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Warum das Smartphone die Zukunft des Bezahlens ist

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Mobile Payment auf dem Vormarsch

Die Zukunft des Zahlungsverkehrs ist nicht die Zahlung selbst oder der Zahlungsmechanismus, sondern was die Zahlung für den Kunden und den Händler im Kontext bedeutet. Dabei spielt das Smartphone eine entscheidende Rolle.

Mobile Payment mit dem Smartphone

Mobile Payment ist die Zukunft des Bezahlens
© Shutterstock

In den letzten Jahrzehnten gab es zunächst einen Zyklus, in dem der Prozess des Sendens von Geld immer komplexer wurde. Ganz gleich, ob der Grund dafür die Aufsichtsbehörden sind, das Bedürfnis nach globaler Kompatibilität des Bankwesens oder die Technologie und die Kanäle, mit und in denen das Zahlungssystem funktioniert. Die Vielzahl von FinTech-Startups im Bereich Payments macht deutlich, dass es eindeutige Anzeichen für eine Umgestaltung gibt – mit dem Ziel, so viele Probleme wie möglich zu lösen und das System zu vereinfachen.

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Trotz des Arguments, dass die etablierten Anbieter Risiken minimieren und Geldwäsche unterbinden wollen, kommt man nicht an der Tatsache vorbei, dass es früher sehr einfach war: Man brauchte nur ein Bündel Geld oder Münzen zwischen zwei Parteien zu bewegen. Man könnte sagen, dass alles, was komplizierter ist, einen Rückschritt bedeutet.

Mobiletelefone verändern die Spielregeln im Zahlungsverkehr

Wenn man verstehen will, warum das Mobiltelefon die Spielregeln verändert, muss man über die Probleme nachdenken und darüber, wie das Mobiltelefon die Situation verändert. Wie Dave Birch – früher Head of Financial Innovation bei PayPal – es so treffend ausdrückte: In 50 oder 100 Jahren „sehen die Menschen das Mobiltelefon als entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte des Zahlungsverkehrs – nicht Plastikkarten“. Das Mobiltelefon macht Zahlungen allgegenwärtig, es erzwingt die Vereinfachung des Prozesses für die Anwender und ermöglicht die Wertschöpfung vor und nach der Zahlung. Wenn eine Bank Barzahlungen, Scheckzahlungen oder Plastikkarten verteidigt, kämpft sie gegen eine Flut von Änderungen an, die in den nächsten Jahren auf uns zukommt, und schließt sich damit selbst aus.

Wenn eine Bank einen Vorschlag wie „schnellerer Zahlungsverkehr“ aufnimmt und umsetzt, so wie jüngst geschehen im Vereinigten Königreich und in Australien, wird der Wert einer Zahlung in Echtzeit klar; es ist jedoch extrem schwierig, in einem Supermarkt oder bei der Erbringung von Dienstleistungen – etwa, wenn der Babysitter oder ein Handwerker ins Haus kommt – konkurrenzfähig zu sein, weil Geld in diesen Bereichen noch immer ein unmittelbares Zahlungsmittel ist. Das Mobiltelefon hat den Umgang mit Daten verändert und fördert damit die neue Zahlungsarchitektur. Daten bieten Kontext für Zahlungen; die Architektur bietet die Flexibilität und die Möglichkeit, alles überall in Echtzeit zu bezahlen. Dabei ermöglicht das Mobiltelefon die gleiche unmittelbare Zahlungsmethode, die Bargeld bietet, aber mit dem zusätzlichen Vorteil, kein Geld bei sich tragen zu müssen – ohne Mobiltelefon geht heute niemand mehr aus dem Haus – und mit zusätzlichem Kontext. Das Streben nach schnelleren Zahlungen macht Methoden wie Schecks, Überweisungen und ACH überflüssig, da diese bestehenden Methoden für Verbraucher nicht effizient sind und fast kein Feedback geben.

Mobiletelefone ermöglichen neue Zahlungsstrukturen

Heute kranken viele bestehende Zahlungsstrukturen weltweit daran, dass man ein Bankkonto braucht und den Kunden bzw. dessen Identität kennen muss, um innerhalb des Systems tätig werden zu können. Deshalb ist Bargeld auch weiterhin die bevorzugte Zahlungsmethode in den meisten Regionen, in denen es keinen Zugang zu Banken gibt. In Afrika südlich der Sahara beispielsweise haben 76 Prozent der Bevölkerung kein Konto und die meisten Menschen sind arm. Mindestens 25 Prozent der Bevölkerung in diesem Teil der Welt haben nicht einmal die Dokumente, die die Banken für eine Kontoeröffnung verlangen. Banken wollen die wirtschaftliche Entwicklung fördern, doch in der Realität verhindern sie die Entwicklung.

Tatsächlich ist es so, dass Bankfilialen nie eine ganze Volkswirtschaft versorgen können – sie sind einfach der falsche Mechanismus. Das Mobiltelefon hat dies in Ländern wie Kenia, den Philippinen oder Bangladesch geändert. Wenn man versucht, der Weltbevölkerung Zugang zu einem Konto zu ermöglichen, muss man die Hürden für die Teilnahme oder Einbeziehung senken. Die Bedingungen für die Eröffnung eines Bankkontos bleiben enorm hoch – die Hürde für ein Mobiltelefon ist viel niedriger. Für 2,5 Milliarden Menschen ohne Bankkonto besteht die Hürde nicht nur darin, ein Konto zu eröffnen, sondern es fehlt Ihnen auch an Wissen, um das bestehende Finanzsystem zu verstehen. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Hürden abgebaut werden können und dass Menschen, die bisher über kein Bankkonto verfügen, ausreichende Kenntnisse erlangen und die strengen rechtlichen Anforderungen erfüllen.

Ersetzt das Smartphone die Bankverbindung?

Es sieht so aus, als ob stattdessen das Mobiltelefon das heutige Bankkonto – sei es in Form einer Karte oder eines Scheck- oder Sparbuchs – ersetzen wird, als intelligentere, einfachere und schnellere alltägliche Alternative zum bisherigen Bankensystem. Eine Debitkarte kann Ihnen vor einer Transaktion noch nicht einmal den Kontostand anzeigen, aber das Mobiltelefon kann das – so betrachtet ist es schon jetzt das bessere Zahlungsmittel. Für die Milliarden von Menschen ohne Zugang zu einem Bankkonto und damit auch ohne Möglichkeit, am Handel teilzunehmen, so wie es Verbraucher und Händler mit Bankkonto tun, wird das Mobiltelefon die alles dominierende Zahlungsmethode werden.

Indem es die Art und Weise verändert, wie Überweisungen und Mikrokredite abgewickelt werden, wird das Mobiltelefon zur Standard- Bankenplattform und zum Standardinstrument für die Mehrheit der Armen der Welt, die bisher keinen Zugang zu einem Bankkonto hatten. Das Mobiltelefon wird für entwickelte Volkswirtschaften zum bevorzugten alltäglichen Zahlungskanal werden. Im Jahr 2020 wird das verbreitetste „Bankkonto“ untrennbar mit dem Mobiltelefon verbunden sein, weil es das Mobiltelefon selbst sein wird.

Zugriff auf Geld muss separiert werden

Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, müssen wir die am häufigsten in Anspruch genommene Funktion eines Bankkontos – den Zugriff auf unser Geld – vom tatsächlichen Instrument und den schwerfälligen Bedingungen des regulierten Bankensystems trennen. Trotz der 500 oder mehr Neugründungen im Bereich des mobilen Zahlungsverkehrs aus der AngelList, von denen die meisten in den USA sind, hat Dave Birch ganz richtig gesagt: „Wenn in den USA eine Bank eine tolle neue Idee im Bereich Zahlungsverkehr hat, muss sie unzählige regulatorischen Hürden überwinden, um den Betrieb aufnehmen zu können.“ Was heute passiert, ist, dass diese Firmen alle versuchen, ein neues, besseres, schnelleres, einfacheres, mobiles Frontend für Zahlungssysteme zu kreieren. Würde das bestehende System „ganz gut“ funktionieren, gäbe es solche Firmen nicht.

Wenn wir die Schwierigkeiten von Zahlungssystemen betrachten, begreifen wir, dass die alten Methoden, Geld von einer Partei zur anderen zu transferieren, einfach viel zu restriktiv sind, um in einer global vernetzten Welt noch eine Zukunft zu haben.

In der Zukunft wird es darum gehen, dass Geld den Besitzer wechseln kann, egal wann und egal wo, und das mit minimalen Hindernissen und maximalem Kontext. Das bestehende System kann das nicht bieten.

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Über den Autor

Brett King

Brett King ist Autor, Gründer und CEO der amerikanischen Movenbank und ein gefragter internationaler Redner. 2012 wurde er zu Amerikas innovativstem Banker des Jahres gewählt. Seine Bücher stehen in den Bestsellerlisten bei Amazon.

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2 Kommentare

  1. Ist ja alles schön und gut aber jede „Organisation“ will ihr eigens Ding in den „Markt“ drücken. Wenn das schnell was werden soll dann max. 1-3 Anwendungen in denen man Debit-, Kredit, und Girokarten einpflegen kann, und zwar ohne großes hin und her. Ich stelle mir für mich vor, eine Zahlungs-App in denen ich alle Finanzkarten und Kundenkarten einpflegen und nutzen kann, ohne QR-Code oder ähnliches sondern per NFC.

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