Unternehmen machen zu wenig aus Big Data

Defizite bei der Datenanalyse

Das wirtschaftliche Potenzial von Big Data und Data Analytics ist noch lange nicht ausgeschöpft. Die meisten Unternehmen nutzen ihre Daten nur unzureichend.

Aktuelle Trends, Studien und Research zu Big Data

Big Data ist einer der umfassendsten Technologietrends und aufgrund der Vielfalt seiner Anwendungsmöglichkeiten auch für Banken und Sparkassen relevant. Im Bank Blog finden Sie aktuelle Studien rund um dieses interessante Thema.
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Das wirtschaftliche Potenzial durch die Nutzung großer Datenmengen ist noch lange nicht ausgeschöpft, wie eine aktuelle McKinsey-Studie verdeutlicht. Für die Analyse wurden fünf exemplarische Anwendungsfelder im Detail untersucht. Die Vorteile dieser als „Big Data“, „Data Analytics“ oder „Advanced Analytics“ bezeichneten Technologien werden demnach von Unternehmen aktuell nur zu rund 30 Prozent realisiert.

Standortbasierter Dienstleistungen Vorreiter bei Big Data Nutzung

Am stärksten ist der Einsatz von Big Data bei der Nutzung standortbasierter Dienstleistungen wie Navigation oder mobiler Werbung verbreitet. In diesen beiden Bereichen sind rund 50 bis 60 Prozent des Potentials ausgeschöpft. In anderen Feldern wie der industriellen Fertigung (20 bis 30 Prozent) oder der öffentlichen Verwaltung (10 bis 20 Prozent) liegt hingegen noch ein großer Teil des Potenzials brach.

Datenbasierte Unternehmen wertvoll

Digitale Plattformen, vernetzte Sensoren und Milliarden von Smartphones produzieren kontinuierlich neue Informationen. Weltweit verdoppelt sich so die Menge verfügbarer Daten alle drei Jahre. Gleichzeitig sinken die Kosten für die Datenspeicherung stetig und die Auswertungsmöglichkeiten durch immer leistungsfähigere Computer wachsen.

Unternehmen, die Daten und Datenanalyse nutzen, um Probleme zu lösen, haben gemäß der Studie schon heute einen enormen Wettbewerbsvorteil. Sie gestalten ihre Prozesse effizienter und verstehen die Kunden besser. Die Mehrzahl der derzeit wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt wie die großen Internetkonzerne sowie zahlreiche Startups mit Firmenbewertungen über einer Milliarde Dollar unterscheiden sich von ihren Wettbewerbern durch die intelligente Nutzung von Daten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Unternehmen, die nicht aus der digitalen Welt kommen, diese Fähigkeiten schnell aufbauen sollten, um nicht abgehängt zu werden.

Mitarbeiter als kritischer Erfolgsfaktor

Die größte Hürde für Unternehmen auf dem Weg zu einem datenbasierten Geschäftsmodell bestehe darin, die passenden Mitarbeiter zu finden. Gesucht werden vor allem Datenanalysten oder Experten, die Schlussfolgerungen aus der Datenanalyse in konkrete Geschäftsanwendungen umsetzen können.

In den USA stiegen die Gehälter in solchen Jobs zwischen 2012 und 2014 um mehr als 16 Prozent pro Jahr, während sie im Schnitt aller Tätigkeiten nur um 2 Prozent zulegten. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Zwar hätten viele Universitäten und Unternehmen eigene Ausbildungsprogramme aufgelegt, doch steige der Bedarf noch stärker als das Angebot an qualifizierten Mitarbeiter.

Zum Downloadlink zur Studie (engl.) gelangen Sie über Laterpay.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring ist Herausgeber des Bank Blogs und der Finanzbranche seit über 30 Jahren beruflich verbunden. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Strategien in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Vertrieb ist er gefragter Referent und Moderator bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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