kern gilt immer: Innovation braucht Freiräume und sie braucht die Guidance und die Expertise, um aus kreativen Ideen auch wirklich innovative Lösungen zu erzeugen. Aus dieser Erfahrung heraus haben wir mit der ti&m garage ein Instrument geschaffen, mit dem wir genau diese Fähigkeiten in ein Unternehmen „induzieren“ können, ob von innen oder von aussen, ob am Anfang eines Change Prozesses oder als begleitendes Werkzeug. Wir definieren eine „Timebox“ in der sich ein gemischtes Team von Businessleuten, Designern und Engineers, moderiert von erfahrenen „Design Thinkers“ in einen Raum einschließt (bildlich gesprochen) und aus einer ersten Idee ein fassbares Ergebnis liefert. „Innovation in a nutshell“ – fokussiert, konzentriert, sofort anwendbar und auch skalierbar. Denn bei aller gewünschten Kreativität, bei allen zu gewährenden Freiräumen und bei all der Kommunikation, die man fördern will – Innovation ist es erst, wenn auch ein Ergebnis da ist!

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Über den Autor

Thomas Wüst

Thomas Wüst hat Informatik an der ETH in Zürich studiert und ist seit über 30 Jahren in den Bereichen IT-Consulting und Software Engineering tätig. Seine berufliche Laufbahn startete er als Software-Ingenieur und später als Projektleiter bei einem Finanzdienstleister, danach wirkte er als Gruppenleiter bei einer Versicherung. 2002 übernahm er die Geschäftsführung der Schweizer Niederlassung einer internationalen Consultingfirma, bis er anfangs 2005 die ti&m AG gründete. Seitdem leitet Thomas Wüst als CEO und Hauptaktionär das Unternehmen. Außerdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der ti&m.

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