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Strategische Finanzplanung im Private Banking der Sparkassen

Mobile Innovationen für Immobilienkunden

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Neue Ideen für ein altes Kernprodukt

Das eigene Haus im Grünen ist der Traum vieler Kunden von Banken und Sparkassen

Eigenes Haus im Grünen

Der Bereich Baufinanzierung ist hierzulande nicht gerade für Innovationen berüchtigt. Kein Wunder, dass der Wettbewerb dort immer härter wird und die Margen zusammenbrechen. Im Ausland gibt‘s sogar schon innovative mobile Services.

Hintergrund

Bauen und Wohnen, der Traum von den eigenen vier Wänden, das bewegt die Menschen nicht nur hierzulande sondern in nahezu allen Teilen der Welt. Kein Wunder, dass 11% aller Internetnutzer jedes Quartal Seiten zum Thema Baufinanzierung besuchen, obgleich lediglich 1% aller Kunden tatsächlich einen neuen Baufinanzierungsvertrag abschließen.

Der Bereich Baufinanzierung ist nicht nur aus diesem Grund eines der wichtigsten Ankerproduktfelder für Banken und Sparkassen. Doch obwohl Margen und Anteile der Banken am Neuvertrieb in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen sind (Dr. Klein, Interhyp & Co lassen grüßen) gibt es hierzulande keine innovativen Ansätze, mit denen Banken versuchen, verlorengegangenes Terrain zurückzuerobern. Ganz anders dagegen im Ausland, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen.

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Mobile Immobiliensuche in Australien

Australiens Commonwealth Bank habe ich ja schon mehrfach für ihre innovativen und serviceorientierten Lösungen erwähnt. Heute stelle ich Ihnen eine die Property Guide  App der CBA vor, mit deren Hilfe Kunden nicht nur Hauspreise direkt vor Ort ermitteln können, sondern die noch eine Vielzahl von weiteren Unterstützungen bei der Immobiliensuche bietet. Schauen Sie sich zunächst einmal das folgende humorvolle Video an:

https://www.youtube.com/watch?v=IDueoNEm5dU

Die hier vorgestellte Smartphone App bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, wenn Kunden auf Immobiliensuche unterwegs sind:

  • Immobiliensuche (Karte, Liste)
  • Immobilienprofil (Anzahl Zimmer)
  • Historie (Preis, Verkäufe)
  • Augmented Reality für Immobilien am aktuellen Standort
  • Nachbarschaftsprofile (Demografie, Trends)
  • Zusatzinformationen per Text oder Video (Renovieren, Investieren)
  • Hypothekenkalkulator
  • Kontaktaufnahme zur Bank

Nach Aussage der Commonwealth Bank deckt die App inzwischen 90 Prozent des australischen Marktes ab, was ich bei einem derart großen Kontinent doch recht beeindruckend finde.

Mobile Immobilieninformationen in Kanada

Kanada ist ebenfalls ein nicht gerade kleiner Flächenstaat. Die Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC) ist mit über 1.100  Filialen die viertgrößte Bank Kanadas. Ihre Home Advisor App soll Kunden, die “unterwegs” auf Immobiliensuche sind, dabei tatkräftig unterstützen. Sie bietet dazu einen mobilen Zugriff auf verschiedene Tools zur Bewertung, Lage- und Nachbarschafts- sowie Finanzierungsinformationen. U.a. können Fotos gespeichert und zugeordnet werden, es lassen sich Immobilien auf Karten zeigen und durchschnittliche Immobilienbewertungen und Trends direkt ablesen und man kann sich via Social Media mit Freunden und Bekannten direkt über die Immobilie austauschen.

Doch schauen Sie einfach selbst:

Bewertung

Auch bei uns ist das Thema Immobilien vom allgemeinen Trend zur Nutzung des mobilen Webs nicht abgekoppelt. So vermeldet die Plattform Immobilienscout 24, dass rund ein Drittel aller Aufrufe von Exposees inzwischen von mobilen Endgeräten erfolgen, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 200 Prozent.

Was liegt also näher, als das Thema Baufinanzierung und Immobiliensuche mit einer mobilen Anwendung zu unterstützen, welche die Kunden begeistert und gleichzeitig zur Interaktion mit ihrer Bank anregt.

So verwundert es mich schon etwas, dass in unserem im Vergleich zu Kanada und Australien doch sehr überschaubarem Land noch keine vergleichbare Lösung auf dem Markt ist.

Diskutieren Sie mit

Wie finden Sie die vorgestellten mobilen Innovationen und ihren Wert für das Baufinanzierungs- und Vermittlungsgeschäft der Banken und Sparkassen? Welche Anwendungsmöglichkeiten sehen Sie und wo sehen Sie möglicherweise Grenzen? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers.Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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1 Kommentar

  1. Hallo Herr Dr. Leichsenring,

    erst einmal vielen Dank für den Artikel und die amüsanten Videos. Besonders die Dame mit Gips hat es mir angetan ;-)

    Ich bin der Meinung, dass – gerade im Immobilienbereich – noch jede Menge Potential drin steckt, was Online Marketing, Werbung, Apps und dergleichen angeht. Man sagt vielen Immobilienmaklern ja gerne nach, dass sie etwas altmodisch, konservativ und altbacken sind. Ich kann das schon verstehen, wirklich viel wird bei uns im „neuen“ Business rund ums Internet noch nicht gemacht, auch Innovationen bei den Immobilienwerbungen stehen noch aus.

    Das werden spannende nächste Jahre!

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