Neue Herausforderungen für Europas Banken

Suche nach dem Geschäftsmodell der Zukunft

Seit der Finanzkrise haben sich die Herausforderungen für europäische Banken vervielfacht. Um auf die Erfolgsspur zurückzukehren, gilt es, schnell geeignete Antworten darauf zu finden.

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Vor zehn Jahren nahm die Finanzkrise ihren Anfang. Was als Bankenkrise begann, hat im weiteren Verlauf das gesamte Finanzsystem ins Wanken gebracht. Sich verändernde Kundenanforderungen, die rasant fortschreitende Digitalisierung und der Trend zum Plattform-Banking prägen den Wandel der Bankenbranche nachhaltig. Europäische Banken müssen schnell Antworten auf die neuen Herausforderungen finden, um wieder auf den Erfolgspfad zurückzukehren.

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Eine aktuelle Analyse der Strategieberatung Oliver Wyman ist der Frage nachgegangen, welche Lehren Banken in Europa aus der Krise gezogen haben und wie sie ihre Geschäftsmodelle an die neuen Rahmenbedingungen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen angepasst haben.

Alte und neue Herausforderungen für Europas Banken

Die europäischen Banken haben in den vergangenen Jahren zwar hart daran gearbeitet, die Folgen der Finanzkrise endlich hinter sich zu lassen.

„Die Banken haben aufgeräumt. Sie haben strukturell unrentable Geschäftsbereiche abgestoßen oder geschlossen, ihre Bilanzen auf Vordermann gebracht und neue, strengere aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllt. Und all das gleichzeitig und in einem insgesamt schrumpfenden Markt.“
Finja Carolin Kütz, Oliver Wyman

Dennoch liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite bei gerade einmal 4,4 Prozent. Dies ist zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Negativrekord des Krisenjahres 2008, allerdings verdient die gesamte Branche damit im Durchschnitt noch immer nicht einmal ihre Eigenkapitalkosten.

Unabhängig davon sehen sich alle Banken in Europa nun einer Reihe neuer aber nicht weniger fundamentaler Herausforderungen gegenüber. So ändern sich die Präferenzen und Anforderungen der eigenen Kundschaft laufend und grundlegend. Und die rasant fortscheitende Digitalisierung und das Aufkommen plattformbasierter Bankgeschäfte bereiten zunehmend Kopfzerbrechen.

Diese Entwicklungen werden durch die Bestrebungen der Aufsichtsbehörden zusätzlich befeuert. Letztere versuchen durch das Konzept des „Open Banking“, Innovationen in der traditionell eher konservativen Bankenbranche voranzutreiben und Teile des Marktes für neue Wettbewerber und Technologien zu öffnen.

„Nach Jahren der Fokussierung auf die Krise und deren Bewältigung, müssen Banken jetzt konsequent auf das grundlegend veränderte Umfeld reagieren und zwar mit neuen und innovativen Lösungen. Bislang zeigen nicht alle Banken das dafür notwendige Engagement oder haben entsprechende Pläne parat, diese neuen Herausforderungen auch systematisch anzugehen.“
Thomas Schnarr, Oliver Wyman

Deutsche Institute vor spezifischen Herausforderungen

Deutsche Banken sehen sich – neben den skizzierten branchenweiten Veränderungen – zusätzlich einer Reihe spezifischer Herausforderungen gegenüber. Diese liegen vor allem in der speziellen Struktur des deutschen Bankenmarktes begründet. Der zugrundeliegende Ertragspool in Deutschland ist äußerst stabil – gleichzeitig bleibt die strukturelle Profitabilität absolut aber – auch im europäischen Vergleich – niedrig. Die Eigenkapitalrentabilität deutscher Banken gehört noch immer zu den niedrigsten in ganz Europa. Institute aller drei Säulen des deutschen Bankwesens werden sich in Zukunft vorrangig den Themen Konsolidierung, einer anhaltend hohen Wettbewerbsintensität und der Stärkung der eigenen Innovationskraft widmen müssen.

Eckpunkte der Veränderungen bei europäischen Banken

Nachfolgend einige der wichtigsten Studienergebnisse im Überblick, die die Veränderungen bei europäischen Banken verdeutlichen:

  • Europas Banken haben viel Zeit und erhebliche Mittel in die Schrumpfung ihrer Bilanzen gesteckt. In einigen Ländern ist dieser Restrukturierungsprozess abgeschlossen, in anderen ist er noch in vollem Gange und wird noch auf absehbare Zeit andauern.
  • Die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert. Die Kapitalisierung des gesamten Bankensektors hat sich in Folge deutlich verbessert: die durchschnittliche Kapitalquote (Kernkapital) stieg im Durchschnitt von 3,7 Prozent im Jahre 2008 auf 5,6 Prozent im Jahr 2016. Neuregelungen wie die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) sollen dazu beitragen, die Aufsicht und Kontrolle über wesentliche Elemente des Finanzsektors weiter zu verbessern.
  • Banken konzentrieren sich mehr als jemals zuvor auf ihre Kernmärkte und -geschäfte. Viele haben sich – teilweise gezwungenermaßen – konsequent aus unrentablen Geschäftszweigen und/oder Märkten zurückgezogen.
  • Allen Anstrengungen zur Kostensenkungsbemühung zum Trotz, konnten die europäischen Banken allerdings ihre operative Effizienz über den Betrachtungszeitraum hinweg nicht steigern. Ganz im Gegenteil: die Gesamtausgaben der Branche sind zwischen 2008 und 2016 nominal um ein Prozent pro Jahr gestiegen. Auch beim Aufwand/Ertrag-Verhältnis sind kaum Veränderungen festzustellen. Hier wurden Kostensenkungsbemühungen durch eine noch schnelle schrumpfende Ertragsbasis weitgehend zunichte gemacht.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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