Vier unterschiedliche Arten Künstlicher Intelligenz – Infografik

Von der Reaktion zum Selbstbewusstsein

Künstliche Intelligenz erlebt derzeit einen technologischen Sprung nach vorne. Denkende Maschinen scheinen nur noch eine Frage der Zeit. Eine Infografik beschreibt in einer Typologie, was heute geht und was zukünftig gehen könnte.

Künstliche Intelligenz im Bereich Banking

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung bietet Künstliche Intelligenz eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für Banken und Sparkassen
© Shutterstock

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Mit den aktuellen technischen Fortschritten in der Rechenleistung bekommt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) neuen Aufschwung. Neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten. Dazu zählen u.a. Entwicklungen auf folgenden Gebieten:

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  • Maschinelles Lernen (Machine Learning),
  • Neuronale Netzwerke (Neural Networks),
  • Natürliche Sprachverarbeitung (Natural Language Processing),
  • Genetische Algorithmen (Genetic Algorithms) oder
  • Rechnerische Kreativität (Computational Creativity).

Es scheint immer wahrscheinlicher dass künstliche Intelligenz sich von einfachen Programmen zu intelligenten Maschinen mit eigenem Denkvermögen und eigenem Bewusstsein entwickelt.

Typologie der Künstlichen Intelligenz

Es lassen sich vier unterschiedliche Typen Künstlicher Intelligenz unterscheiden:

  1. Rein reaktive KI.
  2. Systeme mit begrenztem Gedächtnis
  3. Systeme mit eigenem Bewusstsein.
  4. Sich „ihrer selbst“ bewusste Systeme.

1. Rein reaktive KI

Dies ist die grundlegendste Form von Kl. Das System erkennt seine Umwelt/Situation direkt und agiert auf Basis dessen, was es erkennt. Es hat keine Vorstellung von der äußeren Welt. Es kann keine Erinnerungen bilden oder auf vergangene Erfahrungen zurückgreifen, um aktuelle Entscheidungen zu beeinflussen. Es spezialisiert sich nur auf einen Bereich.

Beispiele sind IBMs Deep Blue, das Kasparov beim Schach geschlagen hat oder Googles AlphaGo, das über den menschlichen Champion beim Go-Spiel triumphierte.

2. Systeme mit begrenztem Gedächtnis

Ein Stück weiter oben auf der evolutionären Leiter der künstlichen Intelligenz sind Systeme mit begrenztem Gedächtnis. Sie berücksichtigen Teile vergangener Informationen und fügen sie zu ihren vorprogrammierten Darstellungen der Welt hinzu. Sie haben gerade genug Gedächtnis oder Erfahrungsvorrat, um richtige Entscheidungen zu treffen und entsprechende Handlungen auszuführen.

Beispiele sind selbstfahrende Fahrzeuge, Chatbots und persönliche digitale Assistenten.

3. Systeme mit eigenem Bewusstsein

Theory of Mind bedeutet, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Dazu gehört, sich und andere zu erkennen, aber auch ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass andere sich irren können und deshalb falsch handeln.

Derartige Systeme haben die Fähigkeit, Gedanken und Emotionen zu verstehen, die das menschliche Verhalten beeinflussen. Dazu gehört ein Verständnis von Gefühlen, Motiven, Absichten und Erwartungen sowie die Fähigkeit darauf aufbauend sozial zu interagieren. Noch gibt es keine Systeme, die dies können. Sie sind aber vermutlich die nächste Stufe intelligenter Maschinen.

Beispiele aus dem Bereich Science Fiction sind C-3P0 und R2-D2 aus den Star Wars Filem sowie Sonny aus dem Film „I Robot“.

4. Sich „ihrer selbst“ bewusste Systeme

Diese Formen von Kl können Vorstellungen über sich selbst bilden. Sie stellten eine Erweiterung der Systeme mit eigenem Bewusstsein dar. Sie sind sich ihrer inneren Zustände bewusst, können die Gefühle anderer vorhersagen und können Abstraktionen bilden und Schlussfolgerungen ziehen. Sie sind die zukünftige Maschinengeneration: super intelligent, empfindungsfähig und bewusst.

Beispiele sind Eva in dem Film „Ex Machina“ und Synths aus der TV-Serie „Menschen“.

Infografik Künstliche Intelligenz

Die folgende Infografik von Futurism stellt die Typen im Bild vor, zeigt wo KI heute steht und wohin die weitere Entwicklung führen könnte.

Infografik: Typologie der Künstlichen Intelligenz

Eine Typologie der Künstlichen Intelligenz

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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