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Schweiz: Digitales Firmenkundengeschäft mit Nachholbedarf

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Lücke zwischen digitalen Angeboten und Kundenbedürfnissen

Die Digitalisierung erfasst nach dem Retail Banking zunehmend auch das Firmenkundengeschäft. Ein Blick in die Schweiz zeigt die speziellen Ansprüche aber auch Defizite der Banken.

Trends, Studien und Research zum Firmenkundengeschäft, Corporate und Investment Banking

Studien und Research zu Trends und Entwicklungen im Corporate und Investment Banking © Shutterstock

Technologischer Fortschritt, verändertes Kundenverhalten und der Eintritt neuer Wettbewerber veranlassen viele Banken, sich vermehrt mit dem Thema Digitalisierung und den damit verbundenen Chancen und Risiken auseinanderzusetzen. Typischerweise erfolgt der erste Schritt einer Digitalisierungsstrategie im hoch standardisierten Retail Banking-Segment. Im Bereich des Firmenkundengeschäfts hingegen waren lange Zeit verhältnismäßig wenige Digitalisierungsbemühungen zu beobachten. Dies überrascht angesichts der Tatsache, dass diese Kunden aus Bankensicht oftmals strategisch sehr relevant und profitabel sind.

Digitales Firmenkundengeschäft in der Schweiz auf dem Prüfstand

Swisscom und das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) haben das digitale Angebot von 50 Retail-Banken und die Bedürfnisse von 473 Unternehmen abgeglichen. Der Fokus der Studie lag dabei auf digitalen Dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese stellen in der Schweiz rund 99 Prozent der Arbeitsplätze. Das Firmenkundengeschäft mit KMU ist aus Bankensicht somit strategisch höchst relevant aber bisher noch wenig auf die digitalen Bedürfnisse der kleineren Unternehmen ausgerichtet.

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Die Studie beleuchtet die Produktpaletten der Banken wie auch die Bedürfnisse der Firmenkunden im Bereich des digitalen Firmenkundengeschäfts. Sie deckt dabei Lücken zwischen diesen beiden auf und gibt Antworten wie diese geschlossen werden können.

In den folgenden fünf Bereichen wurden digitale Produkte und Dienstleistungen der einzelnen Banken verglichen:

  • E-Banking.
  • Kommunikationskanäle.
  • Bezahlen.
  • Finanzieren.
  • Bank-nahe Dienstleistungen.

10 Erkenntnisse über das digitale Firmenkundengeschäft

Die zehn wichtigsten Erkenntnisse:

1. E-Banking am weitesten fortgeschritten

Bei den meisten Banken können KMU elektronische Rechnungen einreichen und auslösen (94 Prozent). Push-Nachrichten mit wichtigen Informationen gibt es bei 80 Prozent der Banken. Auch die befragten KMU weisen E-Banking mit 2,58 von 5 Punkten den höchsten durchschnittlichen Gesamtnutzen zu.

2. Integration verbesserungswürdig

Laut Eigenauskunft der meisten Banken können die KMU-Kunden das Konto mit ihrer Buchhaltungslösung verknüpfen. Meist aber eher kompliziert über den Download von Datenfiles. Nur acht Prozent der Banken ermöglichen den automatischen Abgleich oder haben wie beispielsweise Valiant Bank die Buchhaltungsfunktion direkt ins Online-Portal integriert.

3. Getrübte Gesamtsicht auf Finanzen

Keine der 50 untersuchten Banken offeriert ein echtes KMU-Finanzcockpit mit tagesaktueller Darstellung der Kennzahlen. Demgegenüber sehen 51 Prozent der befragten KMU in einem Finanzcockpit einen sehr hohen oder eher hohen Nutzen.

4. Traditionelle Kommunikation weit verbreitet

Beratung via Web- oder Video-Chat gibt es nur bei den wenigsten Banken. Dies entspricht allerdings der Kundenpräferenz: KMU wollen sich auch im Zeitalter der Digitalisierung persönlich an ihre Bank wenden. Web-Chat und Video-Beratung sind für die meisten Befragten nicht attraktiv.

5. Priorität für digitales Bezahlen

Mit 2,4 Punkten am zweitinteressantesten beurteilen KMU Zahlungsmöglichkeiten wie Mobile Payment, Zahlungslösungen für Webshops und mobile POS-Zahlterminals. Die Angebotsseite entwickelt sich gut: bereits 56 Prozent der Banken bieten Mobile-Payment-Lösungen an.

6. Finanzierung erfolgt überwiegend klassisch

Im Bereich Finanzierung sind digitale Angebote Mangelware. Erst bei acht Prozent der Banken können Hypotheken online abgeschlossen werden, nur bei sechs Prozent ist online eine Ablösung oder Verlängerung möglich. Online-Kreditabschlüsse kennt nur eine einzige Bank (einige weitere stehen in den Startlöchern).

7. Crowdlending weiterhin unpopulär

Neuartige Finanzierungsformen wie Peer-to-Peer-Direktkredite stoßen weder bei den Banken noch bei den Kunden auf nennenswertes Interesse.

8. Banknahes ist nicht gefragt

Dienstleistungen, die nicht zum Kerngeschäft von Banken gehören, erregen wenig Kundeninteresse. Die meisten KMU zeigen Online-Factoring, Online-Treuhandangebote oder der Online-Verkauf von Versicherungen die kalte Schulter. Das gleiche gilt für Networking-Plattformen im Stil eines „Firmen-Facebook“.

9. Löchriges digitales Angebot

Ein digitales Vertragsarchiv, die automatisierte Buchhaltungsanbindung, die digitale Mutation von Vollmachten, ein Finanzcockpit sowie der Online-Abschluss von Festgeldern und die Online-Eröffnung von Geschäftskonten bieten jeweils weniger als zehn Prozent der Banken an. Die KMU sehen gerade in diesen fünf Bereichen einen vergleichsweise hohen Nutzen.

10. Banken-Ranking mit schmaler Spitze

Die Digitalisierungsbemühungen der Banken im Firmenkundengeschäft stehen noch am Anfang. Die Studie identifiziert nur zwei „First Mover“, die Digitalisierung aktiv vorantreiben. Dazu kommen rund ein Dutzend „Follower“ mit ersten digitalen Produkten und Dienstleistungen. Der Löwenanteil besteht aus „Late Follower“, die allenfalls vereinzelte Digitalisierungsinitiativen im Firmenkundengeschäft lanciert haben.

Infografik: Digitales Firmenkundengeschäft Schweiz

Die folgende Infografik stellt zentrale Ergebnisse der Studie vor und zeigt, wie Banken die Lücke zwischen ihren digitalen Angeboten und den digitalen Bedürfnissen von Unternehmen schließen können.

Infografik zum digitalen Firmenkundengeschäft in der Schweiz

Wie Banken die Lücke zwischen ihren digitalen Angeboten und den digitalen Bedürfnissen von Unternehmen schließen können.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Aktuell bietet er Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management und Beratung/Consulting an und vertritt die Firma Meniga, einen innovativen Anbieter von White-Label-Lösungen für Persönliches Finanz Management (PFM) im deutschsprachigen Teil Europas.Darüber hinaus hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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